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140543 UE Die Bedeutung des Körpers in den asketischen Traditionen Indiens (2013S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

max. 24 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Montag 04.03. 17:00 - 18:30 Seminarraum 6 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-37
Montag 18.03. 17:00 - 18:30 Seminarraum 6 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-37
Montag 08.04. 17:00 - 18:30 Seminarraum 6 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-37
Montag 15.04. 17:00 - 18:30 Seminarraum 6 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-37
Montag 22.04. 17:00 - 18:30 Seminarraum 6 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-37
Montag 29.04. 17:00 - 18:30 Seminarraum 6 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-37
Montag 06.05. 17:00 - 18:30 Seminarraum 6 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-37
Montag 13.05. 17:00 - 18:30 Seminarraum 6 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-37
Montag 27.05. 17:00 - 18:30 Seminarraum 6 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-37
Montag 03.06. 17:00 - 18:30 Seminarraum 6 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-37
Montag 10.06. 17:00 - 18:30 Seminarraum 6 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-37
Montag 17.06. 17:00 - 18:30 Seminarraum 6 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-37
Montag 24.06. 17:00 - 18:30 Seminarraum 6 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-37

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Zu den interessantesten Erscheinungen des frühen Hinduismus (ca. 6. Jh. v. Chr.) gehört der Entsager (sa?nyasin), d.h. derjenige Mensch, der alles von sich wirft und die Gesellschaft verlässt, um den Rest seines Lebens in der Wildnis zu verbringen. Die Besonderheit eines solchen Aktes der Entsagung lässt sich im Einzelnen an der Rolle des Körpers verfolgen, der vorher noch eine Funktion in der Gesellschaft spielt (Nahrung, Nachkommenschaft, Kleidung etc.) jetzt aber als vergänglich angesehen und aufgegeben wird. Mit einer solchen Lebensform sind aber auch Fragen verbunden, denn die "Entkörperung" betrifft die Identität des Entsagers: wer ist er selbst noch, wenn er seinen Körper wie eine Leiche betrachten soll oder ihn abgestreift hat wie die Schlange ihre Haut?

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Teilnahmevoraussetzungen: Sanskritkenntnisse, Bereitschaft zur Übernahme eines Kurzreferates.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Auf der Grundlage ausgewählter Passagen der Sa?nyasa-Upani?aden soll nicht nur auf die Körper-Leib-Problematik eingegangen werden, sondern auch ein Überblick über die unterschiedlichen Gruppierungen der Asketen, ihre Praxis, ihre Lebensweise, ihre Zugehörigkeit zu religiösen Traditionen sowie auch ihre kritische Auseinandersetzung um die richtige Form der Askese behandelt werden.

Literatur

Literatur:

Emmanuel Alloa, Thomas Bedorf, Christian Grüny, Tobias Nikolaus Klass (Hg.), Leiblichkeit. Geschichte und Aktualität eines Konzepts. Tübingen: Mohr Siebeck 2012.
Patrick Olivelle, Sa?nyasa Upani?ads. Hindu Scriptures on Asceticism and Renunciation. Translated and with an Introduction by Patrick Olivelle. Oxford: Oxford University Press 1992.
Ders., Deconstruction of the Body in Indian Asceticism. In: Asceticism, Vincent L. Wimbush, Richard Valantasis (Eds.), with the assistance of Gay L. Byron, William S. Love. New York, Oxford: Oxford University Press 1995.
Axel Michaels, Die Kunst des einfachen Lebens. Eine Kulturgeschichte der Askese. München: Verlag C.H. Beck 2004.
F. Otto Schrader, The Minor Upani?ads. Critically Edited For th Adyar Library. Vol I. Sa?nyasa Upani?ads. Madras: The Adyar Library 1912.

Weitere Literaturangaben folgen zu Beginn des Semesters.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

MAP5

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:35