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170129 UE Übung "Medienanalyse" (2018S)

Trump. Medien und das Politische in der Gegenwart

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Anmeldung: Die selbstständige Anmeldung über u:space innerhalb der Anmeldephase zu Semesterbeginn ist für die Teilnahme an dieser Lehrveranstaltung verpflichtend. Eine nachträgliche Anmeldung ist nicht möglich. Die Anmeldezeiten entnehmen Sie bitte unserer Homepage unter https://spl-tfm.univie.ac.at/studium/

Anwesenheitspflicht in der ersten Einheit: Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung. Studierende von der Warteliste können nachrücken.

Plagiate: Prüfungsleistungen und Prüfungszugänge, die durch das Verwenden unerlaubter Hilfsmittel oder durch absichtsvolles Plagiieren erlangt werden, werden laut Satzung der Universität Wien (§13, §74) nicht beurteilt, sondern im Sammelzeugnis untilgbar mit (X) bewertet. Dies ist auch nach bereits erfolgter Benotung rückwirkend möglich, wenn sich der Tatbestand des Plagiats erst im Nachhinein erweisen sollte. Als Plagiat gilt die absichtsvolle und undeklarierte Übernahme von fremdem geistigen Eigentum ohne Angabe der Quelle; der Begriff des Plagiats umfasst dabei wörtliche Zitate ebenso wie übersetzte Übernahmen und Paraphrasen.

Weitere Infos zum Studium finden Sie unter https://spl-tfm.univie.ac.at/

Details

max. 46 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Am 9.3. erfolgt eine Einführung in das Thema der Übung, die Klärung der Formalia sowie die Referatsvergabe. An den Folgeterminen werden die einzelnen Themen der Übung durch gemeinsame Textlektüren und -diskussion sowie studentische Präsentation erarbeitet.

Freitag 09.03. 08:00 - 13:00 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Samstag 28.04. 09:00 - 14:00 Seminarraum 1 2H316 UZA II Rotunde
Sonntag 29.04. 09:00 - 14:00 Seminarraum 1 2H316 UZA II Rotunde
Samstag 02.06. 08:00 - 13:00 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Sonntag 03.06. 08:00 - 13:00 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Das Übung beschäftigt sich mit dem medialen Phänomenkomplex Trump in medienkulturwissenschaftlicher und kritischer Perspektive. Nicht nur ist die Genese von Trump als Unternehmerfigur und celebrity sowie sein Aufstieg zum Präsidentschaftskandidaten eng mit verschiedenen Medienprodukten, insbesondere dem Fernsehen (The Apprentice, Wrestling-Auftritte) verbunden, auch in seinem Wahlkampf, seiner Amtsführung als Präsident sowie der Kritik daran nehmen Medien (Twitter) und mediale Formen (Meme, Trolling) eine herausgehobene Stellung ein. Nicht zuletzt reklamiert die Trump-Administration selbst das Register der Medienkritik für sich (‚Fake-News‘) und hat damit die feuilletonistische Debatte um das ‚Postfaktische Zeitalter‘ befeuert, das wahlweise als Spielart des Postmodernismus, des Autoritarismus oder des Neofaschismus ausgedeutet wird.
Das Seminar soll der kritischen Reflexion des Phänomenkomplexes Trump sowie der darin virulent werdenden medienkulturtheoretischen Einsätze dienen. So soll die Verschränkung von Medien und Politik zum einen historisch kontextualisiert, zum anderen theoretisch geschärft werden. Danach erfolgt die Analyse einzelner medialer Produkte und Formen (Twitter, Wrestling, The Apprentice, Meme), die Genese und Aufstieg des Medienphänomens Trump nachzuzeichnen und analytisch zu durchdringen erlauben. Schließlich werden diese Analysen auf maßgebliche politische und kulturelle Problemstellungen der US-amerikanischen Gegenwart (Gender, Rassismus, Kapitalismus) rückbezogen und dabei insbesondere die Rolle der Medien als Objekten und Agenten der Kritik (Fake-News, Postfaktisches Zeitalter, Evil Media) diskutiert. Leitend ist dabei die Vermutung, dass die politische Einschätzung des Phänomens Trumps nur unzureichend erfolgen kann, solange dessen medientheoretische und -kulturelle Einsätze nicht durchdrungen sind.

Die Studierenden sollen im Seminar die theoriegeleitete Analyse eines medienkulturellen Phänomens in seiner Multidimensionalität erproben sowie erlernen, Analyseergebnisse an Theoriediskussionen kritisch rückzubinden. Insbesondere soll dabei das Verständnis für die Durchdringung des politischen Feldes durch die gegenwärtige Medienkultur geschärft werden. Dabei üben die Studierenden die medienübergreifende, begriffsgeleitete Generierung von medienwissenschaftlichen Fragestellungen sowie deren methodisch explorativer Bearbeitung und Präsentation ein.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Zur Reduktion der Arbeitsbelastung der Studierenden in der vorlesungsfreien Zeit sind mehrere kleine Studienleistungen während der Vorlesungszeit zu erbringen.
Dies besteht aus einer Literaturrecherche (bis 31.3.), zwei Lektürekarten (je eine bis 27.4., 1.6.), einer Präsentation sowie einem Essay (bis 30.6.).

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die Note setzt sich wie folgt zusammen:
- Literaturrecherche 20%
- je Lektürekarte 12,5% (insgesamt 25%)
- Präsentation 25%
- Essay 30%

Prüfungsstoff

Die im Seminar behandelten Themen und Gegenstände, nach Absprache mit dem Dozenten sind auch darüberhinaus, insbesondere für den Essay, selbstgewählte Themen und Fragestellungen, die im Zusammenhang mit dem Thema der Übung stehen, möglich und erwünscht!

Literatur

Viele zeitgenössische, etliche eher essayistischer Natur, sehr viele englischsprachige Texte u.a. von Georg Seeßlen, Angela Nagle, Corey Robin, Josephine Armistead, Arlie Russell Hochschild, Misha Kavka, Richard Grusin, Roland Barthes. Über die Pflichtlektüren hinaus wird zusätzliche Literatur online bereitsgestellt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:42