Universität Wien FIND

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180002 SE Intelligibilitätsformen des Leidens in der Antike und Moderne: Platon und Michel Henry (2011W)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Do. 10.11., 17 Uhr im HS 3A
Do 24.11./Fr 25.11./Sa 26.11. und
Do 15.12./Fr 16.12./Sa 17.12.

jeweils
Do 17-18.30
Fr 9-12 und 13.30-15 Uhr
Sa 9-12 und 13.30-15 Uhr

alle Termine 3A

An/Abmeldung

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine

Zur Zeit sind keine Termine bekannt.

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ziel dieses Seminars ist eine durchgreifende Besinnung auf Platons und Michel Henrys Leidenskonzeptionen bzw. auf die Bedeutung der platonischen Metaphysik und die Relevanz einer lebensphänomenologischen Revision des metaphysischen Verständnisparadigmas, was die Leidensfrage betrifft.
Was Platon anbelangt, so soll in diesem Seminar vornehmlich anhand des Phaidon und des Sophistes dem nachgegangen werden, wie Platon seine Dialogfiguren über das Leiden sprechen oder sie auch leiden lässt.
Ausgehend von Platons Leidensverständnis sollte zunächst auf die Frage der phänomenologischen Überwindung des metaphysischen Leib-Seele Dualismus bei Michel Henry eingegangen werden, bei dem der Zwischenbereich der incarnation [Verfleischung] eine zentrale Rolle spielt. Im Anschluss daran ist eine Klärung der Beziehung zwischen Leiblichkeit und Passivität maßgebend, insofern der Leib bei Platon die Schattenseite des Nous und ein Hindernis für die Seele bei der Zuwendung zu den Ideen ist, bei Henry hingegen als Zugang zur ewig lebendigen Gegenwart des Lebens verstanden werden kann.
Es bleibt die Frage, inwiefern diese Sprache des Lebens eine Transfiguration des Leibes voraussetzt und in welchem Sinne sie dem pathischen Aspekt der radikalen Individuation dadurch gerecht werden kann.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Referat, Protokolle, Seminararbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Von den Studierenden, die sich für diese Lehrveranstaltung anmelden, wird erwartet, dass sie sich bereits vor dem Seminarbeginn im Selbststudium mit den ausgewählten Texten vertraut machen, um einen produktiven Ablauf des Blockseminars zu gewährleisten. Bei jedem Autor wird eine kurze, auf das Diskussionsthema gerichtete Einführung gegeben, damit der Rahmen und auch die Reichweite der Diskussion deutlich werden. Anschließend werden die Basistexte diskutiert.

Literatur

Platon, Phaidon
Platon, Sophistes
Michel Henry, Inkarnation: Eine Philosophie des Fleisches (aus dem Franz. übers. von Rolf Kühn, Freiburg 2002, mehrmals nachgedruckt)

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA M 5.2, § 4.1.2, PP 57.3.2, PP 57.3.7

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:36