Universität Wien
Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

170620 SE MA 1.3. "Diskurse und Methoden" (2025W)

Digitale Zeug:innenschaft

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Donnerstag 09.10. 09:45 - 11:15 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
  • Donnerstag 16.10. 09:45 - 11:15 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
  • Donnerstag 23.10. 09:45 - 11:15 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
  • Donnerstag 30.10. 09:45 - 11:15 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
  • Donnerstag 06.11. 09:45 - 11:15 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
  • Donnerstag 13.11. 09:45 - 11:15 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
  • Donnerstag 20.11. 09:45 - 11:15 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
  • Donnerstag 27.11. 09:45 - 11:15 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
  • Donnerstag 04.12. 09:45 - 11:15 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
  • Donnerstag 18.12. 09:45 - 11:15 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
  • Donnerstag 08.01. 09:45 - 11:15 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
  • Sonntag 25.01. 10:00 - 17:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

In medientheoretischer Perspektive stellt die Zeug:in ein Medium der Übertragung von Wahrnehmung und Wissen dar, die stets auf weitere Anwesende, ein Publikum angewiesen ist, um diese zu beglaubigen (Krämer 2015). Zeug:innenschaft lässt sich mithin mediale und kulturelle Praxis verstehen, mit der Wissen beglaubigt und legitimiert, aber auch manipuliert werden kann. Das Seminar ist der Auseinandersetzung mit der Frage gewidmet, wie sich Zeug:innenschaft im Kontext gegenwärtiger digital vernetzter Medienumgebungen verändert. Um diese Veränderungen und deren Konsequenzen insbesondere für politische und juridische Kontexte auszuloten, beginnen wir mit der Lektüre medienwissenschaftlicher Theoretisierung von Zeug:innenschaft, um von da aus aktuelle Praktiken und Techniken des Bezeugens anhand konkreter Unrechtskontexte, systemischer Gewalt und traumatischer Ereignisse in den Blick zu rücken: Wir befragen zum einen alltagsmediale dokumentarische und ästhetische Praktiken, Bild-Zeugnisse wie etwa First-Person- oder Selfie-Zeug:innenvideos oder Dokumentationen von Gewalt-Ereignissen (wie etwa systemisch rassistische Polizeigewalt oder völkerrechtswidrige Kriegskontexte) auf Social Media in Hinblick darauf, wie Medientechnologien und Affordanzen das Zusammenspiel von Beweiskraft und Affizierung bestimmen sowie hinsichtlich ethischer Fragen der differentieller Spektakularisierung von Gewalt in diesem Zusammenhang und ihrer Implikationen für die Empfindungsfähigkeit der user-spectator (vgl. Schankweiler/Straub/Wendel 2019). Zum anderen rücken die Techniken des Bezeugens, die Medien der Forensik anhand konkreter forensischer Untersuchungen in den Blick, die häufig auch (in Teilen) auf Zeugnissen basieren und die die Frage der Evidenzproduktion nicht-menschlicher, materieller Zeug:innen aufwerfen, die durch verschiedene (medien-)technische Verfahren erst ‚zum Sprechen‘ gebracht (vgl. Rothöhler 2021) und schließlich auch archiviert werden müssen – in künstlerischen oder wissenschaftlichen digitalen Archiven.
Ziel ist die Erarbeitung theoretischer und methodischer Zugänge zu einer kritischen medienkulturwissenschaftlichen Forschungsperspektive auf digitale Zeug:innenschaft, die zur Entwicklung eigener Forschungsfragen befähigt. So dienen die Lektüren dazu, sich einen Forschungsstand zu erschließen, der im zweiten Teil des Seminar die Grundlage für kleine Projekte dient, deren Zwischenstand im Plenum präsentiert und die mit einer mündlichen Prüfung abgeschlossen werden.

Im Rahmen des Seminars besuchen wir voraussichtlich die Ausstellung "Hito Steyerl: Der Menschheit ist die Kugel bei einem Ohr hinein und beim anderen herausgeflogen" im Museum für angewandte Kunst.

