Universität Wien
Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

160032 UE Richard Wagner - Schriften zum (Gesamtkunst-)Werk (2023S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Die LV beginnt erst nach den Osterferien, die Termine dauern daher 2 Stunden.

  • Mittwoch 19.04. 11:00 - 13:00 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
  • Mittwoch 26.04. 11:00 - 13:00 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
  • Mittwoch 03.05. 11:00 - 13:00 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
  • Mittwoch 10.05. 11:00 - 13:00 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
  • Mittwoch 17.05. 11:00 - 13:00 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
  • Mittwoch 24.05. 11:00 - 13:00 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
  • Mittwoch 31.05. 11:00 - 13:00 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
  • Mittwoch 07.06. 11:00 - 13:00 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
  • Mittwoch 14.06. 11:00 - 13:00 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
  • Mittwoch 21.06. 11:00 - 13:00 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
  • Mittwoch 28.06. 11:00 - 13:00 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

„Es wäre sonst ganz unmöglich, daß als Frucht von all meinen Darstellungen endlich diese unglückliche ,Sonderkunst‘ und ,Gesamtkunst‘ herausgekommen wäre“, lamentiert Richard Wagner in einem Brief an Franz Liszt im Jahr 1853 über das Unvermögen sowohl seiner Anhänger- wie Gegnerschaft, seine Schriften korrekt zu lesen.

Diese Bemerkung zum Ausgangspunkt nehmend, werden wir uns in der LV ausführlich mit Richard Wagners „Zürcher Kunstschriften“ im engeren Sinne – mit „Die Kunst und die Revolution“ (1849), „Das Kunstwerk der Zukunft“ (1849) und „Oper und Drama“ (1851) – auseinandersetzen.
Durch Close Reading untersuchen wir zentrale Begriffe und Themenkreise, die Wagners ästhetischer Utopie eines „kommunistischen“, „kollektiven Gesammtkunstwerkes“ zugrunde liegen: etwa die „Menschheitsrevolution“, die „Tonsprache“, die „Orchestermelodie“ oder das „Absolute“, ferner seine Bezugnahme auf die griechische Tragödie, der Einfluss der romantischen Ästhetik und der Philosophie Ludwig Feuerbachs auf sein Schaffen oder Wagners Beethoven-Rezeption.

Spätestens mit Harald Szeemanns programmatischer Ausstellung „Der Hang zum Gesamtkunstwerk“ im Jahr 1983 wird der Begriff in der historischen Auseinandersetzung restauriert. So fragen wir außerdem nach der Wirkungsgeschichte von Wagners Konzeption auf ästhetische Ansätze bis ins 20. Jahrhundert wie etwa Wassily Kandinskys „Der Gelbe Klang“, Alexander Scriabins „Prométhée. Le Poème du feu“, das „Poème elèctronique“ von Edgar Varése, Le Corbusier und Iannis Xenakis im Philips Pavilion, Joseph Beuys’ „Soziale Plastik“, Karlheinz Stockhausens „Licht“ oder Hermann Nitschs „Orgien Mysterien Theater“ und unterziehen sie einem kritischen Vergleich im Hinblick auf Anknüpfungspunkte und Diskrepanzen zu Wagners Theorie, um ein besseres Verständnis von letzterer zu erlangen.

Die folgenden gemeinsamen Vorstellungsbesuche in der Wiener Staatsoper sind als Ergänzung zur LV geplant (die Teilnahme steht den Studierenden frei):
- 20. April: Lohengrin
- 1. Juni: Das Rheingold
- 4. Juni: Die Walküre
- 11. Juni: Siegfried
- 18. Juni: Götterdämmerung

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Erwartet werden neben der regelmäßigen Anwesenheit die zwingende kontinuierliche Auseinandersetzung mit der Lektüre (es handelt sich um einen Lektürekurs mit einem umfangreichen wöchentlichen Lesepensum [!]), die aktive Diskussionsteilnahme, das Halten eines Referates und einer Respondenz auf ein ebensolches sowie das Schreiben von zwei Essays (=Verschriftlichung des Referates und der Respondenz inkl. Berücksichtigung der Diskussionsbeiträge).

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Mindestanforderung:
- regelmäßige Anwesenheit (= max. zweimaliges entschuldigtes Fehlen)
- aktive Diskussionsteilnahme
- max. 10-minütiges Referat
- max. 5-minütige Respondenz
- zwei Essays (jeweils im Umfang von 8–11 Seiten)

Beurteilungsmaßstab der zu erbringenden Leistungen, wobei alle Teilleistungen positiv zu erfüllen sind:
- Zwei Essays: 60% der Gesamtnote
- Referat: 15% der Gesamtnote
- Respondenz: 15% der Gesamtnote
- Mitarbeit: 10% der Gesamtnote

Prüfungsstoff

Literatur

Wird zu Beginn der LV bekanntgegeben und im Handapparat bereitgestellt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA: HIS-V2, FRE, INT
MA (2008): M01, M03, M04, M05, M07, M15
MA (2022): E.HIN, E.INT, H.HIN, H.INT, S.HIN, S.INT

Letzte Änderung: Fr 10.03.2023 16:48