170742 UE Langzeitdokumentation als Gegen/Dokumentation (2026S)
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
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An/Abmeldung
Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").
- Anmeldung von Mo 09.02.2026 09:00 bis Mo 16.02.2026 23:59
- Anmeldung von Sa 21.02.2026 09:00 bis Di 24.02.2026 23:59
- Abmeldung bis Mo 30.03.2026 23:59
Details
max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lehrende
Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert
- Montag 09.03. 11:30 - 13:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
- Montag 16.03. 11:30 - 13:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
- Montag 23.03. 11:30 - 13:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
- Montag 13.04. 11:30 - 13:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
- Montag 20.04. 11:30 - 13:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
- Montag 27.04. 11:30 - 13:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
- Montag 04.05. 11:30 - 13:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
- Montag 11.05. 11:30 - 13:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
- Montag 18.05. 11:30 - 13:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
- N Montag 01.06. 11:30 - 13:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
- Montag 08.06. 11:30 - 13:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
- Montag 15.06. 11:30 - 13:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
- Montag 22.06. 11:30 - 13:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
- Montag 29.06. 11:30 - 13:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Information
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
- Beteiligung an einer Forschungsruppe zu einem der Langzeitprojekte: beinhaltet mündliche Inputs, Moderationen, kurze Filmkritiken
- mind. 6-seitiger Essay zu einem der behandelten Langzeitdokumentarilme: zu einem der Filme, die in der gewählten Forschungsgruppe behandelt wurden
- 2 schriftliche Filmkommentare zu zwei weiteren Langzeitdokumentarfilmen (aus der LV oder darüber hinaus)________________________________
Hinweis der Studienprogrammleitung: Wir möchten faire Bedingungen für alle Studierenden sicherstellen. Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin in Moodle) zur Anwendung kommen. Die Verwendung von KI-Tools (z. B. ChatGPT) für die Produktion von Texten ist nur dann gestattet, wenn dies ausdrücklich eingefordert wird. Alle Informationen zu Ihren Rechten und Pflichten finden Sie in der Satzung, https://satzung.univie.ac.at/studienrecht/.
- mind. 6-seitiger Essay zu einem der behandelten Langzeitdokumentarilme: zu einem der Filme, die in der gewählten Forschungsgruppe behandelt wurden
- 2 schriftliche Filmkommentare zu zwei weiteren Langzeitdokumentarfilmen (aus der LV oder darüber hinaus)________________________________
Hinweis der Studienprogrammleitung: Wir möchten faire Bedingungen für alle Studierenden sicherstellen. Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin in Moodle) zur Anwendung kommen. Die Verwendung von KI-Tools (z. B. ChatGPT) für die Produktion von Texten ist nur dann gestattet, wenn dies ausdrücklich eingefordert wird. Alle Informationen zu Ihren Rechten und Pflichten finden Sie in der Satzung, https://satzung.univie.ac.at/studienrecht/.
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
- Beteiligung an einer Forschungsruppe zu einem der Langzeitprojekte (30%)
- mind. 6-seitiger Essay zu einem der behandelten Langzeitdokumentarilme (40%)
- 2 schriftliche Filmkommentare zu zwei weiteren Langzeitdokumentarfilmen (30%)__________________________________________
Hinweis der Studienprogrammleitung: Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen in der Theater-, Film- und Medienwissenschaft sind in der Regel Präsenzveranstaltungen, in denen die aktive Mitarbeit oder die Zusammenarbeit der Studierenden zur Erreichung der Lehr- und Lernziele erforderlich ist und in denen Teilleistungen erbracht werden müssen. Daher gilt eine generelle Anwesenheitspflicht, mit bis zu 3 Fehleinheiten (6 SWS) im wöchentlichen Format bzw. mit bis zu max. 20% Prozent der Gesamtzeit in Blockformaten. Für Fehlstunden können Lehrende eine Ersatzleistung einfordern; weitere Fehlstunden können, gegen eine Kompensationsleistung, angefragt werden, ihre Bewilligung liegt aber im Ermessen der jeweiligen Lehrperson in Hinblick auf die Kursziele und deren didaktische Vermittlung. Die Gleichbehandlung der Studierenden ist zu gewährleisten.
In Übereinstimmung mit §10, Abs. 1 des studienrechtlichen Teils der Satzung sind diese Anwesenheitsregelungen auf u:space jedem Kurs hinzugefügt. Sie können jedoch ersetzt werden durch individuelle Regelungen seitens der jeweiligen Lehrperson, in Hinblick auf die Kursziele und deren didaktische Vermittlung. Diese Regelungen müssen in Ersatz dieser Notiz auf u:space eingetragen werden und gelten verbindlich für den jeweiligen Kurs.
