Universität Wien

180161 VO-L Vorlesung mit Lektüre zur Sprachphilosophie (2023S)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

Sprache: Deutsch

Prüfungstermine

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

The first lecture will take place on 10 March 2022.

Donnerstag 09.03. 13:15 - 14:45 Hörsaal 32 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Donnerstag 16.03. 13:15 - 14:45 Hörsaal 32 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Donnerstag 23.03. 13:15 - 14:45 Hörsaal 32 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Donnerstag 30.03. 13:15 - 14:45 Hörsaal 32 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Donnerstag 20.04. 13:15 - 14:45 Hörsaal 32 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Donnerstag 27.04. 13:15 - 14:45 Hörsaal 32 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Donnerstag 04.05. 13:15 - 14:45 Hörsaal 32 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Donnerstag 11.05. 13:15 - 14:45 Hörsaal 32 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Donnerstag 25.05. 13:15 - 14:45 Hörsaal 32 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Donnerstag 01.06. 13:15 - 14:45 Hörsaal 32 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Donnerstag 15.06. 13:15 - 14:45 Hörsaal 32 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Donnerstag 22.06. 13:15 - 14:45 Hörsaal 32 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Diese Vorlesung ist eine Einführung in einige der wichtigsten Bereiche der Sprachphilosophie.
Wir alle wissen, dass sprachliche Ausdrücke (Wörter, Sätze usw) Bedeutung haben, und dass es die Bedeutung der Ausdrücke ist, die uns erlaubt mittels Sprache zu kommunizieren. Was aber ist Bedeutung? Worin besteht die Bedeutung eines Ausdruckes? Wie können wir im Voraus die Bedeutung aller Sätze einer Sprache kennen, ohne sie schon einmal gehört zu haben? Auf welche Weise hängt die Bedeutung eines zusammengesetzten Ausdrucks von der Bedeutung seiner Teilausdrücke ab? Gibt es sprachliche Konventionen, und wenn ja, worin bestehen sie? Dies sind einige der zentralen Fragen, die innerhalb der Sprachphilosophie behandelt werden.
Diese Lehrveranstaltung versucht drei Aspekte zu kombinieren: einen relativ umfassenden Überblick, die Vermittlung von Grundkenntnissen, und ein detailliertes Studium von zentralen Originaltexten. Im Ergebnis sollten erfolgreiche AbsolventInnen der Veranstaltung dann in der Lage sein, sich in der Teildisziplin Sprachphilosophie minimal orientieren zu können, und zu einigen zentralen Fragen verschiedene Positionen artikulieren und motivieren zu können.
Wir beginnen mit einem klassischen Aufsatz von H.P. Grice mit dem Titel „Meaning“, in dem Grice versucht, das, was eine SprecherIn meint, durch ihre Absichten zu erklären. Danach wenden wir uns der Semantik zu, also der Lehre der Bedeutung von Ausdrücken. Den Ausgangspunkt bilden klassische Texte von Frege und Russell, die auch heute noch Referenzpunkte sind. Komplementär hierzu werden systematisch und überblicksmäßig eine Reihe von Standardproblemen und Lösungen vorgestellt werden (opake Kontexte, Intensionen, Propositionen, Eigennamen, bestimmte und unbestimmte Kennzeichnungen, Kontextabhängigkeit, empirische Legitimität des Bedeutungsbegriffes, Analytizität). Daraufhin folgen Sitzungen, in denen die Geschichte und die Grundideen der formalen Semantik natürlicher Sprachen ganz kurz in Ansätzen vorgestellt werden. Schließlich werden drei Grundthemen der Pragmatik vorgestellt: Sprechakte, Implikaturen und Präsuppositionen.
Vorbereitende Lektüre: am Beginn des Semesters werden online die Texte bereitgestellt, die vor jeder Sitzung jeweils studiert werden sollen. Viele dieser Texte werden im englischen Original bereitgestellt. Zusätzlich wird es zu den jeweiligen Themen Hinweise auf weiterführende Literatur geben.
Zum Ablauf der Sitzungen: In jeder Sitzung der Vorlesung werde ich zum jeweils vorgesehenen Thema vortragen, wobei es nur zum Teil um den jeweils zu lesenden Text gehen wird. Beim Vortrag bin ich bereit, gelegentliche kurze Verständnisfragen zu beantworten, und werde regelmäßig den TeilnehmerInnen Gelegenheit geben Fragen zu stellen oder Einwände vorzubringen. Etwa nach der Hälfte der Sitzung soll es eine kurze Pause geben, in der ich Ihnen jeweils einige Übungsaufgaben stellen, und Sie bitten werde, diese innerhalb der Pause in Kollaboration mit Ihrem Nachbarn/Ihrer Nachbarin, zu bearbeiten. Diese Übungsfragen dienen der Selbstkontrolle, und die Antworten werden direkt im Anschluss im Plenum besprochen.
In diesem Semester wird Tutor Michael Stöger ein freiwilliges Tutorium anbieten, in dem vor allem die Lektüre besprochen wird. Unabhängig vom Tutorium wird allen TeilnehmerInnen empfohlen, sich mit anderen KommilitonInnen zusammenzutun, und gemeinsam die Texte und Inhalte der Vorlesung zu studieren und zu besprechen: das macht nicht nur mehr Spaß, sondern schärft auch Ihr Verständnis und macht Sie zur besseren PhilosophIn!

