170310 VO Vorlesung zu Filmgeschichte (2021S)
Transkulturelle Filmwissenschaft
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Details
Sprache: Deutsch
Prüfungstermine
Lehrende
Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert
- Montag 08.03. 11:30 - 13:00 Digital
- Montag 15.03. 11:30 - 13:00 Digital
- Montag 22.03. 11:30 - 13:00 Digital
- Montag 12.04. 11:30 - 13:00 Digital
- Montag 19.04. 11:30 - 13:00 Digital
- Montag 26.04. 11:30 - 13:00 Digital
- Montag 03.05. 11:30 - 13:00 Digital
- Montag 10.05. 11:30 - 13:00 Digital
- Montag 17.05. 11:30 - 13:00 Digital
- Montag 31.05. 11:30 - 13:00 Digital
- Montag 07.06. 11:30 - 13:00 Digital
- Montag 14.06. 11:30 - 13:00 Digital
- Montag 21.06. 11:30 - 13:00 Digital
Information
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
schriftliche Prüfung 100%,
positiv ab 51% der möglichen Punkte
positiv ab 51% der möglichen Punkte
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
Prüfungsstoff
Inhalt der VO plus Begleittexte und die Kenntnis der Filme, die in der VO bekannt gegeben werden
Literatur
(Grundlage)Ella Shohat / Robert Stam: Unthinking Eurocentrism. Multiculturalism and the Media, London/New York: Routledge 2014.
Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis
Letzte Änderung: Fr 12.05.2023 00:18
Filme machen nicht nur virtuelles Reisen möglich. Sie reisen selbst, zirkulieren, inkludieren und exkludieren, benötigen Infrastrukturen. Hierbei wurde Filmtechnologie immer wieder als koloniale ›epistemische Gewalt‹ (Spivak) erfahren oder aber als Mittel des Empowerments anverwandelt und als dekoloniale Maschine der Umschriftung von Gedächtnis eingesetzt. Filmgeschichte aufgesplittert in transkulturelle Filmgeschichten hat keine kontinuierliche, sondern eine verzweigte Geschichte, voller Bruchkanten und Interferenzen, Übersetzungen und Widerstände, Synchronisierungen und Ungleichzeitigkeiten. Sie ist ein Netzwerk aus Ästhetiken, Techniken und Praktiken, aus Interessen und Gewalten, Grenzen und Möglichkeiten.
Die Vorlesung bietet Gelegenheit, Filmgeschichte von pluralisierten Anfängen, zentrumslosen Rändern, Kontaktzonen und Verflechtungsgeschichten her neu aufzurollen. ›Transkulturalität‹ eröffnet hierbei einen Rahmen, der nicht auf eine Kultur beschränkt werden kann: »A work is not the property of any single culture, but mediates in at least two directions« (Laura Marks), wobei dieser Raum des Austauschs niemals frei von Machtstrukturen ist. Auch diese Vorlesung kann nicht anders, als Akzente zu setzen. Es wird einerseits um ein möglichst breites Spektrum an Aspekten interkultureller Produktions-, Distributions- und Rezeptionsstrukturen gehen. Gleichzeitig wird die Vorlesung im letzten Drittel die Möglichkeit eines westöstlichen Blickwechsels (Belting) anbieten und die Geschichte des Kinematographen im Iran in den Blick nehmen, als Geschichte einer aus dem Westen importierten Technologie, die es neu zu kodieren galt.