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170503 UE Commitment + Control. Theorien immersiven Theaters (2018S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Anmeldung: Die selbstständige Anmeldung über u:space innerhalb der Anmeldephase zu Semesterbeginn ist für die Teilnahme an dieser Lehrveranstaltung verpflichtend. Eine nachträgliche Anmeldung ist nicht möglich. Die Anmeldezeiten entnehmen Sie bitte unserer Homepage unter https://spl-tfm.univie.ac.at/studium/

Anwesenheitspflicht in der ersten Einheit: Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung. Studierende von der Warteliste können nachrücken.

Plagiate: Prüfungsleistungen und Prüfungszugänge, die durch das Verwenden unerlaubter Hilfsmittel oder durch absichtsvolles Plagiieren erlangt werden, werden laut Satzung der Universität Wien (§13, §74) nicht beurteilt, sondern im Sammelzeugnis untilgbar mit (X) bewertet. Dies ist auch nach bereits erfolgter Benotung rückwirkend möglich, wenn sich der Tatbestand des Plagiats erst im Nachhinein erweisen sollte. Als Plagiat gilt die absichtsvolle und undeklarierte Übernahme von fremdem geistigen Eigentum ohne Angabe der Quelle; der Begriff des Plagiats umfasst dabei wörtliche Zitate ebenso wie übersetzte Übernahmen und Paraphrasen.

Weitere Infos zum Studium finden Sie unter https://spl-tfm.univie.ac.at/

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 06.03. 16:45 - 18:15 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Dienstag 13.03. 16:45 - 18:15 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Dienstag 20.03. 16:45 - 18:15 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Dienstag 10.04. 16:45 - 18:15 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Dienstag 17.04. 16:45 - 18:15 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Dienstag 24.04. 16:45 - 18:15 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Dienstag 08.05. 16:45 - 18:15 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Dienstag 15.05. 16:45 - 18:15 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Dienstag 29.05. 16:45 - 18:15 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Dienstag 05.06. 16:45 - 18:15 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Dienstag 12.06. 16:45 - 18:15 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Dienstag 19.06. 16:45 - 18:15 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Dienstag 26.06. 16:45 - 18:15 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Mit dem Immersionsbegriff wurde anfänglich vorwiegend das Eintauchen in Virtual-Reality-Umgebungen bezeichnet. Im Kontrast zu dieser Auffassung sind heute eine Vielzahl immersiver Technologien und Praktiken zudem kennzeichnend für das experimentelle Theater der Gegenwart. Die Lehrveranstaltung nimmt insbesondere Dramaturgien des Sich-Einlassens, des In-Flow-Kommens, aber auch der Rahmung und Entgrenzung in den Blick, die gegenwärtig bei künstlerischen Produktions- und Rezeptionsweisen zum Tragen kommen. Auf der Basis medientechnischer Entwicklungen in Theater, Performance sowie Video- und Computer-Art seit dem Ende den 1990er Jahren konnten sich verstärkt Theaterformate etablieren, die eine aktive Teilnahme und Teilhabe des Publikums erfordern - und somit die Zuschauer*innen als Akteur*innen entwickeln . Zu denken ist hier etwa an die partizipativen Umgebungen der Gruppe Signa, die interaktiven Game-Formate des Kollektivs machina eX, Chris Salters haptische Versuche zu wearable technology, die fluiden Choreographien Tino Sehgals oder auch die bildkritische Videopoetik Harun Farockis u. dgl. mehr. In der Lehrveranstaltung wird ein Überblick über immersive Inszenierungen sowie die betreffenden Theorien seit den 1990er Jahren vermittelt: Rasch soll sich dabei erweisen, dass Begriffe und Praktiken der "Immersion" nicht aus ihren jeweiligen kulturllen Umfeldern herausgelöst betrachtet werden können.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

s werden aktive Mitarbeit und regelmäßige Anwesenheit vorausgesetzt. Darüber hinaus ist der Besuch und die Protokollierung mindestens einer Aufführung immersiven Theaters gefordert. Am Ende der Veranstaltung soll ein ca. zehn Normseiten umfassendes Portfolio mit theoretischen Skizzen, Aufführungsnotaten und -analysen vorgelegt werden.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

In Ergänzung zu gängigen (vor allem medien- und spieltheoretischen) Modellen des Immersiven fragt die Lehrveranstaltung anhand konkreter Praxisübungen nach den Affekt- und Wahrnehmungsökonomien jener intensiven technologischen Erfahrungen, die heute gleichsam mit dem Terminus „Immersion“ angesprochen werden. Wahrnehmungstheorien und Praxeologien der Immersion sollen durch den Besuch und die Protokollierung von Aufführungen schriftlich und diskursiv reflektiert werden.

Prüfungsstoff

Erstellung eines eigenen theoretischen Modells in Bezug auf konkrete Aufführungen des immersiven Theates wie diskursive Beteiligung und Präsentation in der Lehrveranstaltung.

Literatur

* Balides, Constance, Immersion in the Virtual Ornament: Contemporary ›Movie-Ride‹ Films, in: David Thorburn und Henry Jenkins (Hg.), Rethinking Media Change. The Aesthetics of Transition. Cambridge, MA und London: MIT Press 2004, S. 315-336.
* Burrows, Roger, Cyberspace/Cyberbodies/Cyberpunk: Cultures of Technological Embodiment by Mike Featherstone, in: Science Fiction Studies, Vol. 24, No. 2 (Jul., 1997), S. 344-349.
* Ryan, Marie-Laure, Immersion vs. Interactivity: Virtual Reality and Literary Theory, in: SubStance, Vol. 28, No. 2, Issue 89: Special Section: Marcel Bénabou (1999), S. 110-137.
* Grau, Oliver, Into the Belly of the Image: Historical Aspects of Virtual Reality, in: Leonardo, Vol 32., No. 5, Seventh New York Digital Salon (1999), S. 365-371.
* McKenzie, Jon, Virtual Reality: Performance, Immersion, and the Thaw, in: TDR (1988-), Vol. 38, No. 4 (Winter, 1994), S. 83-106.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:42