Universität Wien FIND
Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

180075 SE Cyborgtechnologien (2019W)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Mi 22.01. 15:00-16:30 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock

An/Abmeldung

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 09.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
Mittwoch 16.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
Mittwoch 23.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
Mittwoch 30.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
Mittwoch 06.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
Mittwoch 13.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
Mittwoch 20.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
Mittwoch 27.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
Mittwoch 04.12. 15:00 - 16:30 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
Mittwoch 11.12. 15:00 - 16:30 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
Mittwoch 08.01. 15:00 - 16:30 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
Mittwoch 15.01. 15:00 - 16:30 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
Mittwoch 29.01. 15:00 - 16:30 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

In diesem Seminar werden Cyborgtechnologien als neue Technologien diskutiert, die die Menschen von Krankheiten befreien sollen (Heilung), sie vorhersehen (Präventivmedizin), oder die sie verbessern wollen (Human Enhancement).
Technikphilosophisch soll dabei zunächst untersucht werden, von welchen Vorstellungen des Verhältnisses von Mensch und Maschine philosophiehistorisch gesehen dabei ausgegangen wird (Descartes, La Mettrie), und aktuell davon, wie das Verhältnis Mensch, Technik und Medizin nun als Cyborg-Visionen verhandelt wird.
Transhumanistische Fantasien sehen durch Cyborgtechnologien den Übergang von Natur als Motor der Evolution zu Technik als Motor der Weiterentwicklung zu Trans- und Posthumans eingeläutet, so genannte Biokonservative sehen das Gattungsselbstverständnis (Habermas) in Gefahr oder verweisen auf die „Natur des Menschen“ als Stoppschild (Fukuyama). Soziologische Ansätze sprechen von einer „Entgrenzung der Medizin“ (Vierhöfer/Wehling). Feministische Ansätze (Haraway) stellen Cyborgtechnologien unter dem Vorzeichen der Frage cui bono zur Diskussion.
In diesem Seminar wird diesen Positionen technikphilosophisch nachgegangen, ausgehend von der Evolutionstheorie und der Frage der Technik im Hinblick auf Medizin als immer schon gegenevolutionärer Modus.
Zur Debatte stehen politisch weiters Cyborgtechnologien und
Human Enhancement-Fantasien angesichts des Klimawandels und globaler Ungleichheiten.
Auch Tiere kommen dabei ins Spiel, die als Cyborgs nun von „Animal Disenhancement“ betroffen sind.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Pfichtlektüre, Präsentation, Seminararbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Präsentation, Seminararbeit

Prüfungsstoff

Literatur

Darwin, Charles: Über die Entstehung der Arten, 1860
Descartes, René: De Homine /Über den Menschen, 1662
La Mettrie, Julien Offray: L'homme machine, 1748
Haraway, Donna: Die Neuerfindung der Natur. Primaten, Cyborgs und Frauen, 1995
Clynes, Manfred/ Kline, Nathan: Cyborgs and Space, 1960
Bostrom, Nick: A History of Transhumanist Thought, 2005
Habermas, Jürgen: Die Zukunft der menschlichen Natur, 2005
Fukuyama, Francis: Our Posthuman Future, 2002
Birnbacher, Dieter: Wieweit lassen sich moralische Normen mit der »Natur des Menschen« begründen? 2009
Vierhöfer, Willy/ Wehling, Peter: Entgrenzung der Medizin, 2011
Amir, Fahim: Schwein und Zeit, 2018

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Di 24.09.2019 13:48