Literatur:
Krämer, Sybille. Medium, Messenger, Transmission. Amsterdam University Press 2015.
Rothöhler, Simon. Medien der Forensik (Bd. 92). transcript Verlag 2021.
Schankweiler, Kerstin, Straub, Verena, & Wendl, Tobias (Hg.). Image Testimonies : Witnessing in Times of Social Media. Routledge 2018.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Aktive Mitarbeit (unbenotet)
Sitzungsmoderation im Team (30 %)
Learning Report (1 Seite) plus Peer-Feedback (10 %)
Obligatorische Sprechstunde (unbenotet)
Exposé (max. 1 Seite, 10 %)
Kurzpräsentation und Peer-Feedback (unbenotet)
Mündliche Prüfung (50 %): Die mündlichen Prüfungen (max. 25 Min.) finden voraussichtlich am 3. und 4. Februar 2026 per Zoom statt.
Bei Krankheit am Prüfungstermin kann die Prüfung nachgeholt werden. Alternativ ist es möglich, eine schriftliche Arbeit zu verfassen (10-12 Seiten, 25.000 Zeichen, 50 %, Abgabetermin 28.02.2026).

Alle Einreichungen schriftlicher Teilleistungen erfolgen über Moodle.
Falls eine schriftliche Teilleistung negativ beurteilt wird, und damit die Beurteilung der gesamten Lehrveranstaltung negativ ist, wird Ihnen – auf Wunsch – die Möglichkeit zur Verbesserung eingeräumt. Hierfür erhalten Sie ein Feedback mit Kriterien, die in einer vorher festgelegten Frist umgesetzt werden müssen.
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Hinweis der Studienprogrammleitung: Wir möchten faire Bedingungen für alle Studierenden sicherstellen. Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin in Moodle) zur Anwendung kommen. Die Verwendung von KI-Tools (z. B. ChatGPT) für die Produktion von Texten ist nur dann gestattet, wenn dies ausdrücklich eingefordert wird. Alle Informationen zu Ihren Rechten und Pflichten finden Sie in der Satzung, https://satzung.univie.ac.at/studienrecht/.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Aktive Mitarbeit sowie Erbringung sämtlicher unbeurteilten Aufgaben und positive Absolvierung aller beurteilten Einzelleistungen.
Bewertungskriterien siehe Moodle.
Unentschuldigtes Fehlen in der ersten Einheit führt zur Abmeldung von der LV, so dass Personen auf der Warteliste nachrücken können.

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Hinweis der Studienprogrammleitung: Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen in der Theater-, Film- und Medienwissenschaft sind in der Regel Präsenzveranstaltungen, in denen die aktive Mitarbeit oder die Zusammenarbeit der Studierenden zur Erreichung der Lehr- und Lernziele erforderlich ist und in denen Teilleistungen erbracht werden müssen. Daher gilt eine generelle Anwesenheitspflicht, mit bis zu 3 Fehleinheiten (6 SWS) im wöchentlichen Format bzw. mit bis zu max. 20% Prozent der Gesamtzeit in Blockformaten. Für Fehlstunden können Lehrende eine Ersatzleistung einfordern; weitere Fehlstunden können, gegen eine Kompensationsleistung, angefragt werden, ihre Bewilligung liegt aber im Ermessen der jeweiligen Lehrperson in Hinblick auf die Kursziele und deren didaktische Vermittlung. Die Gleichbehandlung der Studierenden ist zu gewährleisten.
In Übereinstimmung mit §10, Abs. 1 des studienrechtlichen Teils der Satzung sind diese Anwesenheitsregelungen auf u:space jedem Kurs hinzugefügt. Sie können jedoch ersetzt werden durch individuelle Regelungen seitens der jeweiligen Lehrperson, in Hinblick auf die Kursziele und deren didaktische Vermittlung. Diese Regelungen müssen in Ersatz dieser Notiz auf u:space eingetragen werden und gelten verbindlich für den jeweiligen Kurs.

Prüfungsstoff

s. Moodle

Literatur

s. Moodle

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Di 30.09.2025 17:46