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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

180096 SE Grundbegriffe feministischer Philosophie (2014S)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

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Details

max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Montag 10.03. 14:15 - 15:45 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Montag 17.03. 14:15 - 15:45 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Montag 24.03. 14:15 - 15:45 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Montag 31.03. 14:15 - 15:45 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Montag 07.04. 14:15 - 15:45 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Montag 28.04. 14:15 - 15:45 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Montag 05.05. 14:15 - 15:45 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Montag 12.05. 14:15 - 15:45 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Montag 19.05. 14:15 - 15:45 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Montag 26.05. 14:15 - 15:45 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Montag 02.06. 14:15 - 15:45 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Montag 16.06. 14:15 - 15:45 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Montag 23.06. 14:15 - 15:45 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Montag 30.06. 14:15 - 15:45 Hörsaal 2i NIG 2.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Welche Bedeutung hat Philosophie im interdisziplinären Dialog mit den Gender-/Queer-Studies? Um dieser Frage nachzugehen, ist es zielführend, unter Bezugnahme auf Immanuel Kants Schrift Der Streit der Fakultäten sehr grundlegend an die Aufgabe von Philosophie im Fächerkanon der Universität heranzugehen. Die Gender-/Queer-Studies operieren in ihren Argumentationen mit philosophischen Begriffen, die der philosophischen Klärung bedürfen, sollten diese nicht zu Reduktionismen im Begriff des Menschen führen. Was kann Philosophie dazu beitragen, ein sinnvolles Argument zu erarbeiten für einen im Sinne von Kants Streit der Fakultäten her verstandenen streitbaren Dialog zwischen Philosophie und den Gender-/Queer-Studies?
Welches Differenzierungsangebot kann feministische Philosophie, als Grundlagenforschung für die Geschlechter-Studien, in die Debatte einbringen, um einerseits die biologistischen Reduktionismen, andererseits die konstruktivistischen Verkürzungen im Begriff des Menschen aufzuzeigen und kritisch zurückzuweisen?
Das Seminar wird in vier systematische Teile gegliedert; die Textauswahl für die Referate wird in der ersten Seminarsitzung bekannt gegeben.
Erster Teil: Was ist die Aufgabe von Philosophie und feministischer Philosophie?
Zweiter Teil: Philosophische Anthropologie unter feministischem Aspekt.
Dritter Teil: Feministische Ethik.
Vierter Teil: Rechts- und politische Philosophie.

Zeitplan: 20 Minuten Einführung; 20 Minuten Referat; 45 Minuten Diskussion.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Referat, Diskussion, Seminararbeit.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Ziel: Die Lehrveranstaltung soll die Studierenden einführen in philosophische Argumentation (lebendige und durchaus kontroverse Diskussionen sind sehr erwünscht), und sie befähigen, komplexe philosophische Problemstellungen heraus zu arbeiten, um Krisenphänomene unserer Zeit kritisch zu reflektieren.
Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Da das Seminar Workshop-Charakter hat, sind auch Verständnisfragen an jedem Punkt der Auseinandersetzung mit den Texten möglich und erwünscht.

Prüfungsstoff

20 Minuten Einführung; 20 Minuten Referat; 45 Minuten Diskussion.
Das Seminar bietet eine grundlegende Hinführung zu Problem- und Fragestellungen der praktischen Philosophie. Welche Bedeutung hat feministische Philosophie für die Erarbeitung eines Maßstabs einer geschlechtergerechten Gesellschaft? Warum heute noch feministische Theorie? Von welchem Feminismus ist die Rede? Sind die feministischen Kernthemen heute - weltweit gesehen - noch aktuell? Beziehung Feminismus - Gender-Studies?

Literatur

Literatur wird am ersten Seminartermin bekannt gegeben.

Kleine Auswahlbibliographie:
beiträge zur feministischen theorie und praxis. Geteilter Feminismus. Heft Nr. 27, Köln 1990.
Butler Judith, Das Unbehagen der Geschlechter. Frankfurt/M. 1991
Butler Judith, Die Macht der Geschlechternormen. Frankfurt/M. 2009.
Butler, Judith, Gefährdetes Leben. Frankfurt/M. 2005.
Butler, Judith, Am Scheideweg. Frankfurt/M. 2013.
feministische studien, 31. Jg., 1 (2013) "Was ist und wozu heute noch feministische Theorie?" Stuttgart 2013.
Irigaray Luce, Das Geschlecht, das nicht eins ist. Berlin 1997.
Nagl-Docekal Herta, Feministische Philosophie. Ergebnisse, Probleme, Perspektiven. Frankfurt/M. 2000.
Gudrun Perko, Queer-Theorien. Ethische, politische und logische Dimensionen plural-queeren Denkens. Köln 2005.
Raynova Yvanka, Feministische Philosophie in europäischem Kontext. Gender-Debatten zwischen Ost und West. Wien-Köln-Weimar 2010.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA M 11, BA M 13, PP 57.3.7, PP 57.3.6

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:36