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180117 SE Philosophische Anthropologie und Moralphilosophie (2019W)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 09.10. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 16.10. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 23.10. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 30.10. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 06.11. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 13.11. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 20.11. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 27.11. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 04.12. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 08.01. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 15.01. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 22.01. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 29.01. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Philosophische Anthropologie versteht sich als philosophische Denkrichtung, welche am Leitfaden der Lebensfrage als allgemeine Wissenschaft vom Menschen sämtliche Teilgebiete und Disziplinen der Philosophie durchdringt. Menschen werden darin als bio-psycho-soziale Lebewesen begriffen. Der darauf beruhenden, humanspezifischen Exzentrierung verdankt sich im Anschluss an die Überlegungen von Plessner die Bildung von Vernunft, Geist und Moral. Diese zielt bei Kant auf die Autonomie des guten, freien Willens. Nach Piaget und Kohlberg beruhen Autonomiegewinn und moralische Urteilsfähigkeit auf ontogenetischen Entwicklungsbedingungen. Für Tomasello wird die damit verbundene Bildung von Moral allerdings erst im Rückgriff auf ihre naturgeschichtlichen Voraussetzungen erklärbar. In Verbindung damit betont wiederum Stemmer den alle Moral übergreifenden Vorrang des Wollens. Bei Dux geht es indes darum zu zeigen, wie sich Moral als Formgestalt sozialer Vernunft aus der evolutiv hervorgetretenen Bedingungskonstellation der anthropologischen Verfassung bilden konnte. Als ein Prozess, der seiner Auffassung nach bis heute noch nicht abgeschlossen ist.

Im Anschluss an die inhaltlich-systematische Einleitung in das Thema der Lehrveranstaltung sollen zu den einzelnen Seminarterminen einschlägige, in der Literaturliste vorgeschlagene Texte studiert und durch Referate präsentiert werden.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Für einen positiven Seminarabschluss ist eine regelmässige Anwesenheit erforderlich. Die zum Zeugnis führende Leistungskonntrolle resultiert aus der qualitativen Beurteilung des Referates und der damit verbundenen, den wissenschaftlichen Normvorgaben entsprechenden, schriftlichen Seminararbeit.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Regelmässige Anwesenheit und Mitarbeit, Referat, Seminararbeit

Prüfungsstoff

Mündlich präsentierte und schriftlich bearbeitete Seminarliteratur

Literatur

Kant: Kritik der praktischen Vernunft. Grundlegung zur Metaphysik der Sitten
Plessner: Die Stufen des Organischen und der Mensch
Fischer, J.: Exzentrische Positionalität
Piaget: Das moralische Urteil beim Kinde
Kohlberg: Die Psychologie der Moralentwicklung
Stemmer: Der Vorrang des Wollens
Tomasello: Eine Naturgeschichte der menschlichen Moral
Dux: Die Moral in der prozessualen Logik der Moderne

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Fr 20.09.2019 09:28