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die schriftliche Prüfung wird aus einer Serie von detaillierten multiple choice-Fragen bestehen, ergänzt durch eine Frage, die kurz in zusammenhängenden Sätzen beantwortet werden soll (hier können Sie eine von drei Fragen auswählen). Diese diskursive Frage soll in max. 200 Wörtern beantwortet werden. Die multiple-choice-Fragen dienen dazu, zu überprüfen, ob Details des Stoffes verstanden wurden, während die diskursive Frage eher dazu dienen das Verständnis von etwas größeren Zusammenhängen zu überprüfen, und auch die Fähigkeit solche Zusammenhänge kohärent zu darzustellen. Es sind keine Hilfsmittel zugelassen.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Mindestanforderung: 60% der möglichen Höchstpunktzahl in der Prüfung.
60% ergibt eine 4,

69% eine 3,

77% eine 2
,
85% eine 1.

Prüfungsstoff

Prüfungsstoff sind alle in der Vorlesung behandelten Texte und Themen.

Literatur

Neben den jeweils vorzubereitenden Texten (werden auf Moodle zur Verfügung gestellt) werden die folgenden allgemeinen Einführungen, Handbücher und Textsammlungen als zusätzliche Informationsquellen empfohlen:

Darragh Byrne & Max Kölbel (eds) (2010) Arguing about Philosophy of Language. London: Routledge.

Manuel García-Carpintero & Max Kölbel (eds) (2014) Bloomsbury Companion to the Philosophy of Language. London: Bloomsbury. (Ehemals: Continuum Companion to the Philosophy of Language).

Delia Graff Fara & Gillian Russell (2012) Routledge Companion to Philosophy of Language. London: Routledge.

Gary Kemp (2013) What Is This Thing called Philosophy of Language? London: Routledge

Nikola Kompa (ed) (2015) Handbuch Sprachphilosophie. Stuttgart: Metzler.

William G. Lycan (2008) Philosophy of Language: A Contemporary Introduction, second edition. London: Routledge.

Aloysius Martinich & David Sosa (eds) (2013) The Philosophy of Language. Oxford: Oxford University Press.

Alexander Miller (2007), Philosophy of Language, second edition, Ithaca: McGill-Queen’s University Press.

Michael Morris (2007) An Introduction to the Philosophy of Language. Cambridge: Cambridge University Press.

Albert Newen & Markus A. Schrenk (2013) Einführung in die Sprachphilosophie, 2. Auflage, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.

Thomas Ede Zimmermann (2013) Einführung in die Semantik, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mi 20.09.2023 12:27