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170310 VO Vorlesung zu Filmgeschichte (2017W)

Die Politik der Filmästhetik

Plagiate: Prüfungsleistungen und Prüfungszugänge, die durch das Verwenden unerlaubter Hilfsmittel oder durch absichtsvolles Plagiieren erlangt werden, werden laut Satzung der Universität Wien (§13, §74) nicht beurteilt, sondern im Sammelzeugnis untilgbar mit (X) bewertet. Dies ist auch nach bereits erfolgter Benotung rückwirkend möglich, wenn sich der Tatbestand des Plagiats erst im Nachhinein erweisen sollte. Als Plagiat gilt die absichtsvolle und undeklarierte Übernahme von fremdem geistigen Eigentum ohne Angabe der Quelle; der Begriff des Plagiats umfasst dabei wörtliche Zitate ebenso wie übersetzte Übernahmen und Paraphrasen.

Weitere Infos zu Studium finden Sie unter https://spl-tfm.univie.ac.at/

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Details

Sprache: Deutsch

Prüfungstermine

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 10.10. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3 2A211 2.OG UZA II Geo-Zentrum
Dienstag 17.10. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3 2A211 2.OG UZA II Geo-Zentrum
Dienstag 24.10. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3 2A211 2.OG UZA II Geo-Zentrum
Dienstag 31.10. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3 2A211 2.OG UZA II Geo-Zentrum
Dienstag 07.11. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3 2A211 2.OG UZA II Geo-Zentrum
Dienstag 14.11. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3 2A211 2.OG UZA II Geo-Zentrum
Dienstag 21.11. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3 2A211 2.OG UZA II Geo-Zentrum
Dienstag 28.11. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3 2A211 2.OG UZA II Geo-Zentrum
Dienstag 05.12. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3 2A211 2.OG UZA II Geo-Zentrum
Dienstag 12.12. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3 2A211 2.OG UZA II Geo-Zentrum
Dienstag 09.01. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3 2A211 2.OG UZA II Geo-Zentrum
Dienstag 16.01. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3 2A211 2.OG UZA II Geo-Zentrum

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

INHALT
Die Vorlesung will am Beispiel des deutschsprachigen Nachkriegskinos (Deutschland, Österreich, Schweiz) vor allem der zweiten Hälfte der 1940er Jahre und der frühen 1950er Jahre die aktuelle Frage stellen, inwieweit die Filme selbst Teil einer Demokratisierung sind, die im Falle Deutschlands und Österreichs den schwierigen Ausgang aus und die Auseinadersetzung mit der faschistischen Vergangenheit bedeuteten.
In der Geschichtswissenschaft sind in den letzten Jahren Versuche zu beobachten, bekannte und noch unbekannte Quellen der Nachkriegszeit neu oder erstmals zu lesen und dabei immer stärker die Komplexität und damit oft Uneindeutigkeit der historischen Situation und ihrer Beurteilungsmöglichkeit zu konstatieren. Dies betrifft insbesondere ‚unsichere‘ oder ‚weiche‘ Quellen wie Filme. Welche Rolle spielt das Kino in diesem Zusammenhang? Wie verhält es sich mit der Geschichtsschreibung des deutschsprachigen Nachkriegskinos? Lässt sie sich auf die Ergebnisse der historischen Forschung zum Thema beziehen? In der deutschsprachigen Auseinandersetzung gilt das Kino der Nachkriegszeit als mehr oder weniger gescheitert. In der angelsächsischen Literatur sieht es etwas differenzierter aus. Hier wie da bezieht sich die Analyse entweder auf die Spielfilme, d.h. die sog. Trümmerfilme oder auf die Dokumentarfilme (re-education und re-orientation-Filme der Alliierten, Wochenschauen).
Die Vorlesung will unter Einbeziehung des ganzen Spektrums der Filmproduktion, von den Genrefilmen über die sog. Zeit- oder Trümmerfilme bis hin zu den verschiedenen Formen an Dokumentarfilmen fragen, inwieweit sich in dieser unmittelbaren Nachkriegszeit zwischen 1945 und dem Anfang der 1950er Jahre schon Formen einer demokratischen Auseinandersetzung in den ästhetischen Figurationen der einzelnen Filme und der Filme untereinander ausbilden. Dazu will die Vorlesung vergleichend das NS-Kinos wie auch das Genrekino der 1950er Jahre betrachten und ebenso vergleichende Exkurse in die Nachkriegskulturen anderer europäischer Staaten machen.
Zu jeder Vorlesungseinheit werden konkrete Filme besprochen, die Sie vorab zur Verfügung gestellt bekommen.

LERNZIELE
Die Vorlesung will zum einen eine Einsicht in die Entwicklungen des deutschsprachigen Kinos aller Gattungen nach 1945 geben und ihren Einfluss auf die (demokratische) Entwicklung der Staaten ausloten. Sie will zudem ein theoretisches Verständnis dafür schaffen, was es bedeutet, den Film selbst als einen Bildner von Geschichte und damit als Motor einer Politik des Ästhetischen zu begreifen.

METHODEN
Die Vorlesung verschränkt Filmanalyse und theoretische/begriffliche Arbeit. Sie fragt nach dem „Denken in bewegten Bildern“ (Deleuze).

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

ARBEITSLEISTUNG
Zur Arbeitsleistung gehört die Sichtung von das Seminar begleitenden Filmen. Die Filme werden zur Verfügung gestellt.

PRÜFUNGSLEISTUNG
Die Vorlesung wird mit einer 90 minütigen Klausur abgeschlossen, die in der letzten Sitzung der Vorlesung stattfindet.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

MINDESTANFORDERUNGEN
Die Klausur wird nach einem Punktesystem bewertet, das zu Beginn der Vorlesung vorgestellt wird. Um die Vorlesung erfolgreich zu bestehen, müssen mindestens 51 % der Punkte erreicht werden.

Prüfungsstoff

PRÜFUNGSSTOFF
a.) Inhalte der Folien der Vorlesung, die auf moodle zur Verfügung stehen
b.) Inhalte einiger Texte, die in der Vorlesung behandelt werden
c.) Inhalte der Filmanalysen, die in der Vorlesung vorgestellt werden.

Literatur

Bibliographische Angaben und Literatur werden über Moodle zur Verfügung gestellt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Di 17.12.2019 16:55