Universität Wien FIND

Bedingt durch die COVID-19-Pandemie können kurzfristige Änderungen bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen (z.B. Absage von Vor-Ort-Lehre und Umstellung auf Online-Prüfungen) erforderlich sein. Melden Sie sich für Lehrveranstaltungen/Prüfungen über u:space an, informieren Sie sich über den aktuellen Stand auf u:find und auf der Lernplattform moodle.

Regelungen zum Lehrbetrieb vor Ort inkl. Eintrittstests finden Sie unter https://studieren.univie.ac.at/info.

Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

170500 UE Medien und Politiken des Alltags (2019S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Plagiate: Prüfungsleistungen und Prüfungszugänge, die durch das Verwenden unerlaubter Hilfsmittel oder durch absichtsvolles Plagiieren erlangt werden, werden laut Satzung der Universität Wien (§13, §74) nicht beurteilt, sondern im Sammelzeugnis untilgbar mit (X) bewertet. Anmeldung: Die selbstständige Anmeldung über u:space innerhalb der Anmeldephase zu Semesterbeginn ist für die Teilnahme an dieser Lehrveranstaltung verpflichtend. Eine nachträgliche Anmeldung ist nicht möglich. Die Anmeldezeiten entnehmen Sie bitte unserer Homepage unter https://spl-tfm.univie.ac.at/studium/

Anwesenheitspflicht in der ersten Einheit: Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung. Studierende von der Warteliste können nachrücken.

Plagiate: Prüfungsleistungen und Prüfungszugänge, die durch das Verwenden unerlaubter Hilfsmittel oder durch absichtsvolles Plagiieren erlangt werden, werden laut Satzung der Universität Wien (§13, §74) nicht beurteilt, sondern im Sammelzeugnis untilgbar mit (X) bewertet. Dies ist auch nach bereits erfolgter Benotung rückwirkend möglich, wenn sich der Tatbestand des Plagiats erst im Nachhinein erweisen sollte. Als Plagiat gilt die absichtsvolle und undeklarierte Übernahme von fremdem geistigen Eigentum ohne Angabe der Quelle; der Begriff des Plagiats umfasst dabei wörtliche Zitate ebenso wie übersetzte Übernahmen und Paraphrasen.

Weitere Infos zum Studium finden Sie unter https://spl-tfm.univie.ac.at/

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Die Lehrveranstaltung findet als Blockveranstaltung statt!
Fehlzeiten von maximal zwei thematischen Lehrveranstaltungseinheiten sind schadlos ohne Entschuldigung möglich. Bei darüber hinausgehenden Fehlzeiten kann die Lehrveranstaltung nur noch nach Vorlage eines ärztlichen Attests positiv absolviert werden.
Die Veranstaltungsinhalte (Seminarplan, Textlektüren, ...) werden im Anschluss an die Vorbereitungssitzung im April über Moodle zur Verfügung gestellt.