- mind. 6-seitiger Essay zu einem der behandelten Langzeitdokumentarilme (40%)
- 2 schriftliche Filmkommentare zu zwei weiteren Langzeitdokumentarfilmen (30%)__________________________________________
Hinweis der Studienprogrammleitung: Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen in der Theater-, Film- und Medienwissenschaft sind in der Regel Präsenzveranstaltungen, in denen die aktive Mitarbeit oder die Zusammenarbeit der Studierenden zur Erreichung der Lehr- und Lernziele erforderlich ist und in denen Teilleistungen erbracht werden müssen. Daher gilt eine generelle Anwesenheitspflicht, mit bis zu 3 Fehleinheiten (6 SWS) im wöchentlichen Format bzw. mit bis zu max. 20% Prozent der Gesamtzeit in Blockformaten. Für Fehlstunden können Lehrende eine Ersatzleistung einfordern; weitere Fehlstunden können, gegen eine Kompensationsleistung, angefragt werden, ihre Bewilligung liegt aber im Ermessen der jeweiligen Lehrperson in Hinblick auf die Kursziele und deren didaktische Vermittlung. Die Gleichbehandlung der Studierenden ist zu gewährleisten.
In Übereinstimmung mit §10, Abs. 1 des studienrechtlichen Teils der Satzung sind diese Anwesenheitsregelungen auf u:space jedem Kurs hinzugefügt. Sie können jedoch ersetzt werden durch individuelle Regelungen seitens der jeweiligen Lehrperson, in Hinblick auf die Kursziele und deren didaktische Vermittlung. Diese Regelungen müssen in Ersatz dieser Notiz auf u:space eingetragen werden und gelten verbindlich für den jeweiligen Kurs.
Prüfungsstoff
Up-Series, Michael Apted (GB 1964–2019)
The Story of Kerry, Josie and Diana 14–47, Gillian Armstrong, (AU 1976–2010)
Les bonnes conditions, Julie Gavras (F 2003–2018)
Soukromý vesmír [Private Universe], Helena Třeštíková (z. B. (CR 1975–2012),
René, Helena Třeštíková (CR 1987–2008)
Romans d'ados / Romans d’adultes, Béatrice und Nasser Bakhti (CH 2002–2017)
The Story of Kerry, Josie and Diana 14–47, Gillian Armstrong, (AU 1976–2010)
Les bonnes conditions, Julie Gavras (F 2003–2018)
Soukromý vesmír [Private Universe], Helena Třeštíková (z. B. (CR 1975–2012),
René, Helena Třeštíková (CR 1987–2008)
Romans d'ados / Romans d’adultes, Béatrice und Nasser Bakhti (CH 2002–2017)
Literatur
Wird in der LV bekannt gegeben.
Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis
Letzte Änderung: Sa 21.02.2026 20:06
Ein filmischer Blick aus der Gegenwart in eine Vergangenheit, deren Zukunft noch nicht absehbar war."Jene dokumentarische Form, die unter Langzeitbeobachtung firmiert, unterhält eine ganz besondere Beziehung zur Zeitlichkeit und Prozessualität des Lebens. Dies unterscheidet sie beispielsweise von einer biografischen Erzählung oder einer audiovisuellen Chronik, die – fest in einer Gegenwart verankert – zusammenfasst. Wenn wir hingegen ein paar Stunden mit den über Jahrzehnte aufgenommenen filmischen Zeitfragmenten zubringen, werden wir Zeug*innen davon, wie Kinder allzu schnell erwachsen werden, wie Erwachsene altern, Zeit verlieren, während wir Zeit gewinnen für die Frage: Was ist ein Leben?Der Nexus Film-Leben-Lebendigkeit begleitet die Filmtheorie seit ihren Anfängen. Dziga Vertov versuchte, "das Leben wie es ist" mit der Kamera einzufangen, Jean Epstein begeisterte sich für die "Beseelung" der bewegten Bilder ("Photogénie") und Siegfried Kracauer attestierte ihnen das Potenzial zur "Errettung der äußeren Wirklichkeit". Bis ins 21. Jahrhundert beschäftigt die Frage nach dem Leben auf der Leinwand die Filmtheorie. Publikationstitel, die davon zeugen, sind z.B. Chris Tedjasukmanas Mechanische Verlebendigung (2012) und Inga Pollmanns Cinematic Vitalism (2017). Aber auch die Naturwissenschaften (hier vor allem die Biologie) versprachen sich von der Erfindung des Films Einblicke in die Zusammenhänge von lebendigen Organismen, Wachstum und Umwelt. Mit dem Langzeitdokumentarfilm begegnen wir einem von der Idee des Lebens geradezu besessenen Genre. Der Dokumentarfilm trifft hier auf das biologische Experiment der Petrischale, die soziologische Methode der Langzeitbeobachtung, die ethnografische Methode der teilnehmenden Beobachtung sowie auf populäre Serienformate. Von einer "zeitsammelnden Methode" (tschechisch "časosběrná metoda") spricht Helena Třeštíková, die große tschechische Langzeitdokumentaristin, womit sie die Offenheit und damit auch die Unvorhersehbarkeit des Prozesses betont." (Marion Biet, Nicole Kandioler, Isabella Reicher, 2024)Die LV möchte Studierende das notwendige theoretische Werkzeug liefern, mit dem Dokumentarfilme intersektional beschrieben, analysiert, dekonstruiert, aber auch weitergedacht und weiterfabuliert werden können.Methoden
- Close-Reading ausgewählter Texte
- Plenar- und Gruppendiskussion
- gemeinsame Filmsichtungen
- gemeinsame Arbeit an Fimausschnitten und Schärfung eines analytische Blicks auf das Material