Universität Wien
Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

170311 VO Vorlesung zu Mediengeschichte (2026S)

Uncomputable. Geschichte der Ubiquität digitaler Medien und ihrer Kritik

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

Sprache: Deutsch

Prüfungstermine

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Erste zwei Prüfungstermine: 1.7. 9:45 - 11:15 und 23.9. 9:45 - 11:15 im Hörsaal 3.

  • Mittwoch 11.03. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3 2A211 2.OG UZA II Geo-Zentrum
  • Mittwoch 18.03. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3 2A211 2.OG UZA II Geo-Zentrum
  • Mittwoch 25.03. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3 2A211 2.OG UZA II Geo-Zentrum
  • Mittwoch 15.04. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3 2A211 2.OG UZA II Geo-Zentrum
  • Mittwoch 22.04. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3 2A211 2.OG UZA II Geo-Zentrum
  • Mittwoch 29.04. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3 2A211 2.OG UZA II Geo-Zentrum
  • Mittwoch 06.05. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3 2A211 2.OG UZA II Geo-Zentrum
  • Mittwoch 13.05. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3 2A211 2.OG UZA II Geo-Zentrum
  • Mittwoch 20.05. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3 2A211 2.OG UZA II Geo-Zentrum
  • Mittwoch 27.05. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3 2A211 2.OG UZA II Geo-Zentrum
  • Mittwoch 03.06. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3 2A211 2.OG UZA II Geo-Zentrum
  • Mittwoch 10.06. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3 2A211 2.OG UZA II Geo-Zentrum
  • Mittwoch 17.06. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3 2A211 2.OG UZA II Geo-Zentrum
  • Mittwoch 24.06. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3 2A211 2.OG UZA II Geo-Zentrum

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Historische Meilensteine der Entwicklung digitaler Technologien werden in Bezug auf ihre zeitgenössische Reflexion diskutiert. Dabei werden grundlegende medien-, kunst- und techniktheoretische Texte sowie künstlerische Arbeiten in ihrem historischen Kontext behandelt.
Die Vorlesung widmet sich in jeder Sitzung bis zu drei Quellentexten (die auf der Lernplattform zur Verfügung gestellt werden) und deren Interpretation. Ergänzend werden Beispiele aus zeitgenössischer Populärkultur, Kunst, Design und Literatur herangezogen, um die Reflexion der Ubiquität digitaler Technologien sowie kritische Standpunkte in ästhetischer Form zu beleuchten.
Jede Sitzung beginnt mit einem kurzen Warm-up, in dem Erkenntnisse aus einem Selbstexperiment zur Durchdringung des Alltags durch digitale Technologien und Sphären oder Aspekte des Nicht-Komputierbaren.

