Universität Wien FIND

Auf Grund der COVID-19 Pandemie kann es bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen auch kurzfristig zu Änderungen kommen. Informieren Sie sich laufend in u:find und checken Sie regelmäßig Ihre E-Mails. Bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen gilt Anmeldepflicht, vor Ort gelten FFP2-Pflicht und 2,5G.

Lesen Sie bitte die Informationen auf studieren.univie.ac.at/info.

170501 UE Medien der Teilhabe. Zur Faszinationsgeschichte und Kritik der Partizipation (2017W)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Anmeldung: Die selbstständige Anmeldung über u:space innerhalb der Anmeldephase zu Semesterbeginn ist für die Teilnahme an dieser Lehrveranstaltung verpflichtend. Eine nachträgliche Anmeldung ist nicht möglich. Die Anmeldezeiten entnehmen Sie bitte unserer Homepage unter https://spl-tfm.univie.ac.at/studium/

Anwesenheitspflicht in der ersten Einheit: Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung. Studierende von der Warteliste können nachrücken.

Plagiate: Prüfungsleistungen und Prüfungszugänge, die durch das Verwenden unerlaubter Hilfsmittel oder durch absichtsvolles Plagiieren erlangt werden, werden laut Satzung der Universität Wien (§13, §74) nicht beurteilt, sondern im Sammelzeugnis untilgbar mit (X) bewertet. Dies ist auch nach bereits erfolgter Benotung rückwirkend möglich, wenn sich der Tatbestand des Plagiats erst im Nachhinein erweisen sollte. Als Plagiat gilt die absichtsvolle und undeklarierte Übernahme von fremdem geistigen Eigentum ohne Angabe der Quelle; der Begriff des Plagiats umfasst dabei wörtliche Zitate ebenso wie übersetzte Übernahmen und Paraphrasen.

Weitere Infos zum Studium finden Sie unter https://spl-tfm.univie.ac.at/

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Freitag 06.10. 15:00 - 16:30 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Freitag 10.11. 15:00 - 20:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Samstag 11.11. 09:00 - 13:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Freitag 15.12. 15:00 - 20:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Samstag 16.12. 11:30 - 16:30 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Freitag 26.01. 15:00 - 20:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Samstag 27.01. 11:30 - 16:30 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

INHALTE: Die Idee einer partizipativen Kommunikationskultur, an der alle gleichermaßen teilnehmen können, wurde der Spaltung in Sender und Empfänger, Konsumenten und Produzenten bereits in den 1930erjahren angesichts der Institutionalisierung des Rundfunks entgegengesetzt. Insbesondere ist es jedoch das Internet, dessen Entwicklung von Anfang an von der Erwartung begleitet wurde, das Versprechen umfassender Partizipation endlich einzulösen. Der Anspruch der Partizipation provoziert mit einiger Verlässlichkeit angesichts jeder medientechnischen Neuerung Erwartungen und Enttäuschungen und kann als einer der wesentlichen normativen Hintergründe für die kritische Auseinandersetzung mit Medien betrachtet werden.
Während heute die Rhetorik der Partizipation längst von den großen Internetunternehmen und von der Politik aufgegriffen worden, hat der wissenschaftliche Diskurs eine Komplexitätssteigerung erfahren. Differenzierungen zwischen Zugang, Interaktion, impliziter und expliziter Partizipation kommen hierbei ebenso zur Geltung wie Radikalisierungen oder aber Zurückweisungen des Partizipationsimperativs.

METHODE: Die Lehrveranstaltung befasst sich (im Unterschied zur Ringvorlesung „Participate!“ im SS17) vorrangig mit theoretischen Texten, die Medien auf Partizipationsmöglichkeiten hin befragen. Die Interferenzen von technischer Entwicklung und Theorie in historischer Perspektive werden dabei ebenso von Interesse sein wie das analytische Potenzial diverser Fassungen des Partizipationsbegriffs angesichts der Medieninfrastrukturen der Gegenwart.

ZIELE: Die Studierenden erwerben Kenntnisse des aktuellen Standes wissenschaftlicher Diskurse zur Partizipation. Auf Grundlage der besprochenen Konzepte und Differenzierungen erlangen sie die Befähigung, sich eigenständig und kritisch mit den Partizipationsversprechen von Medienangeboten auseinanderzusetzen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Es handelt sich um eine Lehrveranstaltung mit immanentem Prüfungscharakter. Neben der aktiven Teilnahme fließen das übernommene Referat sowie die eingereichten Lektüreprotokolle in die Beurteilung ein.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Voraussetzungen für den positiven Abschluss der Lehrveranstaltung sind regelmäßige Teilnahme, die Übernahme eines Kurzreferats (15-20 Minuten) + Diskussionsleitung zu einem der Primärtexte sowie die Einreichung eines Lektüreprotokolls im Vorfeld jedes Blocktermins, das die eigenständige Auseinandersetzung mit der Literatur dokumentiert. Eine etwaige Abwesenheit von einzelnen Blockterminen ist individuell mit dem Lehrveranstaltungsleiter abzuklären.
Die Beurteilung setzt sich folgendermaßen zusammen:
30% Referat
30% regelmäßige, aktive Mitarbeit
40% Lektüreprotokolle

Prüfungsstoff

Literatur

Denecke, Mathias et al. (Hg.) (2016): ReClaiming Participation. Technology – Mediation – Collectivity. Bielefeld: transcript.

Glauner, Max (Hg.) (2016): Get involved! Partizipation als künstlerische Strategie. (Kunstforum Bd. 240)

Pias, Claus et al. (Hg.) (2008): Kursbuch Medienkultur. Die maßgeblichen Theorien von Brecht bis Baudrillard. München: DVA.

Rancière, Jacques (2009): Der emanzipierte Zuschauer. Wien: Passagen.

Schäfer, Mirko Tobias (2001): Bastard Culture! How User Participation Transforms Cultural Production. Amsterdam: Amsterdam University Press.

Weitere Literatur wird in der Vorbesprechung bekanntgegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:36