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170511 UE Analog/Digital: Zur Theoriegeschichte einer Unterscheidung (2018S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Anmeldung: Die selbstständige Anmeldung über u:space innerhalb der Anmeldephase zu Semesterbeginn ist für die Teilnahme an dieser Lehrveranstaltung verpflichtend. Eine nachträgliche Anmeldung ist nicht möglich. Die Anmeldezeiten entnehmen Sie bitte unserer Homepage unter https://spl-tfm.univie.ac.at/studium/

Anwesenheitspflicht in der ersten Einheit: Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung. Studierende von der Warteliste können nachrücken.

Plagiate: Prüfungsleistungen und Prüfungszugänge, die durch das Verwenden unerlaubter Hilfsmittel oder durch absichtsvolles Plagiieren erlangt werden, werden laut Satzung der Universität Wien (§13, §74) nicht beurteilt, sondern im Sammelzeugnis untilgbar mit (X) bewertet. Dies ist auch nach bereits erfolgter Benotung rückwirkend möglich, wenn sich der Tatbestand des Plagiats erst im Nachhinein erweisen sollte. Als Plagiat gilt die absichtsvolle und undeklarierte Übernahme von fremdem geistigen Eigentum ohne Angabe der Quelle; der Begriff des Plagiats umfasst dabei wörtliche Zitate ebenso wie übersetzte Übernahmen und Paraphrasen.

Weitere Infos zum Studium finden Sie unter https://spl-tfm.univie.ac.at/

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Samstag 03.03. 13:15 - 14:45 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Samstag 28.04. 13:15 - 18:15 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Sonntag 29.04. 13:15 - 18:15 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Freitag 01.06. 13:15 - 18:15 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Samstag 02.06. 13:15 - 18:15 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Freitag 29.06. 13:15 - 18:15 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Samstag 30.06. 09:00 - 14:45 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Inhalt: Apps, wearables, vernetzte Autos, Internet der Dinge: Digitale Technologie dringt in immer mehr Bereiche unseres Lebens vor. Entsprechend hat sich seit der Jahrtausendwende auch in den Kultur- und Geisteswissenschaften ein „computational turn“ formiert, der sich mit diesen Entwicklungen auseinandersetzt. Mittlerweile ist angesichts der zunehmenden digitalen Überlagerung und Durchdringung des physischen Raumes bereits vermehrt von „Postdigitalität“ die Rede. Das faktische Verschmelzen des Analogen mit dem Digitalen bedeutet aber nicht, das diese beiden Kategorien überhaupt ihren Sinn und ihre analytische Funktion verloren hätten. Vielmehr hat ein Verständnis gegenwärtiger Transformationen eine Deutung der analog-digitalen Differenz bereits zur Voraussetzung. Wir beschäftigen uns mit verschiedenen Theorien, die das Digitale zum Analogen in Beziehung setzen, untersuchen die Zuschreibungen, die dabei jeweils getroffen werden sowie die Konsequenzen, die sich daraus für ein Denken der Digitalisierung ergeben. Zentrale Themen sind u.a. der gewandelte Status von Materialität, die gesellschaftlichen Implikationen der selbsttätigen Operativität von Computersystemen sowie die These einer (universellen?) Simulierbarkeit analoger Medien im Digitalen.

Methoden: Die Lehrveranstaltung befasst sich mit unterschiedlichen Ansätzen, die ein Verständnis für das Spezifische digitaler Medien zu entwickeln versuchen. Die Interferenzen von technischer Entwicklung und Theorie in historischer Perspektive (was wird jeweils als neuartig und beachtenswert wahrgenommen?) werden dabei ebenso von Interesse sein wie das analytische Potenzial diverser Fassungen der analog-digitalen Differenz angesichts aktueller medientechnischer Entwicklungen.

Ziele: Die Studierenden erwerben Kenntnisse der Geschichte und des gegenwärtigen Standes theoretischer Diskurse zur analog-digitalen Differenz. Auf Grundlage der besprochenen Ansätze erlangen sie die Befähigung, sich eigenständig und kritisch mit der Digitalisierung sowie den Hoffnungen und Befürchtungen, die diese begleiten, auseinanderzusetzen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Es handelt sich um eine Lehrveranstaltung mit immanentem Prüfungscharakter. Neben der aktiven Teilnahme fließen das übernommene Referat sowie die eingereichten Lektüreprotokolle in die Beurteilung ein.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Voraussetzungen für den positiven Abschluss der Lehrveranstaltung sind regelmäßige Teilnahme, die Übernahme eines Kurzreferats (15-20 Minuten) zu einem der Primärtexte sowie die Einreichung eines Lektüreprotokolls im Vorfeld jedes Blocktermins, das die eigenständige Auseinandersetzung mit der Literatur dokumentiert. Eine etwaige Abwesenheit von einzelnen Blockterminen ist individuell mit dem Lehrveranstaltungsleiter abzuklären.
Die Beurteilung setzt sich folgendermaßen zusammen:
30% Referat
30% regelmäßige, aktive Mitarbeit
40% Lektüreprotokolle

Prüfungsstoff

Literatur

Böhnke, Alexander/Schröter, Jens (Hg.): Analog/Digital – Opposition oder Kontinuum? Zur Theorie und Geschichte einer Unterscheidung. Bielefeld 2004: Transcript.
von Amelunxen, Hubertus/Warnke, Markus: HyperKult: Geschichte, Theorie und Kontext digitaler Medien. Basel 1997: Stroemfeld.
Warnke, Martin/Coy, Wolfgang/Tholen, Georg Christoph (Hg): HyperKult II: Zur Ortsbestimmung analoger und digitaler Medien. Bielefeld 2005: Transcript.
Reichert, Ramón (Hg.): Big Data. Analysen zum digitalen Wandel von Wissen, Macht und Ökonomie. Bielefeld 2014: Transcript.
Weitere Literatur wird in der Vorbesprechung bekanntgegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:42