Ziele:
Die Studierenden können grundlegende Theorien und Topoi der digitalen Kultur im Kontext der historischen Entwicklung digitaler Technologien benennen und einordnen. Sie verstehen zentrale Vorstellungen und theoretische Positionen, die die scheinbare Allgegenwart und Allmacht digitaler Medien begründen, sowie deren theoretische und ästhetische Kritik.
Sie können Zusammenhänge zwischen theoretischen und technologischen Entwicklungen analysieren und diese im Kontext historischer medien-, techniktheoretischer und ästhetischer Diskurse reflektieren.
Sie erwerben die Fähigkeit zur selbstständigen, kritischen Reflexion digitaler Medien auf der Grundlage zentraler aktueller und historischer kritischer Theorien sowie affirmativer programmatischer Schriften.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Abschlussklausur
________________________
Hinweis der Studienprogrammleitung: Wir möchten faire Bedingungen für alle Studierenden sicherstellen. Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin in Moodle) zur Anwendung kommen. Die Verwendung von KI-Tools (z. B. ChatGPT) für die Produktion von Texten ist nur dann gestattet, wenn dies ausdrücklich eingefordert wird. Alle Informationen zu Ihren Rechten und Pflichten finden Sie in der Satzung, https://satzung.univie.ac.at/studienrecht/.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Der Bewertungsmaßstab der Klausur richtet sich nach der Themenkenntnis (Inhalte der Vorlesung) und der Transfer- und Reflexionsleistung (argumentative Anwendung der kennengelernten Inhalte). Von zwei Fragen muss eine beantwortet werden.
_________________________________________
Hinweis der Studienprogrammleitung: Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen in der Theater-, Film- und Medienwissenschaft sind in der Regel Präsenzveranstaltungen, in denen die aktive Mitarbeit oder die Zusammenarbeit der Studierenden zur Erreichung der Lehr- und Lernziele erforderlich ist und in denen Teilleistungen erbracht werden müssen. Daher gilt eine generelle Anwesenheitspflicht, mit bis zu 3 Fehleinheiten (6 SWS) im wöchentlichen Format bzw. mit bis zu max. 20% Prozent der Gesamtzeit in Blockformaten. Für Fehlstunden können Lehrende eine Ersatzleistung einfordern; weitere Fehlstunden können, gegen eine Kompensationsleistung, angefragt werden, ihre Bewilligung liegt aber im Ermessen der jeweiligen Lehrperson in Hinblick auf die Kursziele und deren didaktische Vermittlung. Die Gleichbehandlung der Studierenden ist zu gewährleisten.
In Übereinstimmung mit §10, Abs. 1 des studienrechtlichen Teils der Satzung sind diese Anwesenheitsregelungen auf u:space jedem Kurs hinzugefügt. Sie können jedoch ersetzt werden durch individuelle Regelungen seitens der jeweiligen Lehrperson, in Hinblick auf die Kursziele und deren didaktische Vermittlung. Diese Regelungen müssen in Ersatz dieser Notiz auf u:space eingetragen werden und gelten verbindlich für den jeweiligen Kurs.

Prüfungsstoff

Die Fragen der Abschlussklausur basieren auf den Inhalten der Vorlesung, die durch die Lektüre der auf der Lernplattform zur Verfügung gestellten Texte vertieft wird.

Literatur

Die Literaturliste und Grundlagentexte werden vor Beginn der Vorlesung auf der Lernplattform zur Verfügung gestellt.
U.a.
• Alexander R. Galloway – Uncomputable: Play and Politics in the Long Digital Age. London: Verso, 2021.
• Dieter Mersch – Kann KI Kunst? Eine ästhetische Kritik. Köln: Walther König, 2025.
• Norbert Wiener – God & Golem, Inc.: A Comment on Certain Points Where Cybernetics Impinges on Religion. Cambridge, MA: MIT Press, 1964.
• Jasia Reichardt – Cybernetic Serendipity: The Computer and the Arts. Ausstellungskatalog. London: ICA / Studio International, 1968.
• Sybille Krämer – Der Stachel des Digitalen. Berlin: Suhrkamp, 2025.
• McKenzie Wark – A Hacker Manifesto. Cambridge, MA: Harvard University Press, 2004.
• Wendy Hui Kyong Chun – Control and Freedom: Power and Paranoia in the Age of Fiber Optics. Cambridge, MA: MIT Press, 2006.
• Mark Zuckerberg – Facebook Manifesto. Online, 2012.
• Geert Lovink – Das halbwegs Soziale. Bielefeld: transcript, 2014.
• Mark Weiser – „The Computer for the 21st Century.“ Scientific American 265(3): 94–104, 1991.
• Vernor Vinge – „The Coming Technological Singularity: How to Survive in the Post-Human Era.“ In: NASA Lewis Research Center, Vision 21: Interdisciplinary Science and Engineering in the Era of Cyberspace. Cleveland, 1993.
• Donna J. Haraway – A Cyborg Manifesto. In: Simians, Cyborgs and Women: The Reinvention of Nature. New York: Routledge, 1991.
• Francesca Ferrando – Philosophical Posthumanism. London: Bloomsbury, 2019.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Do 16.04.2026 10:46