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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

180051 SE Raum und Zeit der Körper (2012S)

Ansätze feministisch-philosophischen Raum- und Zeitdenkens

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

alle Termine im HS 2 G, 18-21 Uhr
Achtung!!! 15. März im HS 3 F, 18-21 Uhr
29. März
19. April
3. Mai
24. Mai
14. Juni
21. Juni

Details

max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine

Zur Zeit sind keine Termine bekannt.

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Lehrveranstaltung greift die für die Philosophie zentralen Figuren von Raum und Zeit auf, wobei die feministische Philosophie und Queer-Theory als theoretischer Rahmen und Hinter-grund einer philosophisch fundierten Auseinandersetzung mit diesen zentralen Begriffen dient.
Ausgehend von feministischen Ansätzen zu Raum und Zeit, die sich einerseits als Kritik am metaphysischen Raum- und Zeitdenken verstehen und die darüber hinaus die gegenwärtig virulente Frage nach der Materialität und Körperlichkeit in Zusammenhang mit Raum und Zeit aufgreifen, thematisiert das Seminar in vertiefender Weise klassische Raum-Zeit-Theorien, die zugleich mit den feministischen Ansätzen kontrastiert werden.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Voraussetzung für den Zeugniserwerb ist die gründliche Vorbereitung der Texte, regelmäßige Anwesenheit im Seminar, die rege Beteiligung an den Diskussionen, sowie das Verfassen einer Seminararbeit im Umfang von 15 - 20 Seiten. Beim Verfassen der Seminararbeiten sind die "Richtlinien der guten wissenschaftlichen Praxis" zu beachten, ebenso die fachüblichen Rahmenbedingungen für das wissenschaftliche Arbeiten, sowie das Ausgehen von einer philosophischen Fragestellung.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die Studierenden erwerben einen Überblick über zeitgenössische geschlechtertheoretische Raum- und Zeitdiskurse im Kontext der Thematisierung von Körperlichkeit und Leiblichkeit.
Die Studierenden können diese Diskursstränge philosophiegeschichtlich und problemgeschicht-lich verorten und haben sich kritisch mit den theoretischen und praktischen Ansprüchen des Denkens von Raum und Zeit in Hinblick auf ein Denken der Körper auseinandergesetzt. Die Studierenden lernen die feministische Kritik an klassischen philosophischen Raum- und Zeitkonzep-ten kennen und werden dazu angeregt, ihre Kenntnisse der Philosophiegeschichte zu vertiefen.
Am Beginn des Semesters findet eine einführende Sitzung statt, in der die Lehrveranstaltungsleiterinnen das Seminar, die Lehrziele und -inhalte vorstellen und in das Thema einführen.
In den folgenden Sitzungen wird jeweils ein feministischer und philosophischer Grundlagentext zu Raum bzw. Zeit von den Studierenden vorbereitet und nach einer vertiefenden Einführung durch die Lehrveranstaltungsleiterinnen diskutiert.

Das Seminar versteht sich als Lektüre- und Diskussionsseminar, das den Focus auf die aktive Beteiligung der Studierenden, auf die Hinführung zur präzisen Artikulation philosophischer Frage- und Problemstellungen richtet und zur Entwicklung eigenständiger Denkexpositionen anregt.
Im Laufe des Semesters werden die Studierenden aufgefordert, Abstracts und erste Ideen zu den zu verfassenden Seminararbeiten abzugeben. Die Entstehung der Seminararbeiten wird von Lehrveranstaltungsleiterinnen durch das Semester hindurch und darüber hinaus betreut und begleitet.

Den Studierenden werden die im Seminar zu diskutierenden Texte mittels einer E-Learning-Plattform zur Verfügung gestellt.

Prüfungsstoff

- Thematische Inputs der Lehrveranstaltungsleiterinnen
- Vorbereitung der einzelnen Seminarsitzungen durch die Studierenden mittels formulierter - Diskussionsbeiträge zu den in den Texten aufgeworfenen philosophischen Problemstel-lungen
- Von den Lehrveranstaltungsleiterinnen moderierte Diskussionen zu den Texten und Beiträgen der Studierenden
- Gruppenarbeiten und Gruppendiskussionen ausgehend von schriftlichen Inputs der Lehr-veranstaltungsleiterinnen
- Laufende Begleitung und Betreuung der Entwicklung und des Abschlusses der Seminar- und Bachelorarbeiten

Literatur

Sara Ahmed: Queer Phenomenology. Orientations, Objects, Others. Duke University Press, Durham 2006

Aristoteles: Physik, Erster Halbband: Buch 4, 1-5. Felix Meiner Verlag, Hamburg 1987

Henri Bergson: Denken und schöpferisches Werden. In: Walther Zimmerli, Mike Sandbothe (Hg): Klassiker der modernen Zeitphilosophie, WBG, Darmstadt 2007

Hélène Cixous: What is it o’clock? In Dies.: Stigmata. Escaping Texts. Routledge, New York 1998

Jacques Derrida: Falschgeld. Zeit Geben I. Wilhelm Fink Verlag, München 1993

Elizabeth Grosz: Thinking the New: Of Futures Yet Unthought. In: Dies. (Hg.): Becomings, Cornell University Press, New York 1999

Edmund Husserl: Ideen zu einer reinen Phänomenologie und phänomenologischen Philosophie. Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2002

Luce Irigaray: Der Ort, der Zwischenraum. Eine Lektüre von Aristoteles. In: Dies. Ethik der sexuellen Differenz, Suhrkamp, Frankfurt/M. 1991

Luce Irigaray: Elemental Passions. Routledge, New York 1992

Platon: Timaios. Sämtliche Werke, Rowohlt, Reinbeck 1994

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA M 13, BA M11, PP 57.3.7

Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:52