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180104 VO-L Der Krieg und die 'conditio humana' (2019S)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie

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Details

Sprache: Deutsch

Prüfungstermine

Lehrende

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Montag 11.03. 13:15 - 14:45 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Montag 18.03. 13:15 - 14:45 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Montag 25.03. 13:15 - 14:45 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Montag 08.04. 13:15 - 14:45 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Montag 29.04. 13:15 - 14:45 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Montag 06.05. 13:15 - 14:45 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Montag 20.05. 13:15 - 14:45 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Montag 27.05. 13:15 - 14:45 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Montag 03.06. 09:45 - 11:15 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Montag 03.06. 13:15 - 14:45 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Montag 17.06. 09:45 - 11:15 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Montag 17.06. 13:15 - 14:45 Hörsaal 2i NIG 2.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Vorlesung mit erweitertem Lektüreprogramm setzt es sich zur Aufgabe, den Krieg als ein genuin philosophisches Problem zu reflektieren. Die VO schlägt dabei einen Bogen von der Auseinandersetzung, wie sie in der griechischen Antike (v.a. bei Platon) zu finden ist, über Hobbes hin zur klassischen deutschen Philosophie, in der der Topos ebenfalls zentrale Bedeutung hatte. Ein zusätzlicher Schwerpunkt gilt sodann den Transformationen des Krieges in der Spätmoderne und in der Gegenwart ("neue Kriege") und der Frage, ob und wie diese Transformationen unsere Auffassung der Conditio humana zu verändern im Begriff sind oder sie bereits verändert haben. Das Ziel der VO besteht übergreifend besehen darin, die philosophische Auseinandersetzung mit dem Krieg als einen oft bloß marginal oder implizit belassenen Bestandteil abendländischen Denkens zu reflektieren um zu klären, wie sich in den Transformationen des Krieges je ein anders Verständnis der sog. conditio humana spiegelt. Diese Zielsetzung wird in exemplarischen Analysen verfolgt und mit Bezug auf die Gegenwart kritisch ins Licht gesetzt.
Die LV ist als VO mit erweiterter Lektüreleistung konzipiert. Aus den behandelten Schwerpunkten soll von Seiten der Studierenden einer ausgewählt und in eigener Lektüre vertieft werden. Dazu sollten mindestens drei einschlägige weiterführende Texte studiert werden. In jeder Einheit soll zudem ausreichend Raum für die Diskussion belassen werden. Dies erscheint mir gerade bei einem grundsätzlich umstrittenen Randthema der Philosophie notwendig zu sein.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Schriftliche Prüfung, in der dezidiert auch die eigene Leseleistung befragt wird.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Kenntnis des in der VO behandelten Stoffes sowie die Vermittlung einer klar erkennbaren Linie eigenen Literaturstudiums.

Prüfungsstoff

Die behandelten Positionen und die eigene Schwerpunktsetzung

Literatur

Ausgewählte Primärtexte (Platon, Aristotles, Hobbes, Kant, Fichte, Hegel, Clausewitz, Jünger, Heidegger, Levinas, Arendt, Patocka)

Weitere Literatur:

A. HIRSCH, Recht auf Gewalt? Spuren philosophischer Gewaltrechtfertigung nach Hobbes. München 2004.
M. KALDOR, New and Old Wars: Organized Violence in a Global Era. Cambridge 1999.
J. KEEGAN, Die Kultur des Krieges. Berlin 1995.
U. KLEEMEIER, Grundfragen einer philosophischen Theorie des Krieges. Platon - Hobbes - Clausevitz, Berlin, Boston 2002 (bes. die Kapitel zu Platon und Hobbes)
M. MORI, "Krieg und Frieden in der klassischen deutschen Philosophie." In Machtpolitischer Realismus und pazifistische Utopie, hg. v. H. Joas und H. Steiner, Frankfurt/Main 1989, 49-91.
H. MÜNKLER, Über den Krieg. Stationen der Kriegsgeschichte im Spiegel ihrer theoretischen Reflexion, Weilerswist 2002.
—, Die neuen Kriege. Reinbek bei Hamburg 2007 (3. Aufl.)
F. RICKEN, Platon und Aristoteles über Krieg und Frieden, Barsbüttel 1988.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mi 23.10.2019 09:28