Universität Wien
Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

170610 SE MA 1.2. "Theatrale und mediale Prozesse" (2026S)

Crowd Intelligence, Open Source, Statistical Truth und Maschinelles Lernen aus einer historisch-kritischen Perspektive

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Samstag 21.03. 11:00 - 12:30 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
  • Samstag 25.04. 11:00 - 17:00 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
  • Sonntag 26.04. 11:00 - 17:00 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
  • Samstag 27.06. 11:00 - 17:00 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
  • Sonntag 28.06. 11:00 - 17:00 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Inhalt

Die Lehrveranstaltung untersucht, wie menschliche Agencies mit technischen Maschinen kooperieren und welche unterschiedlichen Fähigkeiten und Beschränkungen sich dabei auf individueller wie auf systemischer Ebene herausbilden. Im Zentrum stehen die politische und epistemolgische Aspekte technischer Systeme sowie die darin eingeschriebenen Machtverhältnisse.
Analysiert werden unter anderem Systeme und Praktiken wie Crowd Intelligence, Open Source, Statistical Truth und maschinelles Lernen. Diese dienen als Ausgangspunkt, um Fragen nach Faktizität, Wahrheit und ihren politischen Bezügen zu diskutieren, unter anderem unter Rückgriff auf theoretische Positionen von Hannah Arendt und Jean-François Lyotard. Eine weitere Perspektive stellt der historischer Fokus auf die Entwicklung algorithmischer Wissensmaschinen dar; dabei wird anhand Pasquinellis A Social History of Artificial Intelligence die neoliberale Prägung lernender Maschinen sowie deren wesentlicher Bias aus sozialen Daten behandelt.
Ergänzend wird das Verhältnis einer vermeintlich immateriellen digitalen Welt zu den materiellen Ressourcen und Infrastrukturen, die sie benötigt, thematisiert (Crawford). Die Veranstaltung legt zudem einen Schwerpunkt auf Strategien zur diskursiven Übersicht in einem hochdynamischen und produktiven Forschungsfeld: Welche digitale Vertriebskanäle gibt es, wie geht man damit um und lassen sich Ergebnisse einer technisch orientierten Forschung interpretieren?

Ziele

Ziel ist es, die Studierenden zu befähigen, technologische Systeme nicht nur funktional, sondern auch politisch, historisch und epistemologisch zu analysieren und ihre gesellschaftlichen Implikationen reflektiert zu bewerten.

Methoden

Vortrag, Diskussion und gemeinsames Arbeiten

Voraussetzungen
Medientheoretisches Interesse an digitalen Systemen und an deren gesellschaftspolitischem Potential.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Verfassen eines Papers. LLMs dürfen zum Brainstorming zu eigenen Ideen verwendet werden, darüberhinaus nicht.
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Hinweis der Studienprogrammleitung: Wir möchten faire Bedingungen für alle Studierenden sicherstellen. Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin in Moodle) zur Anwendung kommen. Die Verwendung von KI-Tools (z. B. ChatGPT) für die Produktion von Texten ist nur dann gestattet, wenn dies ausdrücklich eingefordert wird. Alle Informationen zu Ihren Rechten und Pflichten finden Sie in der Satzung, https://satzung.univie.ac.at/studienrecht/.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die Beurteilung des Papers erfolgt einerseits nach den formalen Kriterien wie Mindestlänge, Qualität der Quellen, entsprechende Zitation, Klarheit des Arguments und der Struktur (Wording!), sowie nach inhaltlichen Aspekten. Hierbei wird va auf die Eigenständigkeit der inhaltlichen Konzeption Wert gelegt.

Die Leistungen bei den Präsentationen im Seminar sind ebenso Teil der Note.

60 % Paper
40 % Präsentation Referat
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Hinweis der Studienprogrammleitung: Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen in der Theater-, Film- und Medienwissenschaft sind in der Regel Präsenzveranstaltungen, in denen die aktive Mitarbeit oder die Zusammenarbeit der Studierenden zur Erreichung der Lehr- und Lernziele erforderlich ist und in denen Teilleistungen erbracht werden müssen. Daher gilt eine generelle Anwesenheitspflicht, mit bis zu 3 Fehleinheiten (6 SWS) im wöchentlichen Format bzw. mit bis zu max. 20% Prozent der Gesamtzeit in Blockformaten. Für Fehlstunden können Lehrende eine Ersatzleistung einfordern; weitere Fehlstunden können, gegen eine Kompensationsleistung, angefragt werden, ihre Bewilligung liegt aber im Ermessen der jeweiligen Lehrperson in Hinblick auf die Kursziele und deren didaktische Vermittlung. Die Gleichbehandlung der Studierenden ist zu gewährleisten.
In Übereinstimmung mit §10, Abs. 1 des studienrechtlichen Teils der Satzung sind diese Anwesenheitsregelungen auf u:space jedem Kurs hinzugefügt. Sie können jedoch ersetzt werden durch individuelle Regelungen seitens der jeweiligen Lehrperson, in Hinblick auf die Kursziele und deren didaktische Vermittlung. Diese Regelungen müssen in Ersatz dieser Notiz auf u:space eingetragen werden und gelten verbindlich für den jeweiligen Kurs.

Prüfungsstoff

Inhalte der LV

Literatur

Arendt Hannah – Truth and Politics
Crawford Kate – Atlas of AI
Pasquinelli Matteo – The Eye of the Master: A Social History of Artificial Intelligence

Aktuelle Forschung zu maschinell Lernen

Weitere Literatur wird noch bekannt gegeben

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Fr 26.06.2026 16:46