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140239 VO Medialität und Intermedialität in afrikanischen Literaturen (2017W)

Kritische Interventionen in den "medial turn"

Details

Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 09.11. 16:30 - 20:00 Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 2 UniCampus Hof 5 2M-O1-06
Donnerstag 23.11. 16:30 - 20:00 Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 2 UniCampus Hof 5 2M-O1-06
Donnerstag 14.12. 16:30 - 20:00 Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 2 UniCampus Hof 5 2M-O1-06
Donnerstag 11.01. 16:30 - 20:00 Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 2 UniCampus Hof 5 2M-O1-06
Donnerstag 18.01. 16:30 - 20:00 Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 2 UniCampus Hof 5 2M-O1-06

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Der sogenannte 'medial turn' hat die Literaturwissenschaft erreicht, und medientheoretische Ansätze, die zunächst zur Analyse von Film, Fernsehen, Medienkunst und internetbasierten Werken entwickelt wurden, finden zunehmend Eingang in literaturwissenschaftliche Debatten. Als besonders fruchtbar erweisen sie sich im Hinblick auf literarische Werke, die mediale Grenzen überschreiten oder die vor allem unter Ausnutzen der Möglichkeiten des Internet und der Social Media neue Formen des Literarischen erfinden. Analysen afrikanischer bzw afrodiasporischer mediatisierter Werke intervenieren in diese Diskurse, indem sie einerseits auf Spezifika afrikanischer Literaturen verweisen und andererseits Machtverhältnisse hinsichtlich der Produktion, Distribution und Rezeption von Literatur thematisieren.
Die Vorlesung gibt zunächst einen Überblick über relevante Theorien zu Medialität (Bolter/Grusin), Intermedialität (Rajewski) und Technologie (Kittler) und konzentriert sich dann auf literaturwissenschaftliche Ansätze zur Analyse von Literaturen im Internet. Unter Rückgriff auf ausgewählte Werke zeitgenössischer Autor_innen (Adichie, Chirikure, Cole, John, Mohare) werden Fragen zu Autorschaft, alternativen Publikationsformen, Überschreitung der Schriftzentriertheit und der Herausbildung neuer Genres diskutiert. Dabei werden theoretische Ansätze aus den Postcolonial Studies ebenso herangezogen wie kritische Interventionen afrikanischer Medienwissenschaft (Adenekan, Kaschula, Omanga). Schließlich werden zeitgenössische Diskurse berücksichtigt, die kulturwissenschaftliche Theorie und Digitalität zusammen denken (Afropolitanism).
Da die Vorlesung in Zusammenhang mit dem Seminar ‚Medialität und Intermedialität in Afrika. Literarische Blogs und Videopoetry afrikanischer und afrodiasporischer AutorInnen‘ konzipiert wurde, ist ein kombinierter Besuch beider Veranstaltungen ausdrücklich zu empfehlen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

SAL.VO.1, SAL.VO.2

Letzte Änderung: Di 05.09.2017 17:48