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140401 SE VM1 / VM5 - Transnationale Akteure, Bewegungen und Gruppen (2017W)

und das Konzept des Nationalstaates im Nahen Osten

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
MOB

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 04.10. 17:00 - 20:00 Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 2 UniCampus Hof 5 2M-O1-06
Mittwoch 08.11. 17:00 - 20:00 Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 2 UniCampus Hof 5 2M-O1-06
Mittwoch 22.11. 17:00 - 20:00 Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 2 UniCampus Hof 5 2M-O1-06
Mittwoch 29.11. 17:00 - 20:00 Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 2 UniCampus Hof 5 2M-O1-06
Mittwoch 06.12. 17:00 - 20:00 Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 2 UniCampus Hof 5 2M-O1-06
Mittwoch 13.12. 17:00 - 20:00 Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 2 UniCampus Hof 5 2M-O1-06
Mittwoch 24.01. 17:00 - 20:00 Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 2 UniCampus Hof 5 2M-O1-06

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Das Seminar setzt sich mit der Staatsbildung im Nahen Osten auseinander. Was bedeutet national und transnational in diesem Kontext? Wie und warum stießen transnationale
politische Bewegungen wie Pan-Arabismus und Islamismus bzw. auch transnationale gesellschaftliche Strukturen wie Clans auf auf nationale Grenzen? Welche Auswirkungen hatte das auf die Staatsbildung und auf die diversen Bewegungen bzw. gesellschaftlichen Strukturen? Wie sind soziale Bewegungen zu definieren? Inwieweit sind die Konzepte von Staatlichkeit und dem damit verbundenen institutionellen Setting durch westlich moderne
Konzepte geprägt? Wie muss der Kolonialismus berücksichtigt werden? und wie reflektieren anti-kolonialistische Bewegungen und Ideen den Kolonialismus?

Im Seminar sollen einerseits die Prozesse der Staatsbildung und die damit verbundenen Grenzen und Einschränkungen für Mobilität erarbeitet werden und andererseits diese Entwicklungen transnationalen Einflüssen und Bewegungen gegenübergestellt werden.
Wie wirkte sich dieses Wechselspiel auf politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Institutionen aus und was bedeutet es für die Legitimität der jeweiligen Staaten bzw. Regime? Welche Rolle spielen traditionelle, primordiale Strukturen, wie Clans, familiäre
oder religiöse Netzwerke, die über Grenzen hinweg agieren und wirken? Und welche Rolle spielen die neoliberale Transformation des Staates und die Globalisierung? Neben der
Erfassung der staatlichen Strukturen und der widersprüchlichen Tendenzen und Bewegungen, die diese unterwandern bzw. stärken geht das Seminar in weiterer Folge auf die Liberalisierung der Wirtschaft und ihre sozialen und gesellschaftlichen Folgen ein. Im
Zuge der neoliberalen Transformation des Staates erfuhren informelle Strukturen, bzw. Informalität eine neue Aufwertung. Welche Folgen hat das für die Gesellschaft und das politische System? Und wie wirken dabei informelle transnationale religiöse Netzwerke?
Das Seminar möchte über diese Fragestellungen die Verknüpfungen von Fragen der Staatlichkeit, Transnationalität nicht-staatlicher Akteure, bzw. Transnationalität von hegemonialen Wirtschaftssystemen näher bringen.
Wichtig ist dabei die Sensibilisierung der SeminarteilnehmerInnen für die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern zum einen und zum anderen dafür dass die Entwicklungen im Nahen Osten durchaus im Kontext globaler Entwicklungen und Trends
zu sehen sind.

• Die Wechselwirklungen zwischen nationalen und transnationalen Bewegungen herauszuarbeiten.
• Welche Formen der Staatlichkeit sich etabliert haben und mit welchen Herausforderungen das Konzept des 'modernen Territorialstaats' zu kämpfen hat.
• Die Entwicklung nationalstaatlicher Konzepte, gesellschaftliche und
wirtschaftliche Modernisierungs- und Entwicklungsmodelle zu diskutieren. .
• Das Scheitern der nationalistischen Entwicklungsmodelle, die damit
einhergehenden sozio - ökonomischen Veränderungen zu diskutieren
• Den gleichzeitigen Aufstieg religiös-politischer Bewegungen, deren
gesellschaftlichen Einfluss, sowie deren politisches Scheitern und darauffolgende Veränderung und Ent-Ideologisierung verständlich zu machen.
• Die Auswirkungen neoliberaler Interventionen und der Globalisierung auf die Staaten und ihre Gesellschaften zu erarbeiten.
• Die transnationalen Bewegungen und ihre Wirkung zu diskutieren
• Die Rolle von äußeren Faktoren und Akteuren zu behandeln und zu hinterfragen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

• Regelmäßige Teilnahme, Lektüre der Texte, Referat, aktive Mitarbeit bei den Diskussionen, Termingerechte Abgabe der Abschussarbeit, sowie die Qualität der Abschlussarbeit in einem Umfang von 15-20 Seiten

Prüfungsstoff

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

VM1, VM5

Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:42