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170224 VO "Dies ist kein Spiel." (2008S)

Spieltheorien im Kontext zeitgenössischer Ästhetik und Kunst

[alt: § 2(1)1, § 3(1)1]
Vorbesprechung: 6.3.2008 17-21 Uhr im Hörsaal D, Campus; Blöcke: 5., 12. und 19. Juni jeweils von 16-20 Uhr im Tanzquartier Wien/Studios.
Zusammenfassung: 26.6.2008 16-20 Uhr im Tanzquartier Wien/Studios

Details

Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine

Zur Zeit sind keine Termine bekannt.

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ringvorlesung zu zeitgenössischen Theorien des Spiels in Ästhetik und Kunstkontexten. Kunst "spielt" nur, wenn sie klar macht, dass gespielt wird. Nur dann ist ihr Spiel ernst zu nehmen. Als würde sie grundsätzlich sagen: "Die Handlungen, in die wir jetzt verwickelt sind, bezeichnen nicht, was jene Handlungen, für die sie stehen, bezeichnen würden." (Gregory Bateson) Wie Magrittes spielerischer Schriftzug "Ceci n'est pas une pipe," ("Dies ist keine Pfeife") der bezeichnet, was er nicht bezeichnet.
Dass sich so viele Künstler mit Spiel, Regeln, Spielformen beschäftigen, bedeutet eine prinzipielle Hinwendung der Künste zur Kunst der Unterbrechung. So insistiert künstlerische Radikalität auf der brechenden, statt der berechnenden Praktik des Ludischen.
Die Ringvorlesung ist eine Kooperation des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft mit dem Tanzquartier Wien und der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaften der Universität Wien. Die Ringvorlesung ist - neben einer Performancereihe - Teil der Factory Season `08 vom Tanzquartier Wien. Lehrveranstaltungsleiter: Univ.Doz.Dr. Arno Böhler.
Vorbesprechung: 06.03. 17.00-21.00 Uhr HS D im Campus (Krassimira Kruschkova, Arno Böhler).
Block 1. 05.06. 16-20.00h (Tanzquartier Wien / Studios).
Block 2. 12.06. 16-20.00h (Tanzquartier Wien / Studios).
Block 3. 19.06. 16-20.00h (Tanzquartier Wien / Studios).
Zusammenfassung (inklusive Evaluation): 26.06. 19:15-21:45h; Ort: Hörsaal D, Campus; Laufende Infos zur Ringvorlesung unter: http://homepage.univie.ac.at/arno.boehler/php/?page_id=69

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

_ Analyse und Lektüre zeitgenössischer Texte zur Spieltheorie.
_ Interdisziplinäre Auseinandersetzung mit dem Thema Spiel.
_ Erarbeitung eines veränderten Spielkonzepts aufgrund eines neuen, performativen Kunstverständnisses.
_ Gesellschaftskritische Hinterfragung der aktuellen Euphorie des Ludischen in Event- und Spektakelkulturen.

Prüfungsstoff

Interdisziplinäre Ringvorlesung, in der das Thema "Spiel" in 13 Vorträgen von theater-, film-, medien-, sprach-, kunstwissenschaftlicher und philosophischer Perspektive her behandelt wird.
Vorträge mit anschließender Diskussion. Die Ringvorlesung beginnt mit einer ausführlichen Vorsprechung des Themas und endet mit einer abschließenden Zusammenfassung der Vorträge. Dabei sollen die Teilnehmer/Innen auch auf die schriftliche Prüfungsmöglichkeit vorbereitet werden.
Abschluss: Schriftliche Prüfungsmöglichkeit. 1. Termin am 30. Juni, 17.00-21.00 Uhr HS D im Campus. Für die schriftliche Prüfung werden die Vorträge der Ringvorlesung im Handapparat gesammelt. Diese bilden die Grundlage für die schriftliche Prüfung. Weitere schriftliche Prüfungsmöglichkeiten im Herbst 2008 werden am Ende der Ringvorlesung bekannt gegeben.

Literatur

_ Gregory Bateson, "Eine Theorie des Spiels und der Phantasie", in: ders., Ökologie des Geistes, Frankfurt a. M. 1981, 241-261.
_ Johannes Bilstein, Matthias Winzen, Christoph Wulf (Hg.) Anthropologie und Pädagogik des Spiels, Weinheim 2005.
_ Jacques Derrida, "Die Struktur, das Zeichen und das Spiel im Diskurs der Wissenschaft vom Menschen", in: Derrida, Jacques: Die Schrift und die Differenz, Frankfurt a. M. 1976, 422-442. Wiederabgedruckt in: Peter Engelmann (Hg.), Postmoderne und Dekonstruktion. Texte französischer Philosophen der Gegenwart, Stuttgart 1990, 114-139.
_ Vilém Flusser: "Gesellschaftsspiele", in: Georg Hartwagner, Stefan Iglhaut, Florian Rötzer (Hg.): Künstliche Spiele, München 1993.
_ Gunter Gebauer und Gerd Hortleder (Hg.), Sport - Eros - Tod, Frankfurt a. M. 1986.
_ Hans Ulrich Gumbrecht, Lob des Spiels, Frankfurt a. M. 2005.
_ Johan Huizinga: Homo ludens. Vom Ursprung der Kultur im Spiel, Hamburg 1965.
_ John von Neumann, Oscar Morgenstern (Ed.), Theory of Games and Economic Behavior, (University Press Princeton) Princeton 2004.
_ Hans Ulrich Reck, "Vom regulären Spiel der Einbildungskräfte zur Suggestivität des offenen Kunstwerks - Aspekte zu einer Kunstgeschichte des Improvisierens", in: Walter Fähndrich (Hg.): Improvisation V, Winterthur 2003.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

II.4.

Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:52