Universität Wien FIND

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170543 UE Kontinuitäten und Brüche. (2021S)

Das europäische Theater der 1950er und 1960er Jahre

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
DIGITAL

An/Abmeldung

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine

Die LV findet bis auf Weiteres DIGITAL statt!

Termine:

FREITAG ab 19.3.2021, 15:00-16:30


Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

In den späten 1950er und frühen 1960er Jahren vollzogen Künstler_innen und Theoretiker_innen einen programmatischen Bruch mit vorherrschenden bildungsbürgerlichen Theatermodellen in Europa. Sie leiteten dadurch einen Umbruchsprozess ein, der die europäische und internationale Theaterlandschaft nachhaltig verändern sollte.
Durch die Lektüre, Analyse und Diskussion sogenannter ‚Manifeste‘ des europäischen Theaters wird ein Ein- und Überblick zu theoretischen Konzepten dieser Umbruchsphase gemeinsam erarbeitet. Die Bandbreite der Basistexte reicht dabei vom ‚heiligen Theater‘ Peter Brooks über das ‚arme Theater‘ Jerzy Grotowskis bis hin zu den Ansätzen der Happening Bewegung. Darüber hinaus werden theoretische und künstlerische Ansätze der 1920er und 1930er Jahre, die diesen Umbruchsprozess und seine Protagonist_innen wesentlich beeinflussten, in die Untersuchung miteinbezogen. Die Bezugnahme auf avantgardistische Ansätze von Antonin Artauds ‚Theater der Grausamkeit‘ und Bertolt Brechts ‚epischem Theater‘ sind dementsprechend ebenso Bestandteil der LV wie ein kurzer Ausblick auf die auf diesen Theorien aufbauenden Theatermodelle der 1970er und 1980er Jahre.
Diese Lehrveranstaltung führt anhand unterschiedlichster Anschauungsbeispiele in die Theaterarbeit und -theorie der 1950er und 1960er Jahre ein. Dabei wird das erarbeitete theoretische Wissen durch praktische Fallbeispiele unterstützt.
Die theater-/wissenschaftlichen Basistexte von Antonin Artaud, Bertolt Brecht, Peter Brook, Jerzy Grotowski, Peter Handke und Ariane Mnouchkine sowie von ausgewählten Vertreter_innen der Happening-Bewegung und des Dokumentartheaters werden zu Beginn des Semesters gemeinsam aufbereitet und in weiterer Folge von den Teilnehmer_innen vertiefend bearbeitet und in Form von Impulsreferaten präsentiert.
Mittels ausgewählter Sekundärliteratur sollen diese programmatischen Texte in Verbindung mit künstlerischen Prozessen und im Kontext historischer Entwicklungen des 20. Jahrhunderts (Faschismus, Krieg, Wiederaufbau, Postnazismus) gemeinsam in der Gruppe besprochen werden.
Den Abschluss der Lehrveranstaltung bildet eine Konferenz, bei der die Teilnehmer_innen selbst erarbeitete Forschungsideen im Plenum präsentieren.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

vorausgesetzt werden Diskussionsbereitschaft und die Bereitschaft zur Lektüre;
drei Teilleistungen werden zu gleichen Teilen benotet:
1. aktive Mitarbeit im Plenum (peergefeedbackte Erarbeitung von Texten sowie Wissens- und Erfahrungsaustausch)
2. schriftliche Ausarbeitung von themenspezifischen Übungsaufgaben wie Literaturrecherche und Textrezension
3. Präsentation einer ausformulierten Forschungsidee (abstract)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

s.o. – Teilleistungen zu gleichen Teilen

Prüfungsstoff

es ist keine Prüfung vorgesehen – s.o.

Literatur

wird sukzessive und gemeinsam in der LV erarbeitet und auf moodle bereitgestellt

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mi 21.04.2021 11:26