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170515 UE Energien in den Künsten (2018W)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Da für diese Übung 5 ECTS erworben werden können, setzt sie sich aus 14 Sitzungen sowie 2 Exkursionen durch die Wien Energie-Erlebniswelt und Müllverbrennungsanlage Spittelau zusammen. Die Exkursionen finden am Freitag, den 30. November zwischen 10 und 15h statt und sind integraler Bestandteil der Übung.

10:00-12:00 Exkursion 1 - Wien Energie-Erlebniswelt
13:00-15:00 Exkursion 2 - Müllverbrennungsanlage Spittelau
15:30-18:15 Rotunde

Anmeldung: Die selbstständige Anmeldung über u:space innerhalb der Anmeldephase zu Semesterbeginn ist für die Teilnahme an dieser Lehrveranstaltung verpflichtend. Eine nachträgliche Anmeldung ist nicht möglich. Die Anmeldezeiten entnehmen Sie bitte unserer Homepage unter https://spl-tfm.univie.ac.at/studium/

Anwesenheitspflicht in der ersten Einheit: Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung. Studierende von der Warteliste können nachrücken.

Plagiate: Prüfungsleistungen und Prüfungszugänge, die durch das Verwenden unerlaubter Hilfsmittel oder durch absichtsvolles Plagiieren erlangt werden, werden laut Satzung der Universität Wien (§13, §74) nicht beurteilt, sondern im Sammelzeugnis untilgbar mit (X) bewertet. Dies ist auch nach bereits erfolgter Benotung rückwirkend möglich, wenn sich der Tatbestand des Plagiats erst im Nachhinein erweisen sollte. Als Plagiat gilt die absichtsvolle und undeklarierte Übernahme von fremdem geistigen Eigentum ohne Angabe der Quelle; der Begriff des Plagiats umfasst dabei wörtliche Zitate ebenso wie übersetzte Übernahmen und Paraphrasen.

Weitere Infos zum Studium finden Sie unter https://spl-tfm.univie.ac.at/

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Da für diese Übung 5 ECTS erworben werden können, setzt sie sich aus 14 Sitzungen sowie 2 Exkursionen durch die Wien Energie-Erlebniswelt und Müllverbrennungsanlage Spittelau zusammen. Die Exkursionen finden am Freitag, den 30. November zwischen 10 und 15h statt und sind integraler Bestandteil der Übung.

10:00-12:00 Exkursion 1 - Wien Energie-Erlebniswelt
13:00-15:00 Exkursion 2 - Müllverbrennungsanlage Spittelau
15:30-18:15 Rotunde

Samstag 13.10. 13:15 - 16:30 Seminarraum 4 2H558 UZA II Rotunde
Freitag 30.11. 15:00 - 18:15 Seminarraum 4 2H558 UZA II Rotunde
Samstag 01.12. 09:00 - 14:30 Seminarraum 4 2H558 UZA II Rotunde
Sonntag 02.12. 09:00 - 14:30 Seminarraum 4 2H558 UZA II Rotunde
Samstag 15.12. 16:45 - 20:00 Seminarraum 4 2H558 UZA II Rotunde
Sonntag 16.12. 14:15 - 17:15 Seminarraum 4 2H558 UZA II Rotunde

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ziele:
Die dem Seminar übergeordnete Forschungsfrage lautet: Inwieweit ist die theoretische und künstlerische Beschäftigung mit Energie(n) zukunftsweisend? Entsprechend ist die Übung als Forschungsseminar konzipiert, d.h. die Studierenden werden sich gemeinsam mit der Dozentin das relativ junge Forschungsfeld der Energy Studies erschließen und dieses hinsichtlich möglicher Forschungsperspektiven & -projekte erkunden, die sie im Plenum diskutieren.

