Universität Wien

160030 PS Musikalische Quellen des 15. und 16. Jahrhunderts (2021W)

Herstellungsprozesse, Repertoireorganisation, Gebrauch

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
VOR-ORT

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Sollten es die Umstände im Laufe des Semesters erforderlich machen, wird die Lehrveranstaltung in digitaler Form (Zoom) weitergeführt.

Update 22.11.2021: Aufgrund der Corona-Lage wird die Lehrveranstaltung ab 26.11.2021 online weitergeführt (voraussichtlich für den Zeitraum des Lockdowns).

  • Freitag 08.10. 09:45 - 11:15 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
  • Freitag 15.10. 09:45 - 11:15 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
  • Freitag 22.10. 09:45 - 11:15 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
  • Freitag 29.10. 09:45 - 11:15 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
  • Freitag 05.11. 09:45 - 11:15 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
  • Freitag 19.11. 09:45 - 11:15 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
  • Freitag 26.11. 09:45 - 11:15 Digital
  • Freitag 03.12. 09:45 - 11:15 Digital
  • Freitag 10.12. 09:45 - 11:15 Digital
  • Freitag 17.12. 09:45 - 11:15 Digital
  • Freitag 07.01. 09:45 - 11:15 Digital
  • Freitag 14.01. 09:45 - 11:15 Digital
  • Freitag 21.01. 09:45 - 11:15 Digital
  • Freitag 28.01. 09:45 - 11:15 Digital

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Unter musikalischen Quellen des 15. und 16. Jahrhunderts versteht man zunächst um die 500 Jahre alte Bücher, die Musik in graphisch-visueller Form überliefern. Weshalb sollte man sich mit diesen Büchern beschäftigen, wo doch die bekanntesten Stücke des Zeitabschnitts heute oft in modernen Editionen vorliegen und auf diese Weise analysiert und musiziert werden können?
Über den reinen Notentext hinaus enthalten Quellen z.B. oft Informationen über das musikalische Denken der Zeit, den Schaffensprozess oder die Rezeption eines Musikstücks. Die Funktion und der Aufbau einer Quelle können Einfluss auf den Notentext genommen haben und von Repertoiretransfer, Gattungsentwicklungen und Strategien der Wissenskodifizierung zeugen. Quellen können Aufschluss über den sozialen und ideengeschichtlichen Kontext eines Repertoires geben u.s.w. Darüber hinaus sind zu den musikalischen Quellen auch rein textlich oder bildlich über Musik und musikalische Ereignisse Auskunft gebende Informationsträger zu zählen. Die Quellenkunde ist daher ein zentrales Thema der Historischen Musikwissenschaft, das in Überblickslehrveranstaltungen aber meist nur gestreift werden kann.
In dieser Lehrveranstaltung soll auf die Materialien und Herstellungsprozesse von Handschriften und Drucken eingegangen werden, aber auch auf spezifische Themen wie bspw. Schriftkunde und Wasserzeichenforschung. Neben den unterschiedlichen Quellentypen, Repertoireorganisation und Gebrauch von Quellen sollen exemplarisch Einblicke in den Buchhandel der Zeit, Büchersammlungen und Produzent*innen sowie Besitzer*innen von musikalischen Quellen gegeben werden.
Die verschiedenen Themenbereiche werden im Laufe des Semesters gemeinsam mit Hilfe von Leseaufgaben, Kurzreferaten, kleinen Arbeitsaufträgen und Diskussionen erarbeitet. Auf diese Weise gewinnen die Studierenden einen Überblick über Inhalte und Methoden des Themenbereichs. Die individuelle Themenfindung, das wissenschaftliche Präsentieren und Schreiben werden während des Semesters begleitet und bilden den Rahmen für dieses Proseminar.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- Mitarbeit, Übernahme kleinerer Aufgaben wie Textvorstellungen, Kurzreferate etc.,
- mündliche Präsentation des eigenen Themas
- Anfertigung einer schriftlichen Proseminararbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Mindestanforderung:
- Anwesenheitspflicht (Studierende dürfen zweimal unentschuldigt fehlen)
- mündliche Präsentation
- Abgabe einer Proseminararbeit

Beurteilungsmaßstab:
• aktive Mitarbeit (Kurzreferate, Diskussion etc.): 20 Punkte
• Präsentation: 30 Punkte
• Proseminararbeit: 50 Punkte

Für eine positive Beurteilung der Lehrveranstaltung sind 60 Punkte erforderlich.
1 (sehr gut) 100-90 Punkte
2 (gut) 89-81 Punkte
3 (befriedigend) 80-71 Punkte
4 (genügend) 70-60 Punkte
5 (nicht genügend) 59-0 Punkte

Prüfungsstoff

- aktive Mitarbeit, Textvorbereitung, Kurzreferate etc.
- mündliche Präsentation
- Abgabe einer Proseminararbeit

Literatur

Einführend:
A. Lindmayr-Brandl (Hrsg.), Schrift und Klang in der Musik der Renaissance, Laaber 2014 (Handbuch der Musik der Renaissance 3).
N. Schwindt, Art. „Quellen“, in: MGG Online, 1997, online veröffentlicht 2016, https://www.mgg-online.com/mgg/stable/11487

Vertiefend:
F. Funke, Buchkunde. Ein Überblick über die Geschichte des Buches, 6. Aufl. München 1999
M. Staehelin (Hrsg.), Gestalt und Entstehung musikalischer Quellen im 15. und 16. Jahrhundert, Wiesbaden 1998
D. Hoffmann-Axthelm (Hrsg.), Ottaviano Petrucci 1501–2001, Winterthur 2002
M. Staehelin, "Musikhandschrift und Musikdruck in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts", in: Die Gleichzeitigkeit von Handschrift und Buchdruck, hrsg. von G. Dicke und K. Grubmüller, Wiesbaden 2003, S. 229–262.
B. Lodes (Hrsg.), NiveauNischeNimbus. Die Anfänge des Musikdrucks nördlich der Alpen, Tutzing 2010
E. Giselbrecht, A. Lindmayr-Brandl, G. McDonald (Hrsg.), Early music printing in German-speaking lands, London/New York 2018

weitere Literatur wird im Laufe der Lehrveranstaltung genannt

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA: PRO, HIS-V1, FRE

Letzte Änderung: Fr 12.05.2023 00:17