Universität Wien FIND

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140368 VO Schwerpunktvorlesung Migrationsmanagement hinterfragen: Logiken der Differenzierung (2016S)

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Details

Sprache: Deutsch, Englisch

Prüfungstermine

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

08.03.2016 - Einführung in die Lehrveranstaltung

15.03.2016 - Migrationsmanagement aus der Perspektive der Intersektionalität und der Autonomie der Migration, Assimina Gouma und Irene Messinger

05.04.2016 - Neue Grenzregime - Diskurse und Praktiken der Mobilitäts- und Zugehörigkeitskontrolle im Wandel, Kenneth Horvath (Pädagogische Hochschule Karlsruhe)

12.04.2016 - Historisierung der Migration, Vida Bakondy (Archiv der Migration, Wien) und Viktorija Ratkovic (Zentrum für Friedensforschung und Friedenspädagogik Klagenfurt) im Gespräch mit Irene Messinger

19.04.2016 - Zwischen Solidarität und Kriminalisierung: Kämpfe in und um Medien, Assimina Gouma und Aleksandra Vedernjak-Barsegiani

26.04.2016 - Migration, Differenzierung und Konstruktionen "fremder" Männlichkeit, Paul Scheibelhofer (Universität Innsbruck) und Aleksandra Vedernjak-Barsegiani

03.05.2016 - Managing "Diversity": Convergences between Diversity and Migration Management, Sara de Jong (Universität Wien)

10.05.2016 - Grenzüberschreitungen zwischen Fluchthilfe und Schlepperei, Clemens Lahner (Rechtsanwalt), Katarzyna Winiecka und Singh S. (beide Fluchthilfe & Du) im Gespräch mit Irene Messinger

24.05.2016 - Solidarität als Praxis - Perspektiven der Differenzierung, Sonia Garziz (Watch the Med), Monika Mokre (Politikwissenschafterin) und Bahareh Sharifi (Kuratorin) im Gespräch mit Assimina Gouma

Filmscreening: Last Shelter (HS III, NIG, 18.00 Uhr, freier Eintritt)
Im Anschluss: Regisseur Gerald Igor Hauzenberger im gespräch mit Theresa Schütze. Mit finanzieller Unterstützung der ÖH Uni Wien

31.05.2016 - Das politische Projekt der Internationalen Organisation für Migration (IOM). Strategische Verschiebungen und historischer Kontext 1995-2015, Fabian Georgi (Universität Marburg)

07.06.2016 - Politische Inklusion, Citizenship und das boundary problem: Personale Grenzziehungsprozesse, Gerd Valchars

14.06.2016 - Interventionen gegen den Migrationskonsens: Selbstorganisation von MigrantInnen und gegenhegemoniale Wissensproduktion, Gergana Mineva und Rubia Salgado (beide "Das Kollektiv")

21.06.2016 - Inhaltliche Reflexion und abschließende Diskussion zur Lehrveranstaltung

28.06.2016 - Schriftliche Abschlussprüfung

Dienstag 08.03. 15:00 - 16:30 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Dienstag 15.03. 15:00 - 16:30 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Dienstag 05.04. 15:00 - 16:30 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Dienstag 12.04. 15:00 - 16:30 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Dienstag 19.04. 15:00 - 16:30 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Dienstag 26.04. 15:00 - 16:30 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Dienstag 03.05. 15:00 - 16:30 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Dienstag 10.05. 15:00 - 16:30 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Dienstag 24.05. 15:00 - 16:30 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Dienstag 24.05. 18:30 - 21:00 Hörsaal III NIG Erdgeschoß
Dienstag 31.05. 15:00 - 16:30 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Dienstag 07.06. 15:00 - 16:30 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Dienstag 14.06. 15:00 - 16:30 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Dienstag 21.06. 15:00 - 16:30 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

In der aktuellen Situation der weltweit steigenden Zahl an Flüchtlingen, der Toten im Mittelmeer und des offensichtlichen Unwillens und Unvermögens der europäischen Staaten, angemessen auf diese aktuelle Krise zu reagieren, wird Migration verstärkt zum politisch umkämpften Thema und Migrationsmanagements als legitimer regulativer Ansatz propagiert. Die Logiken dieses "Managements von Migration", dessen Grundlage der Versuch der Steuerung von Migration nach vermeintlich rationalen, am „volkswirtschaftlichen Nutzen“ orientierten Kriterien bildet, finden ab den 1990er-Jahren zunehmend Eingang in die Migrations- und Integrationsregime Europas. Diese Entwicklung kann mitunter auch als ein Effekt der Migration selbst gelesen werden, da deren zunehmende Unkontrollierbarkeit eine noch stärkere Regulierung des Migrationsgeschehens und eine entsprechende Steuerungspolitik erforderlich erscheinen lässt.

In der Ringvorlesung wird diese Entwicklung soziohistorisch und anhand aktueller Beispiele, mehrheitlich im europäischen als auch im österreichischen Kontext, besprochen. Die Ansätze des Migrationsmanagements lassen sich in Migrations-, Integrations- und Grenzregimen ebenso wie in den staatlichen Mitgliedschaftskonstruktionen und der Politik des "Diversity Managements" finden. Die Auseinandersetzung mit theoretischen Überlegungen zur "Autonomie der Migration" und der Intersektionalität zielen darauf ab, die dem Migrationsmanagement inhärenten Logiken der Differenzierung kritisch zu hinterfragen. Migrationspolitik wird als ein Feld verstanden, in dem sich mit unterschiedlicher Handlungsmacht ausgestattete nichtstaatliche, semistaatliche, nationalstaatliche, europäische und internationale AkteurInnen gegenüber stehen. Einblicke in Institutionen und Praxen des Widerstands machen einerseits Ambivalenzen sichtbar, andererseits werden solidarische Projekte und Handlungsfelder aufgezeigt und deren Möglichkeiten besprochen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Schriftliche Prüfung zu den Inhalten aller LV-Einheiten. Erster Prüfungstermin: 28.06.2016

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

VM1 bis VM8

Letzte Änderung: Do 29.10.2020 00:22