Universität Wien
Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

180197 PS Kant und Constant über ein (vermeintliches) Recht zu lügen (2025W)

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Hinweis der SPL Philosophie:

Das Abgeben von ganz oder teilweise von einem KI-tool (z.B. ChatGPT) verfassten Texten als Leistungsnachweis (z.B. Seminararbeit) ist nur dann erlaubt, wenn dies von der Lehrveranstaltungsleitung ausdrücklich als mögliche Arbeitsweise genehmigt wurde. Auch hierbei müssen direkt oder indirekt zitierte Textstellen wie immer klar mit Quellenangabe ausgewiesen werden.

Die Lehrveranstaltungsleitung kann zur Überprüfung der Autorenschaft einer abgegebenen schriftlichen Arbeit ein notenrelevantes Gespräch (Plausibilitätsprüfung) vorsehen, das erfolgreich zu absolvieren ist.

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Mittwoch 15.10. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Mittwoch 22.10. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Mittwoch 29.10. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Mittwoch 05.11. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Mittwoch 12.11. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Mittwoch 19.11. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Mittwoch 26.11. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Mittwoch 03.12. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Mittwoch 10.12. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Mittwoch 17.12. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Mittwoch 07.01. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Mittwoch 14.01. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Mittwoch 21.01. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Mittwoch 28.01. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3B NIG 3.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Im Zentrum des Seminars steht Kants kurzer Text über ein „vermeintes“ Recht aus Menschenliebe zu lügen. Kant hat in unterschiedlichen Schriften für eine ausnahmslose moralische Pflicht argumentiert, die Wahrheit zu sagen bzw. – was man für diese hält (Wahrhaftigkeit). Der Text von 1797 eignet sich hervorragend, um zu lernen, wie mit historischen Fragen umgegangen werden kann, die sich an Texte der Ethik richten lassen. Welche Stellung hat der Text im Gesamtwerk (Kants)? Inwiefern ist der Text Teil einer Debatte mit Vertreter:innen abweichender ethischer Positionen (hier mit Benjamin Constant)? Wie verhält sich der Text zur damaligen rechtlichen Normierung von unwahren Aussagen? Usw. Zugleich lässt sich in der Auseinandersetzung mit Kants kurzem Text lernen, wie in systematischer Weise mit Texten der Ethik umgegangen werden kann, wie sich deren Begriffe (Lüge, Recht, Menschenliebe, usw.) und Argumente (für bzw. gegen ein striktes Lügenverbot) klären und darstellen und ihre Behauptungen von da aus kritisieren bzw. variieren lassen. Auch lässt sich in der Auseinandersetzung mit Kants Text eine Positionierung zu grundlegenden Prinzipien der Ethik erarbeiten (Deontologie, Konsequenzialismus, Tugendethik usw.).
Wir werden jede Woche einen vorher festgelegten Abschnitt des Textes gemeinsam analysieren und diskutieren. Außerdem werden wir jede Woche Texte aus dem historischen Kontext von Kants Text und aus der philosophischen Forschung einbeziehen, die von Arbeitsgruppen vorgestellt und auf den bisherigen Seminarzshg. bzw. die aktuelle Textpassage bezogen werden.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Entweder:
Mündliche Präsentation eines selbst gewählten Textes aus dem historischen Kontext bzw. der philosophischen Forschung zu Kants Text oder zum Problem der Lüge in der Ethik in einer Arbeitsgruppe, incls. PPT mit wichtigen Zitaten und Bezug auf den bisherigen Seminarzshg. bzw. die aktuelle Textpassage 10 Min. (50%)
Oder:
Mündliche Präsentation der für eine Seminarsitzung ausgewählten Textpassage in einer Arbeitsgruppe: Inhalt, begriffliche und argumentative Aspekte, Bezug auf den bisherigen Seminarzshg., Ansätze kritischer Diskussion, 5 Min. (50%)
Und:
Sitzungsprotokoll zur Analyse und Diskussion einer Textpassage aus Kants Text, mit Vertiefung einer daraus abgeleiteten Frage/Problemstellung, unter Einbeziehung des Gesamttextes und von min. 3 weiteren Quellen (historisch oder philosophische Forschung), max. 5 S. / 2000 Wörter (50%)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

zu erfüllende Mindestanforderungen:
a) Teilnahme an der ersten Seminarsitzung (organisatorische Absprachen)
b) Regelmäßige, aktive Teilnahme an allen Seminarsitzungen, kein Fehlen ohne wichtigen Grund
c) Aktive Beteiligung an einer mündlichen Präsentation in AG (ggf. Textrecherche und Bereitstellung, gemeinsame Erarbeitung des Textes und Absprachen zur Präsentation, Vorbereitung PPT, mündliche Vorstellung, Reaktion auf Rückfragen)
d) Individuelle Ausarbeitung und Abgabe eines Sitzungsprotokolls bis zum Ende der Vorlesungszeit (31.1.2026)
Beurteilungsmaßstab:
Qualität der mündlichen Präsentation (50%) und des schriftlich ausgearbeiteten Protokolls (50%)
Kriterien: fachliche Richtigkeit, Eigenständigkeit und Komplexität fachlicher Darstellungen, Interpretationsansätze und des fachlichen Urteils, Erfüllung formaler Anforderungen des Fachs, wie Kohärenz, Qualität und Umfang der hergestellten Sach- und Literaturbezüge, Klarheit und Präzision von Darstellung und Argumentation usw., Wissenschaftliche Arbeitstechniken (Qualität der bibliographischen Recherche und Angaben/Zitierung), Differenziertheit der Reaktion auf fachliche Nachfragen und Kritik und der Bezugnahme auf den Arbeitsstand des Seminars
Die genannten Kriterien werden im Sinne der mit der Notenskala verbundenen Graduierungen der Beurteilung zu Grunde gelegt.

Prüfungsstoff

Inhalt der Seminarpräsentationen und -gespräche und der im Seminar einbezogenen bzw. bei Ausarbeitung des Protokolls hinzugezogenen Literatur.

Literatur

Immanuel Kant: Über ein vermeintes Recht aus Menschenliebe zu lügen. Akademieausgabe, Bd. VIII, Berlin 1912/1968 u.ö., S. 425-430
Benjamin Constant: Über politische Reaktion, in: Kant und das Recht der Lüge, hrsg. v. G. Geisman und H. Oberer, Würzburg 1986, S. 23-25
und die außerdem durch die Teilnehmenden eingebrachte Literatur (s.o.)

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 27.07.2026 09:27