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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

180084 PS Diskursethik oder Ethik der Kontingenz? (2016S)

Habermas vs. Laclau

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 09.03. 09:45 - 11:15 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 16.03. 09:45 - 11:15 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 06.04. 09:45 - 11:15 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 13.04. 09:45 - 11:15 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 20.04. 09:45 - 11:15 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 27.04. 09:45 - 11:15 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 04.05. 09:45 - 11:15 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 11.05. 09:45 - 11:15 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 18.05. 09:45 - 11:15 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 25.05. 09:45 - 11:15 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 01.06. 09:45 - 11:15 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 08.06. 09:45 - 11:15 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 15.06. 09:45 - 11:15 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 22.06. 09:45 - 11:15 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 29.06. 09:45 - 11:15 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die radikale Demokratie, wie sie von Ernesto Laclau und Chantal Mouffe 1985 konzipiert wurde, gründet einerseits auf einer radikalen Kontingenz und Unentscheidbarkeit, andererseits auf Hegemonie. Letzteres macht es Laclau unmöglich, wie Derrida, eine dekonstruktive Ethik des Politischen in der Form zu denken, dass sie selbst zum politischen Inhalt werden kann (z.B. in Derrida’s démocratie à venir). Durchaus aber sieht Laclau eine strukturelle Ethik in seinem Ansatz enthalten. Er verortet Ethik genau zwischen dem Sein und dem Sollen. Diese Kluft kann weder rational noch emotional jemals vollständig überbrückt werden und verlangt gerade deshalb eine radikale Investition von Seiten des Individuums.
Der Anspruch einer pluralen Demokratie verweigert sich jeder inhaltlichen Setzung im Vorfeld der Politik.Das Ethische bleibt in dieser Auffassung leer und wird erst durch hegemoniale Setzungen ins Normative umgewandelt.
Radikal davon zu unterscheiden ist Jürgen Habermas’ Diskursethik. Hier werden ethische Aussagen mittels an der Vernunft und bestimmten Diskursregeln orientierten Argumenten überprüft. Auch Habermas verzichtet auf eine Letztbegründung, allerdings wird der Kontingenz bereits mit einer normativen Setzung des idealen Verfahrens (also der Sprechsituation) begegnet und so ein Konsens erleichtert. Laclau und Mouffe setzen hingegen gerade auf Konfliktualität und ihren zentralen Beitrag zu einer ethischen Investition.

Welcher Zugang zur Ethik ist nun eher in der Lage, gesellschaftspolitische Relevanz zu entwickeln und gegenwärtigen politischen Problemen gerecht zu werden? Welcher Zugang kann besser vermittelt werden, kann also in eine praktische Ethik überführt werden? Können im Lichte der Kontingenz ethische Fragen glaubwürdig diskutiert werden? Und wenn ja, wie kann das argumentiert werden? Solche und andere Fragen sollen im Seminar diskutiert werden.
Das Seminar ist als ein Lektüre orientiertes Theorieseminar konzipiert. Intensive Lektüre der Texte, Präsentation der Texte mittels kurzer Impulsreferate und gemeinsame Diskussion stehen im Mittelpunkt.
Ziel des Seminars ist, über die genaue Lektüre von philosophischen Texten Ernesto Laclaus und Habermas’ den Zusammenhang von und die Schwierigkeit innerhalb des Verhältnisses von Ethik, Diskurs und radikaler Demokratie/Hegemonietheorie erkennen, diskutieren und auf heutige Entwicklungen umlegen zu können.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit/ Diskussion
- Impulsreferat
- Seminararbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur

Primärtexte werden zur Verfügung gestellt.

Jürgen Habermas (1991): Erläuterungen zur Diskursethik, Frankfurt a.M.
Jürgen Habermas (1996): Die Einbeziehung des Anderen: Studien zur politischen Theorie, Frankfurt a.M.
Ernesto Laclau / Chantal Mouffe (2012/1985): Hegemonie und radikale Demokratie. Zur Dekonstruktion des Marxismus, Wien.
Judith Butler / Ernesto Laclau / Slavoj Zizek (2013): Kontingenz - Hegemonie - Universalität, Wien.
Jacques Derrida (2005): Marx’ Gespenster. Der verschuldeteStaat, Trauerarbeit und die neue Internationale, Frankfurt a.M.
Simon Critchley(2008): Unendlich fordernd. Ethik der Verpflichtung, Politik des Widerstands, Diaphanes.
Simon Critchley (2014): The Ethics of Deconstruction. Derrida and Levinas, Edinburgh

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA M 6.1; PP 57.3.4, BA M13

Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:52