Inhalte:
Seit den historischen Avantgarden zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren elektronische Medien und ihr energetisches Potential immer wieder Gegenstand künstlerischer Forschung: Ob die Massen-Theaterspektakel der russischen Avantgarde zur Revolutionszeit oder deren Kino-Experimente, die Radiokunst der italienischen Futuristen, John Cages "Imaginary Landscapes", William S. Burroughs’ Cut-Up-Experimente oder die E-Gitarrenexzesse von Jimi Hendrix und die Energies Art des australischen Künstler-Duos David Haines & Joyce Hinterding – sie alle sind Beispiele für gezielte Experimente mit Energie(n) in den Künsten. Allerdings erst im Zuge der Diskussion um die (drohende) Klimakatastrophe im sog. Anthropozän – oder gar „Mediozän“ – haben die Energien von Geistes- und Kulturwissenschaftlern gezielte und vor allem kritische Aufmerksamkeit erfahren.
So veröffentlichte z.B. der Philosoph Michael Marder 2017 sein Buch "Energy Dreams of Actuality", in dem er die Geschichte des Energie-Begriffs von Aristoteles bis zum Energy Drink untersucht, und 2019 wird die Anthologie "Energies in the Arts" erscheinen, herausgegeben von dem Kunst- und Wissenschaftshistoriker Douglas Kahn.

Methode:
Die architektonischen Experimente von Friedensreich Hundertwasser können in einem erweiterten Sinne ebenfalls als Forschung zum Energiekreislauf des Planeten Erde angesehen werden. Integraler Bestandteil des Seminars ist deswegen eine gemeinsame Exkursion in die von Hundertwasser neugestaltete Müllverbrennungsanlage Spittelau und die benachbarte Wien Energie-Erlebniswelt, die jede/r Studierende des TFM bereits gesehen haben dürfte. Als Forscher*innen werden wir hinter die Fassade blicken und so eine erste, möglichst konkrete Vorstellung von den unterschiedlichen Bedeutungen des Energie- Begriffs gewinnen. Diese durch empirische Forschung gewonnenen Erkenntnisse werden wir dann im Rahmen einer gemeinsamen Lektüre und Diskussion zentraler Texte zu Energie, Kunst und dem Verhältnis der beiden Bereiche vertiefen. Da Forschen ein kollektiver Prozess ist, werden die Studierenden außerdem ein Gruppenreferat halt. Um die Urteils- und Ausdrucksfähigkeit der Studierenden als Kunst- und Kulturwissenschaftler*innen zu trainieren, muss außerdem eine Rezension zu einem Kunstwerk verfasst werden.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Leistungskontrolle erfolgt sowohl mündlich in Form eines Gruppenreferates also auch schriftlich in Form einer Rezension. Beide Leistungen werden benotet. Alle Hilfsmittel sind erlaubt, Plagiate jedoch sind natürlich strikt verboten. (s.o.)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Mindestanforderung für die positive Beurteilung ist die erfolgreiche Teilnahme an mindestens einer der beiden Leistungskontrollen (Gruppenreferat und Rezension) sowie eine als positiv bewertete aktive Mitarbeit in den Sitzungen.

Beurteilt wird nach einem Punktesystem. Insgesamt können 120 Punkte erreicht werden.
Jede der drei Teilleistungen (Mitarbeit, Gruppenreferat, Rezension) wird mit je max. 40 Punkten bewertet. Limit für die positive Absolvierung der Lehrveranstaltung: 61 Punkte.
Die für diese Punkte zu erbringenden Leistungen bzw. Beurteilungskriterien werden in der ersten Sitzung genauer erläutert.

Es besteht Anwesenheitspflicht. Ein zweimaliges unentschuldigtes Fehlen ist gestattet.

Im Falle länger dauernder Beeinträchtigungen besteht die Möglichkeit abweichender Prüfungsmethoden. Bitte setzen Sie sich diesbezüglich bei absehbarem Bedarf möglichst vor Beginn der Lehrveranstaltung mit der Dozentin in Verbindung.

Prüfungsstoff

Der Prüfungsstoff wird am 13. Oktober bekanntgegeben und z.T. über Moodle zur Verfügung stehen. Gegenstand der schriftlichen Leistungskontrolle Rezension wird ein Kunstwerk sein, das sich die Studierenden in der ersten Sitzung aussuchen. Die mündliche Leistungskontrolle Gruppenreferat bezieht sich jeweils auf ein Thema einer der Sitzungen.

Literatur

Da es sich bei Energy Studies um ein relativ junges Forschungsfeld v.a. in den englischsprachigen Kultur- und Geisteswissenschaften (USA, UK, Australien) handelt, werden die Plenumstexte überwiegend auf Englisch sein. Eine entsprechende Lesekompetenz wird vorausgesetzt. Die Texte werden überwiegend bei Moodle zum Download zur Verfügung stehen. Eine Literaturliste wird in der ersten Sitzung bekanntgegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Sa 02.04.2022 00:21