Freitag 12.04. 15:00 - 16:30 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Samstag 15.06. 08:00 - 14:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Sonntag 16.06. 08:00 - 14:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Samstag 22.06. 08:00 - 14:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Sonntag 23.06. 08:00 - 14:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Medien stellen nicht nur einen elementaren Bestandteil unseres Alltags dar, sondern bestimmen in besonderer Weise auch unsere Wahrnehmung desselben. Vom täglichen Aufstehen bis zum Schlafengehen (und darüber hinaus) bilden verschiedene Medien ein Netz, das um das einzelne Individuum herum entsteht und dieses allumfänglich umschließt. In diesem verortet das Subjekt seine alltäglichen Handlungen nicht nur im Verhältnis zu anderen Subjekten – Stichworte: Web 2.0, Sharing und Soziale Medien –, sondern die Medien des Alltags verorten auch das Subjekt selbst immer wieder neu, machen es quantifizierbar und damit zum Gegenstand einer besonderen Medien- und Machtpolitik. „There’s a better version of you out there. Get up and find it“ lautet z.B. der programmatische Werbeslogan für Jawbones Fitnesstracker „Up“. Dieser misst nicht nur beim eigentlichen Sport Herzfrequenz, Lauftempo, verbrannte Kalorien und zurückgelegte Kilometer. Vielmehr stellt „Up“ die Schnittstelle für eine gleichnamige App dar, die zusätzlich zum Sport den kompletten Alltag der User*in mitgestaltet und -verwaltet: Essverhalten, Schlafgewohnheiten und sogar Freundschaften sind weitere Bereiche, die durch „Up“ optimiert werden sollen – zumindest so lauten die biopolitischen Versprechen der Werbekampagne. Medien erscheinen und bestimmen unseren Alltag jedoch nicht nur von außen, sondern sie setzen sich genauso mit dem Alltag als einem Sujet dokumentarischer wie auch fiktionaler Erzählungen immer wieder auseinander. Literatur, Film und Fernsehen, aber auch Comics und Games erschaffen fortwährend neue Bilder vom Alltag, die zu einer ästhetischen Erfahrung werden. Alltag wird in ihnen reproduziert, simuliert und/oder kritisiert. Medien stellen deshalb vielfach die Möglichkeiten einer genauen Alltagsbeobachtung dar, die derart in der menschlichen Wahrnehmung von Alltag nicht möglich ist.
Das Seminar möchte sich diesen zwei Bereichen, den Medien des Alltags sowie dem Alltag in Medien, anhand einzelner Analysen widmen. Dabei soll Alltag als ein Phänomen erarbeitet werden, das nicht nur ästhetische, sondern auch politische Konsequenzen in und mit sich trägt. Über Alltag zu sprechen, heißt immer auch, diesen zum Gegenstand einer spezifischen Weltsicht und Wahrnehmung von Wirklichkeit zu machen. Gerade hierin offenbart sich das vermeintlich unpolitische Moment von Alltag als ein zutiefst politisches. Diesen Politiken des Alltags wollen wir daher ebenso nachgehen.

Studierende können nach dem erfolgreichen Abschluss des Seminars
- grundlegende Theorien und Ansätze zum Komplex von Alltag und Medien benennen und beschreiben,
- ästhetisch-formale, narrative wie auch politische Medienpraktiken in ausgewählten Formaten erkennen und beschreiben,
- Theorien und Artefakte in ihren historisch-kulturellen sowie gesellschaftlichen Kontexten verstehen,
- das erlernte Wissen in die Gestaltung und Durchführung einer Expert*innen-Sitzung im Team übersetzen und anwenden.

Das Seminar wird als Blockveranstaltung abgehalten.
Es findet eine Vorbereitungssitzung im April statt, in der die Sitzungsinhalte und Leistungsanforderungen vorgestellt und nachfolgende Aufgaben verteilt.
Bis zum Blocktermin findet eine Phase des Selbststudiums statt. Die Studierenden bereiten die Texte und Medienbeispiele wie im Seminarplan angegeben vor.
Während des Blocktermins werden die einzelnen Sitzungen vom Dozierenden und studentischen "Expert*innen-Teams" geleitet. Die Expert*innen-Teams überlegen sich unter Vorlage eines Sitzungskonzeptes Moderationsfragen, Analysebeispiele, Gruppenmethoden etc., um die Sitzungsinhalte gemeinsam mit dem Dozierenden inhaltlich sowie didaktisch aufzubereiten.
Zur Vorbereitung auf die gemeinsamen Seminardiskussionen und zur Überprüfung des eigenen Wissenstands wird an jedem Tag der Blockveranstaltung ein Textkenntnistest zu den Texten des jeweiligen Tages geschrieben. Diese Tests werden benotet.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Für die Endnote sind folgende Teilleistungen und -noten relevant:
- Textkenntnistests (4 Stück, jeweils 10%)
- Konzeptpapier + Durchführung Expert*innen-Team (60%)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die aus den einzelnen Teilleistungen errechnete Gesamtnote muss mindestens die Note "4" ("Ausreichend") ergeben, um das Seminar positiv abschließen zu können.

Prüfungsstoff

Inhalte des Seminars und eigene Fortführungen.

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:36