180050 SE Anrufung (2012S)
Geschlecht und Subjektkonstitution
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
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1. Block:
Freitag, 27. April, 16.00 19.00 Uhr, HS 2i;
Samstag, 28. April, 10.00 13.00 Uhr, HS 2i;
2. Block:
Freitag, 11. Mai, 16.00 19.00 Uhr, HS 2i;
Samstag, 12. Mai, 10.00 13.00 Uhr, HS 2i;
3. Block:
Freitag, 8. Juni 2011, 16.00 19.00 Uhr, HS 2i;
Samstag, 9. Juni 2011, 10.00 13.00 Uhr, HS 2i;
4. Block:
Freitag, 29. Juni, 16.00 19.00 Uhr, HS 2i;
Samstag, 30. Juni, 10.00 13.00 Uhr, HS 2i;
Freitag, 27. April, 16.00 19.00 Uhr, HS 2i;
Samstag, 28. April, 10.00 13.00 Uhr, HS 2i;
2. Block:
Freitag, 11. Mai, 16.00 19.00 Uhr, HS 2i;
Samstag, 12. Mai, 10.00 13.00 Uhr, HS 2i;
3. Block:
Freitag, 8. Juni 2011, 16.00 19.00 Uhr, HS 2i;
Samstag, 9. Juni 2011, 10.00 13.00 Uhr, HS 2i;
4. Block:
Freitag, 29. Juni, 16.00 19.00 Uhr, HS 2i;
Samstag, 30. Juni, 10.00 13.00 Uhr, HS 2i;
An/Abmeldung
Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").
- Anmeldung von Di 14.02.2012 18:00 bis Mi 29.02.2012 19:00
- Abmeldung bis Sa 31.03.2012 23:00
Details
max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lehrende
Termine
Zur Zeit sind keine Termine bekannt.
Information
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
Prüfungsstoff
Das Seminar beginnt mit einer Einführung in die Thematik und einen Überblick über die zu bearbeitende Fachliteratur, danach werden die für die Lehrveranstaltung relevanten Texte (bzw. Ausschnitte) studiert, wobei der Begriff der Anrufung im Zentrum der Auseinandersetzung und Diskussionen stehen wird. Die Anwesenheit und aktive Mitarbeit der Studierenden sowie das Verfassen einer Seminararbeit ist Voraussetzung für einen Zeugniserwerb. Die Möglichkeit zur Übernahme von Referaten zum Unterrichtsstoff kann genützt werden
Literatur
Althusser, Louis (1968): Ideologie und ideologische Staatsapparate. Aufsätze zur marxistischen Theorie. Hamburg, Berlin 1977.
Austin, John L. (1955): Zur Theorie der Sprechakte (How to do things with Words). Stuttgart 1972.
Butler, Judith (1997): Hass spricht. Zur Politik des Performativen. Berlin 1998.
Butler, Judith (1990): Das Unbehagen der Geschlechter. Frankfurt am Main 1991.
Lacan, Jacques (1966): Schriften I. Weinheim, Berlin 1986.
Laplanche, Jean (2003): Gender, Geschlecht, das Sexuale, in: Forum der Psychoanalyse für klinische Theorie und Praxis, Band 24, 2008, Inhalt 2, S. 11-124.
Laquièze-Waniek, Eva: Von der Anrufung des Subjekts Oder: zum Verhältnis von Performativität, Zwang und Genuss bei Butler, Austin, Althusser und Lacan in: Böhler, Arno / Granzer, Susanne (Hg.): TheatReales Denken. Passagen Verlag, Wien 2009, S. 166-198.
Saussure, Ferdinand de (1916): Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft. Herausgegeben von Charles Bally und Albert Sechehaye. (2. Auflage). Berlin 1968.
Austin, John L. (1955): Zur Theorie der Sprechakte (How to do things with Words). Stuttgart 1972.
Butler, Judith (1997): Hass spricht. Zur Politik des Performativen. Berlin 1998.
Butler, Judith (1990): Das Unbehagen der Geschlechter. Frankfurt am Main 1991.
Lacan, Jacques (1966): Schriften I. Weinheim, Berlin 1986.
Laplanche, Jean (2003): Gender, Geschlecht, das Sexuale, in: Forum der Psychoanalyse für klinische Theorie und Praxis, Band 24, 2008, Inhalt 2, S. 11-124.
Laquièze-Waniek, Eva: Von der Anrufung des Subjekts Oder: zum Verhältnis von Performativität, Zwang und Genuss bei Butler, Austin, Althusser und Lacan in: Böhler, Arno / Granzer, Susanne (Hg.): TheatReales Denken. Passagen Verlag, Wien 2009, S. 166-198.
Saussure, Ferdinand de (1916): Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft. Herausgegeben von Charles Bally und Albert Sechehaye. (2. Auflage). Berlin 1968.
Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis
BA M 13, M11, PP 57.3.7, MA M2, PP 57.3.6
Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:36
So wird in einem ersten Schritt der Ansatz bei Judith Butler vermittelt und im Hinblick auf ihre Thesen zur Konstitution des Subjekts durch Sprache und Gesellschaft (1997) untersucht. Den Ausgangspunkt bilden hierfür Butlers Überlegungen, wonach die performative und ins soziale Leben rufende Wirkungsmacht der Sprache zur Konstitution geschlechtlicher und gesellschaftlicher Subjekte führt. Denn nach Butler formieren die in der Sprache tradierten Zuschreibungen und Anrufungsformen jenes Feld des gesellschaftlichen Diskurses, das das normativ Menschliche über den ideologischen Zwang zur Zweigeschlechtlichkeit und Heterosexualität im Sinne des Intelligiblen und Wertvollen produziert.
Mit diesen Thesen stellt sich Butler in eine ganz bestimmte Tradition, die Sprache als ein sozialisierendes, subjekt- und gegenstandskonstituierendes und wirklichkeitserschließendes Phänomen zu begreifen. Butler selbst bezieht sich hierzu auf Autoren wie Ferdinand de Saussure, Jacques Lacan, Louis Althusser, John Austin sowie in jüngerer Zeit auch auf Jean Laplanche. Aus diesem Grunde wird in einem zweiten Schritt diese Grundlagenliteratur herangezogen, um durch deren Studium sowohl zu einem genaueren argumentativen Verständnis des Anrufungskonzeptes beizutragen als auch um Butlers Deutung überprüfen zu können. Denn trotzdem sich Butler auf diese Autoren grundlegend bezieht, bleibt in ihrer Adaption ein wichtiger Punkte offen, der ihre Auffassung vom Subjekt in Bezug auf das Verhältnis von Sprache und sexueller Differenz, die im Realen verankert ist und sich nicht in den Bedeutung der Sprache erschöpft, betrifft.