Universität Wien FIND

Bedingt durch die COVID-19-Pandemie können kurzfristige Änderungen bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen (z.B. Absage von Vor-Ort-Lehre und Umstellung auf Online-Prüfungen) erforderlich sein. Melden Sie sich für Lehrveranstaltungen/Prüfungen über u:space an, informieren Sie sich über den aktuellen Stand auf u:find und auf der Lernplattform moodle. ACHTUNG: Lehrveranstaltungen, bei denen zumindest eine Einheit vor Ort stattfindet, werden in u:find momentan mit "vor Ort" gekennzeichnet.

Regelungen zum Lehrbetrieb vor Ort inkl. Eintrittstests finden Sie unter https://studieren.univie.ac.at/info.

180117 SE Technik als kulturelle Form (2021S)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
DIGITAL
Fr 14.05. 10:00-16:00 Digital
Digital

An/Abmeldung

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Freitag 16.04. 10:00 - 13:00 Digital
Freitag 28.05. 10:00 - 16:00 Digital
Freitag 18.06. 10:00 - 16:00 Digital

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

An kulturphilosophischen Referenztexten von Cassirer, Benjamin und Blumenberg wird die spezifische Reflexion auf Technik als kulturelle Form erarbeitet.
In enger Verbindung mit Aby Warburg und dessen kulturwissenschaftlicher Bibliothek in Hamburg hat Ernst Cassirer eine Philosophie entwickelt, die auf einem poietischen Kulturbegriff beruht. Dabei kommt Technik ein herausragender und wegweisender Stellenwert zu: zum einen markiert sie den Bereich des Herstellens, zum anderen wird sie neben Sprache, Mythos, Wissenschaft und Kunst als eigene symbolische Form bestimmt. Zeitgleich wurde im Umkreis des Frankfurter Instituts für Sozialforschung Technik über den Doppelcharakter hergestellter Dinge als Gegenstände der Kultur und als Waren thematisch. Walter Benjamin widmete sich mit seinem bekanntesten Aufsatz dem Film nicht nur als aktuellster Kunstform und Leitmedium der Zwischenkriegszeit, genauso als technischer Apparatur. Die vor wenigen Jahren gesammelt veröffentlichten Texte Hans Blumenbergs zu einer Geistesgeschichte der Technik lassen eine Technikreflexion entdecken, die ihren kulturphilosophischen Einsatz imdiskursiven Kräftefeld der Nachkriegszeit herausgebildet hat und heute als Alternative zu Heideggers Technikschriften rezipiert wird.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Art der Leistung:
- Anwesenheit und aktive mündliche wie schriftliche Mitarbeit
- Verfassen eines Protokolls
- Halten eines Impulsreferats (10 Min.)
- Vorbereitung jeder Sitzung: Lesen aller Texte; schriftliche Lektürereflexionen zu jedem Text
- Nachbereitung der Sitzungen: Überarbeitung der Lektürereflexionen mit Abgabe am Ende
- Verfassen und Einreichen einer schriftlichen Gesamtreflexion am Ende (2-3 Seiten)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Prüfungsimmenente LV, daher keine Abschlussprüfung.

Literatur

Textgrundlage:
- Ernst Cassirer, Form und Technik (1930), in: Cassirer, Schriften zur Philosophie der symbolischen Formen, hg. v. Marion Lauschke, Hamburg: Meiner 2009, S. 123-167 (oder eine andere Ausgabe)
- Walter Benjamin, Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit (1935/1936), hg. v. Burkhardt Lindner, Berlin: Suhrkamp 2012 (Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe, hg. v. Christoph Gödde/Henri Lonitz in Zusammenarbeit mit dem Walter Benjamin Archiv, Bd. 16); alternativ: Benjamin, Gesammelte Schriften, hg. v. Rolf Tiedemann/Hermann Schweppenhäuser, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1991, Bd. 7
- Hans Blumenberg, Schriften zur Technik (1946-1970), hg. v. Alexander Schmitz/Bernd Stiegler, Berlin: Suhrkamp 2015

Sämtliche Literatur wird online zur Verfügung gestellt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mi 21.04.2021 11:26