Universität Wien

160014 SE Musikpsychologische Wahrnehmungsdimensionen - Empirische Datenerhebung und Klanganalyse (2023W)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

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Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Montag 02.10. 16:45 - 18:15 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
  • Montag 16.10. 15:00 - 18:15 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
  • Montag 30.10. 15:00 - 18:15 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
  • Montag 13.11. 15:00 - 18:15 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
  • Montag 27.11. 15:00 - 18:15 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
  • Montag 11.12. 15:00 - 18:15 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
  • Montag 15.01. 15:00 - 18:15 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
  • Montag 29.01. 15:00 - 18:15 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Im Zentrum dieses praktischen Forschungsseminars steht es, wahrgenommene Dimensionen von Musik (z.B. empfundene Emotionen, klangfarbliche Beschreibungen oder stilistische Konzepte) aus klanglicher und musikpsychologischer Sicht zu erforschen. Neben selbst durchgeführten Hörversuchen werden dabei Klanganalysemethoden aus dem Bereich der digitalen Audiosignalverarbeitung zu Hilfe genommen.

Mögliche zu untersuchende Fragestellungen können z.B. aus folgenden Richtungen stammen:
* Wie klingt ein Musikstück, das als "fröhlich"/"traurig"/"aggressiv"/"entspannend" etc. wahrgenommen wird?
* Wie lassen sich klangfarbliche Eigenschaften (z.B. "Helligkeit", "Rauigkeit", etc.) messen?
* Wie spiegeln sich stilistische Konzepte spezifischer (Pop-)Musikgenres klanglich wider?
* Inwiefern nehmen versuchspersonenspezifische Faktoren (z.B. Alter, Geschlecht, musikalische Vorkenntnisse) Einfluss auf die Wahrnehmung dieser Eigenschaften?

Im Laufe des Semesters werden Studierende in Kleingruppen oder alleine ein praktisches Projekt zu einer klangbezogenen Fragestellung entwickeln und durchführen. Die gewählte Fragestellung wird auf Basis gemeinsam (und gegebenenfalls in einer vertiefenden Übung, s.u.) erarbeiteter Methoden im Rahmen eines selbst konzipierten Hörversuchs beleuchtet. Dieser Prozess von der Entwicklung der Forschungsfrage, über die einzelnen methodischen Schritte, bis hin zur Darstellung der Ergebnisse wird über das Semester hinweg innerhalb der Lehrveranstaltung begleitet. Projektgruppen präsentieren dabei regelmäßig den Fortschritt ihres eigenen Projekts, welches gemeinsam diskutiert und weiterentwickelt wird.

Methodisch liegt der Fokus auf der Aufbereitung, statistischen Analyse und Auswertung der gesammelten Hörversuchsdaten mithilfe wiederverwendbarer wissenschaftlicher Skripte in der Programmiersprache Python. Verwendbare Skripte werden dabei von der Lehrveranstaltungsleitung zur Verfügung gestellt und erklärt. Wenn bereits (erste) Programmiervorkenntnisse vorhanden sind, ist das ideal. Auch Anfänger*innen in diesem Bereich sind willkommen, sofern Interesse besteht, sich im Rahmen der Lehrveranstaltung damit zu befassen.

Empfohlen wird, das Seminar nach Möglichkeit gemeinsam mit der - terminlich abwechselnd - stattfindenden vertiefenden Übung "Wissenschaftliche Audio- und Hörversuchsdatenauswertung in Python" zu besuchen. (Bitte bei Interesse für die Übung separat anmelden, da es leider nicht möglich ist, Übungsplätze spezifisch für Seminarteilnehmer*innen zu reservieren.)

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Leistungserbringung erfolgt in Form von regelmäßigen Kurzpräsentationen des Projektfortschritts in Kleingruppen (Zwischenberichten), sowie dem selbstständigen Verfassen einer schriftlichen Seminararbeit.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Erwartet wird eine regelmäßige Anwesenheit und aktive Mitarbeit an den Seminareinheiten. Das Kleingruppenprojekt sowie die schriftliche Seminararbeit müssen jeweils positiv beurteilt sein und fließen zu je 50% in die Gesamtnote ein.

Prüfungsstoff

Gegenstand ist die praktische Durchführung des Forschungsprojekts auf Basis der in der Lehrveranstaltung behandelten Methoden sowie die zum jeweiligen Thema passende und selbstständig recherchierte Literatur.

Literatur

Watson, K. B. (1942). The nature and measurement of musical meanings. Psychological Monographs, 54(2).

Egermann, H. & Kreutz, G. (2018). Emotionen und ästhetische Gefühle. In A. C. Lehmann & R. Kopiez (Hrsg.), Handbuch Musikpsychologie (S. 617-640). Hogrefe.

Aucouturier, J. J., & Bigand, E. (2012). Mel Cepstrum & Ann Ova: The Difficult Dialog Between MIR and Music Cognition. In Proceedings of the 13th International Society for Music Information Retrieval Conference (ISMIR) (pp. 397-402).

Müller, M. (2015). Fundamentals of Music Processing: Audio, Analysis, Algorithms, Applications, Springer

Bak, P. M. (2015). Wie man Psychologie als empirische Wissenschaft betreibt: wissenschaftstheoretische Grundlagen im Überblick. Wiesbaden: Springer.

Bortz, J. & Döring, N. (2002). Forschungsmethoden und Evaluation. Berlin: Springer

Box, G. E., Hunter, W. H., & Hunter, S. (1978). Statistics for experimenters (Vol. 664). New York: John Wiley and sons.

Peeters, G. (2004). A large set of audio features for sound description (similarity and classification) in the CUIDADO project, CUIDADO Ist Project Report, 54(0).


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

MA (2008): M02, M03, M05, M09
MA (2022): S.1, S.2, E.INT, E.SYS, H.INT, H.SYS, S.INT, S.SYS

Letzte Änderung: Mo 25.09.2023 16:47