Universität Wien FIND

140138 VO TIV - VM3 - VM7 Queering Development? Sexualitäts- und queer-theoretische (2012W)

Analysen in den Entwicklungswissenschaften

An/Abmeldung

Details

Sprache: Deutsch

Prüfungstermine

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 10.10. 12:00 - 15:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Mittwoch 24.10. 12:00 - 15:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Mittwoch 07.11. 12:00 - 15:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Mittwoch 21.11. 12:00 - 15:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Mittwoch 05.12. 12:00 - 15:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Mittwoch 09.01. 12:00 - 15:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Mittwoch 23.01. 12:00 - 15:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Was hat eine kritische Analyse von Sexualitäten mit Entwicklungsforschung zu tun? Warum sollte sich eine kritische Befassung mit "Entwicklung" auch mit "Sex" beschäftigen?
Die Vorlesung konzentriert sich auf die sozialwissenschaftliche, insbesondere entwicklungswissenschaftliche Relevanz von Theoriebildungen im Bereich Sex/Gender, feministische Theorie, Heteronormativitätskritik und intersektioneller Analyse, wie sie seit Beginn der 1990er Jahre unter der Bezeichnung "Queer Theories" und "Queer Studies" versammelt werden.
Der in der LV vorrangig gesetzte Zugang zum ja sehr weiten, dem einfachen Überblick längst sich entziehenden Feld der Queer Theories in Verbindung mit (Kultur- und) Sozialwissenschaften wird sich auf die Frage nach historischen, geopolitischen und eurozentrismuskritischen Bestimmungen von "Queer" konzentrieren. Wie wird über Geschichte/n "vergangener" sex/gender-dissidenter Identitäten und Bewegungen gesprochen? Wie (euro-)zentristisch sind die Formen, in denen vergessen und erinnert wird? Wie weiß und westlich ist "Queer"? Wie setzen sich nicht-heterozentrische Praktiken, Kulturen und Bewegungen in anderer als westlich-hegemonialer Verortung mit Queer Theories auseinander? Welche Zusammenhänge gibt es zwischen Homo/ Heterosexualitätspolitiken und Entwicklungen des (Post-)Kolonialismus, und welche queer-theoretischen Zugänge hiezu?

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Voraussichtlich: Zwischenpaper und schriftliche Semesterabschlussprüfung ("Take Home Exam"). Aktive Anwesenheit und Beteiligung am Diskussionsprozess sowie die Durcharbeitung von Begleittexten wird erwartet.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die Vorlesung will Queer Theories als Potenzial und kritisches Moment von Analysen internationaler Sex/Gender-Verhältnisse vermitteln und dabei den Teilnehmenden einen Fokus auf globale Asymmetrien und auf Eurozentrismuskritik nahebringen. Ziel ist es, "Markierungspunkte" in der weiten Landschaft der Queer Studies anzubieten, und zwar entlang von zentrismuskritischen Fragestellungen. Schlüsseltexte, -Begriffe, -Autor_innen und -Kontroversen zu den Zeiten und Orten sexualitätspolitischer und queer-relevanter Diskurse sollen den Teilnehmer_innen vermittelt und von ihnen reflektiert werden. Ziel der Lehrveranstaltung ist das Verstehen wichtiger Grundlagen von Analysen zu Sex, Gender und Sexualitäten, um sie mit kritischer Entwicklungsforschung "zusammendenken" zu können.

Prüfungsstoff

Vorträge/Inputs der LV-Leiterin, jeweils mit Handouts oder Folien und kommentierten Literaturtipps; gemeinsame Besprechung von Begleittexten; evtl. Auseinandersetzung mit Filmbeispielen und/oder Diskussion mit Gastreferent_innen.

Literatur

Eine ausführliche Literaturliste steht den Teilnehmenden ab Semesterbeginn sowie begleitend zu jedem Vorlesungsinput zur Verfügung.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

T IV, VM3, VM7

Letzte Änderung: Do 05.09.2019 12:52