Universität Wien

180082 LPS Edmund Husserls "Erfahrung und Urteil" (2015S)

5.00 ECTS (3.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

German

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Freitag 13.03. 09:45 - 14:45 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
  • Freitag 27.03. 09:45 - 14:45 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
  • Freitag 24.04. 09:45 - 14:45 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
  • Freitag 08.05. 09:45 - 14:45 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
  • Freitag 22.05. 09:45 - 14:45 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
  • Freitag 05.06. 09:45 - 14:45 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
  • Freitag 19.06. 09:45 - 14:45 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Erfahrung und Urteil ist Husserls letztes Werk und erscheint kurz nach seinem Tod 1939. In diesem Buch versucht Husserl eine Genealogie der Logik, indem er nach dem Ursprung des im Zentrum der formalen Logik stehenden prädikativen (aussagenden) Urteils fragt. In diesem Zusammenhang wird die These vertreten, dass die prädikativen Leistungen des Denkens in vorprädikativen Erfahrungen fundiert sind. Anhand phänomenologischer Beschreibungen unserer sinnlichen Erkenntnis und der darauf bauenden Urteile studiert Husserl das Wesen der vorprädikativen Sphäre. Fasst man Wahrnehmung als aktive Leistung des Erkenntnissubjektes, so setzt dies voraus, dass dieser aktiven Leistung bereits etwas (passiv) vorgegeben ist.

Durch genaue Lektüre und Interpretation ausgewählter Passagen soll ein Verständnis von Husserls konstitutionsanalytischer Ursprungsklärung der Logik und des Urteils, seiner Theorie der vorprädikativen Erfahrung und seiner Theorie der Wesenserschauung erarbeitet werden. Dabei werden wir Gelegenheit haben zentrale Themengebiete, Methoden und Probleme der phänomenologischen Philosophie kennen zu lernen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

regelmäßige Teilnahme, aktive Mitarbeit und Diskussionsbeteiligung, schriftliche Zusammenfassungen und Hausarbeiten; Impulsreferat

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Nach Absolvierung der Lehrveranstaltung sollen die Studierenden in der Lage sein:
- philosophische Primärtexte zu lesen, zu interpretieren und kritisch zu hinterfragen
- philosophische Argumente in Texten zu erkennen, zusammenzufassen und zu evaluieren
- philosophische Argumente und kritische Fragen eigenständig zu formulieren
- phänomenologische Grundlagenliteratur zu benennen
- phänomenologische Methoden und Zugangsweisen zu verstehen und zu beherrschen
- historische und systematische Ansprüche philosophischer Texte zu erkennen

Prüfungsstoff

Nach einer kurzen historischen und systematischen Einführung sollen die einzelnen Textabschnitte gemeinsam diskutiert, interpretiert und erarbeitet werden.

Literatur

Husserl, Edmund (1999): Erfahrung und Urteil. Untersuchungen zur Genealogie der Logik. Redigiert und hrsg. v. Ludwig Landgrebe. Hamburg: Meiner.

Weitere Literatur wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben.


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA M 2.3, § 57.2.4, UF PP 06

Letzte Änderung: Mo 27.07.2026 11:05