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180126 SE Philosophie in Lateinamerika 2 ( Peru, Ecuador, Bolivien) (2017S)

Identität, Vergleich und Wechselwirkung zwischen lateinamerikanischem und europäischem Denken

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

In deutscher Sprache

Details

max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Freitag 17.03. 16:45 - 20:00 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Samstag 18.03. 10:00 - 15:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Donnerstag 08.06. 16:45 - 20:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Freitag 09.06. 16:45 - 20:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Samstag 10.06. 10:00 - 15:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

An Hand des mythologischen und philosophischen Denkens in Peru, Bolivien und Kolumbien wird, im Rahmen von Identität und Differenz zur europäischen Philosophie, die Spezifik des andinen Weltverständnisses herausgearbeitet. In Anbetracht der seit Beginn des 21. Jahrhunderts sich vollziehenden indigenen Emanzipationsbewegung hat sich in den Aymara und Ketschua sprechenden andinen Regionen (im Rahmen von Mischreligionen) altamerikanisches Denken erhalten. Von dieser Sicht aus steht in der Lehrveranstaltung die Frage nach der philosophischen Bedeutung sozialer Mythen für heute im Mittelpunkt der Betrachtung. Ausgegangen wird von den Mythosdeutungen Vicos, Herders, Hegels, Schellings und Cassirers und ihrer Anwendung auf den andinen Kulturraum. Es geht hierbei um die Vergewisserung ihrer universellen Gültigkeit im Kontext der Verknüpfung von Universalität und Partikularität menschlicher Vernunftstätigkeit. In diesem Zusammenhang wird, in differenzierter Weise, auf die verschiedenen Mythosdeutungen (u.a. in ihrer transzendentalen, strukturalistischen, psychologischen Bestimmung) eingegangen.
Weitere Schwerpunkte der Lehrveranstaltung sind: kulturelle Mittlungen, z.B. in welcher
Weise die arabische Philosophie in Spanien durch ihren Einfluss auf die Neuscholastik die
Rezeption der europäischen Philosophie in Peru, Bolivien und Kolumbien prägte. Das betrifft u.a. die Aneignung und Verwandlung der europäischen Aufklärung, Romantik und des Positivismus. In diesem Zusammenhang werden Besonderheiten des philosophischen Wissenstransfers zwischen Peru, Bolivien, Kolumbien und Europa (Victor Cousin, Unamuno etc.) erörtert. Befreiungsphilosophisches und theologisches Denken; Identität und Differenz zu europäischen geistigen Strömungen steht dabei im Mittelpunkt. Positionen der Neuscholastik und katholischen Sozialphilosophie zu den sozialen Problemen unserer Zeit werden eingehend untersucht.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Art der Leistungskontrolle: mündliches Kurzreferat und schriftliche Seminararbeit. Die Referate werden im 2. Block gehalten. Vorschläge zu Referatsthemen werden in der Referatsthemenliste in Moodle zu Beginn der LV veröffentlicht.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur

Literaturangaben zum Schwerpunkt dieses Semesters werden beim Beginn der LV bekanntgegeben. Empfohlene Literatur zur Einführung: Krumpel, Heinz, Philosophie in Lateinamerika (zweite Auflage) Frankfurt am Main 2011; Weiterfürende Literatur : ders. Barock und Moderne in Lateinamerika, Frankfurt am Main 2008; ders. Philosophie und Literatur in Lateinamerika -20. Jahrhundert- Frankfurt am Main, 2006; ders. Aufklärung und Romantik in Lateinamerika, Frankfurt am Main 2004; ders; Mythos und Philosophie im alten Amerika, Frankfurt am Main 2010. Aufklärung und Philosophie in Lateinamerika 2016 Ueberweg.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA M 8.1
MA Ethik M02 D
M3 E. Ästhetik, Kulturphilosophie, Interkulturelle Philosophie/ Philosophie in einer globalen Welt

Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:52