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160050 SE Wiener Liedkompositionen 1770-1820 in ihrem gattungs- und kulturgeschichtlichen Kontext (2018S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Details

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

1. Termin: Fr, 23.03.2018, 14:15-18:00; Sa, 24.03.2018, 10:00-14:00, HS 2

Freitag 23.03. 14:15 - 18:00 HS. 2 d. Inst. f. Musikwissenschaft UniCampus Hof 9 3G-EG-01
Samstag 24.03. 10:00 - 14:00 HS. 2 d. Inst. f. Musikwissenschaft UniCampus Hof 9 3G-EG-01
Freitag 04.05. 14:15 - 18:00 HS. 2 d. Inst. f. Musikwissenschaft UniCampus Hof 9 3G-EG-01
Samstag 05.05. 10:00 - 14:00 HS. 2 d. Inst. f. Musikwissenschaft UniCampus Hof 9 3G-EG-01
Samstag 23.06. 10:00 - 14:00 HS. 2 d. Inst. f. Musikwissenschaft UniCampus Hof 9 3G-EG-01

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Dass die Geschichte des Kunstliedes nicht erst mit Franz Schubert beginnt, steht heute außer Frage. Und doch liegt gerade die Liedkultur in Schuberts unmittelbarem Wiener Schaffensumfeld der Dekaden vor und nach 1800 noch immer weitgehend im Dunkeln. Stehen schon die Lieder Haydns, Mozarts und Beethovens eher am Rande gängiger Repertoires von Liederabenden oder Einspielungen, sind von einer großen Zahl zeitnah in Wien entstandener Liedkompositionen heute kaum einmal mehr die Verfassernamen bekannt. Dies, obwohl Komponisten wie Leopold Hofmann, Johann Baptist Holzer, Anton Teyber, Sigismund Neukomm, Johann Fuss oder Nikolaus von Krufft zu ihrer Zeit hoch geschätzt und nicht zuletzt aufgrund ihrer Lieder weithin berühmt waren.
Die Lehrveranstaltung führt an die einschlägigen Quellen dieses facettenreichen Repertoires heran und verortet sie im Kontext der Wiener Salonkultur sowie unter Einbezug von Lied-kompositionen und liedästhetischen Texten aus dem Bereich der nord-, mittel- und süddeut-schen Liedkomposition. Ausgehend von Einführungsvorträgen durch die Lehrende stehen die Analyse und Interpretation ausgewählter Stücke sowie die Diskussion liedtheoretischer Texte im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit. Dabei geht es nicht zuletzt um die Frage nach der Bedeutung der auf diese Weise zu gewinnenden Erkenntnisse für die Gattungsgeschichte.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Anwesenheit bei allen Veranstaltungsblöcken;
regelmäßige aktive Mitarbeit und Übernahme kleinerer Recherche- und/oder Analyseaufgaben;
Impulsreferat und schriftliche Seminararbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Grundkenntnisse der Musik- und insbesondere der Liedgeschichte des 18./19. Jahrhunderts,
eigenständiges Forschungs- und Erkenntnisinteresse

Prüfungsstoff

Literatur

Bobeth, Gundela, „Zur Wiener Liedkomposition zwischen 1775 und 1815“. Booklet-Text zur CD Klavierlieder von Wiener Zeitgenossen Haydns, Mozarts und Schuberts, Wien 2017. (=Österreichische Akademie der Wissenschaften, Konzert-Dokumentation 6), S. 5–18.
Dürr, Walther, Das deutsche Sololied im 19. Jahrhundert. Untersuchungen zu Sprache und Musik, Wilhelmshaven 1984.
Schmierer, Elisabeth, Geschichte des Kunstlieds. Eine Einführung, Laaber 2017.
Schwab, Heinrich W., „Musikalische Lyrik im 18. Jahrhundert“, in: Musikalische Lyrik, hrsg. v. Hermann Danuser, Laaber 2004 (=Handbuch der musikalischen Gattungen, Bd. 8.1), S. 349–407.
Schwab, Heinrich, Sangbarkeit, Popularität und Kunstlied: Studien zu Lied und Liedästhetik der mittleren Goethezeit 1770–1814, Regensburg 1965.
Wiora, Walter, Das deutsche Lied. Zur Geschichte und Ästhetik einer musikalischen Gattung, Wolfenbüttel und Zürich 1971.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA 2016: BAC
BA 2011: B08, B10, B16, B18
MA: M01, M02, M03, M04, M05, M07, M13, M15

Letzte Änderung: Mo 19.02.2018 11:34