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180063 PS Platon, Der Dialog Theaitetos (2019W)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Di 17.12. 18:30-20:00 Hörsaal 2i NIG 2.Stock

An/Abmeldung

Details

max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 08.10. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Dienstag 15.10. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Dienstag 22.10. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Dienstag 29.10. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Dienstag 05.11. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Dienstag 12.11. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Dienstag 19.11. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Dienstag 26.11. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Dienstag 03.12. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Dienstag 10.12. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Dienstag 07.01. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Dienstag 14.01. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Dienstag 21.01. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Dienstag 28.01. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2i NIG 2.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

ZIEL: Erarbeitung des gesamten Dialogs, der wichtigen Partien jedenfalls nahe an genauer Textlektüre.
INHALT: Der Dialog Theaitetos steht im Umkreis und Zusammenhang mit den Spätdialogen Platons. Sein Thema ist die Frage nach dem Wesen der episteme: der Erkenntnis oder des begründeten und begründenden Wissens.
Im Text erfolgen drei große Anläufe bzw. Thesen zur Bestimmung des Wesens von Erkenntnis.
1. These: Erkenntnis ist Wahrnehmung (aisthesis). Die Aporetik der These führt zur
2. These: Erkenntnis ist für wahr gehaltenes bzw. vermeintliches Wissen (alethes doxa). Deren Aporetik, in der insbesondere die Möglichkeit des Falschen im Wissen virulent wird, führt zur
3. These: Erkenntnis ist alethes doxa verbunden mit dem logos. Logos wird zumeist mit Erklärung aber vielleicht besser mit Begründung oder Legitimation übersetzt. Für wahr angesehenes Wissen erweist sich für Platon erst dann als eigentlich wahres Wissen, dh als episteme, insofern eine (zureichende) Begründung gegeben werden kann.
Der Dialog endet mit Schwierigkeiten in der Klärung des Logos - Begriffs und weist auf die Thematik des Dialogs Sophistes voraus, in welchem das Logische im dialektischen Wissen nach fünf grundlegenden Bestimmungen entfaltet wird. Erkenntnis gründet für Platon in der Idee, d.h. letztlich in der Idee des Guten. (Vgl. Politeia 508e: "Dieses also, was dem Erkennbaren die Wahrheit mitteilt, und dem Erkennenden das Vermögen hergibt, sage, sei die Idee des Guten.")
Der Dialog Theaitetos darf somit nicht als isolierte Erkenntnistheorie betrachtet werden. Mit der Problematik des Logos verweist episteme auf die Ideenlehre und das dialektische Wissen. Die genaue Erarbeitung des Textes ist abschließend durch div. Exkurse zu ergänzen.
METHODEN: Referate bzw. Impulsreferate (allein oder zu zweit) zu Partien des Textes, Textlektüre und Diskussion

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

1. Referat bzw. Impulsreferat mit Handout zu einem Textabschnitt oder Protokoll zur jeweils letzten Sitzung
2. Diskussionsbeiträge
3. Schriftliche Abschlussarbeit zu einem kürzeren Text eines anderen Werkes (z.B. Platon, Politeia: Die 3 Gleichnisse oder Descartes, Meditationen: 1. bis 3. Meditation)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Regelmäßige Teilnahme, Referat und Handout, schriftliche Abschlussarbeit

Prüfungsstoff

wie oben

Literatur

Vorbemerkung: Die Lektüre im Seminar erfolgt anhand der preisgünstigsten Reclam-Ausgabe. Gleichzeitig wird die Übersetzung von Schleiermacher in der Rowohlt- Ausgabe herangezogen.
1. Platon: Theätet griech./deutsch. Reclam 6338
2. Platon: sämtliche Werke, Band 3, Rowohlts Enzyklopädie
3. Erler Michael: Platon, Becksche Reihe Denker
4. Schäfer Christian(Hg): Platon - Lexikon, WBG Darmstadt 2007
5. Platon: Theätet griech/deutsch von Alexander Becker, Suhrkamp
6. Böhme Gernot: Platons theoretische Philosophie, WBG Darmstadt 2000
7. Detel Wolfgang: Platons Beschreibung des falschen Satzes in: Theätet und Sophistes, Göttingen
8. Hardy Jörg: Platons Theorie des Wissens im Theaitet. Göttingen 2001
9. Platon. Seine Dialoge in der Sicht neuer Forschungen, hg. von Theo Kobusch u. Burkhard Mojsisch, WBG Darmstadt 1996 LV-Literatur (Englisch)
10. Wolfgang Wieland: Platon und die Formen des Wissens, Göttingen 1999

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Di 08.10.2019 14:28