Universität Wien
Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

160191 VO Lit. Wechselbez.: Ring-Vorlesung "Psychoanalyse Literatur Kultur".Sigmund Freud im "Close Reading" (2011W)

Vorlesung mit vertiefender Lektüre

Lounge des Sigmund Freud Museums, Berggasse 19, 1090 Wien

jeweils mittwochs, 17.00 h c.t.

Mi, 12.10.2011, Sitzung 1: Kurz-Vorstellung der VO (Daniela FINZI, Sigmund Freud Privatstiftung), Kurz-Einführung in Freuds Werk (Wolfgang MÜLLER-FUNK, Institut für Vergleichende und Europäische Sprach- und Literaturwissenschaft) sowie Close Reading von ausgewählten Abschnitten aus Die Traumdeutung (1899) (Daniela FINZI)

Mi, 19.10.2011, Sitzung 2: Über Deckerinnerungen (1899) Erinnern, Wiederholen, Durcharbeiten (1914): Frank STERN, Institut für Zeitgeschichte

Mi, 9.11.2011, Sitzung 3: Trauer und Melancholie (1917): Jeanne WOLFF-BERNSTEIN, Sigmund Freud PrivatUniversität

Mi, 16.11.2011, Sitzung 4: Der Wahn und die Träume in W. Jensens ‚Gradiva (1907): Wolfgang MÜLLER-FUNK, Institut für Vergleichende und Europäische Sprach- und Literaturwissenschaft)

Mi, 23.11.2011, Sitzung 5: Das Unheimliche (1918): Anna BABKA; Institut für Germanistik

Mi, 30.11.2011, Sitzung 6: Über die weibliche Sexualität (1931): Marlen Bidwell-Steiner, Institut für Romanistik

Mi, 7.12.2011, Sitzung 7: Totem und Tabu (1912/13): Moshe ZUCKERMANN, Tel Aviv University

Mi, 14.12.2011, Sitzung 8: Massenpsychologie und Ich-Analyse (1921): Felix DE MENDELSSOHN, Sigmund Freud PrivatUniversität

Mi, 11.1.2012, Sitzung 9: Die Zukunft einer Illusion (1927); Susanne HEINE, Institut für Praktische Theologie und Religionspsychologie der Evangelisch-Theologischen Fakultät

Mi, 18.1.2012, Sitzung 10: Das Unbehagen in der Kultur (1929/1930): Herman WESTERINK; Institut für Praktische Theologie und Religionspsychologie der Evangelisch-Theologischen Fakultät

Mi, 25.1.2012, Sitzung 11: Der Mann Moses und die monotheistische Religion (1939): Wolfgang MÜLLER-FUNK; Institut für Europäische und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft

Details


Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die von Sigmund Freud begründete Psychoanalyse wurde als Theorie und Methodik von unterschiedlichsten Disziplinen, so auch der Literaturwissenschaft, rezipiert. Unhintergehbarer Bestandteil theoretischer Fokalisierungen wie Trauma, Geschlecht, Gedächtnis und Erinnerung, Alterität und Identität, ist sie anscheinend untrennbar in den Diskurs der Kulturwissenschaften eingeschrieben. Auch der von Freud entwickelte Kulturbegriff ist von den Kulturwissenschaften aufgenommen und operationalisiert worden. Gleichzeitig besteht zwischen dem mehr oder minder radikalen Konstruktivismus vieler gegenwärtiger Kulturtheorien und der auf einer "stabilen" Anthropologie errichteten Psychoanalyse Freudscher Prägung ein unübersehbares Spannungsverhältnis. Im Rahmen der Ringvorlesung soll dieses Spannungsverhältnis aus unterschiedlichen Perspektiven und Disziplinen ausgelotet werden. In jeder Einheit wird ein Text Freuds einem Close Reading unterzogen.
Die Ringvorlesung ist in drei Teile unterteilt; nach dem ersten, einführenden Teil mit drei Sitzungen werden in weiteren drei Sitzungen jene Arbeiten Freuds vorgestellt, in denen er literarische Texte analysiert bzw. Texte, die für die Literaturwissenschaft wichtig geworden sind. Darauf folgt ein größerer Block zu Freuds kulturtheoretischen Schriften

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

schriftlicher Text
1. Termin: MI 01.02.2012 17.00-19.00 Ort: Seminarraum 3 Sensengasse 3a 1.OG
2. Termin:MI 07.03.2012 17.00-19.00 Ort: Seminarraum 3 Sensengasse 3a 1.OG

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Nach Absolvierung der Lehrverantaltung haben die Studierenden eine Einführung in das Werk, zentrale Texte und Konzepte von Sigmund Freud erhalten. Sie sind in der Lage, nachzuvollziehen, wie die Erkenntnisse oder Methodologie Freuds auch ein (knappes) Jahrhundert nach ihrer Entstehung für gegenwärtige Fragestellungen urbar gemacht werden können. Darüber hinaus ist es Ziel der Lehrveranstaltung, dass die Studierende die Texte selbständig zusammenfassen und auf strukturierte Weise interpretieren können, um sie auf epistemologisch fruchtbare Weise für die eigene Forschungsarbeit zu verwenden.

Prüfungsstoff

Vorträge in Form von textnahen Lektüregänge (Close Reading)

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA M4, MA M3, Dipl. VL 120, VL 220, VL 230

Letzte Änderung: Fr 08.08.2025 00:14