Universität Wien

180212 KU "Sex" Hormones (2025W)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Hinweis der SPL Philosophie:

Das Abgeben von ganz oder teilweise von einem KI-tool (z.B. ChatGPT) verfassten Texten als Leistungsnachweis (z.B. Seminararbeit) ist nur dann erlaubt, wenn dies von der Lehrveranstaltungsleitung ausdrücklich als mögliche Arbeitsweise genehmigt wurde. Auch hierbei müssen direkt oder indirekt zitierte Textstellen wie immer klar mit Quellenangabe ausgewiesen werden.

Die Lehrveranstaltungsleitung kann zur Überprüfung der Autorenschaft einer abgegebenen schriftlichen Arbeit ein notenrelevantes Gespräch (Plausibilitätsprüfung) vorsehen, das erfolgreich zu absolvieren ist.

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Montag 06.10. 09:45 - 11:15 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
  • Montag 13.10. 09:45 - 14:45 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
  • Montag 20.10. 09:45 - 14:45 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
  • Montag 27.10. 09:45 - 14:45 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung


WICHTIG: Diese LV ist geblockt. Das bedeutet, dass Studierende die gesamten prüfungsrelevanten Leistungen im Oktober erbringen.
WICHTIG: BA-Arbeiten sind möglich, können aber aufgrund der Mutterschutzbestimmung allerdings erst Anfang März abgegeben und benotet werden. Bei Fragen bitte email an sophie.juliane.veigl@univie.ac.at

Dieser Kurs beschäftigt sich mit der Geschichte, Soziologie und Philosophie von Steroid-Hormonen wie Testosteron, Östrogen und Progesteron, die oft als "Sexualhormone" beschrieben werden. Zentral ist eine kritische Auseinandersetzung mit heteronormativen Vorannahmen die zu der Klassifikation von Steroid-Hormonen als entweder "weibliche" und "männliche" Hormone geführt haben. Studierende lernen die Verwendung derartiger Begriffe in der Forschungsliteratur sowie im gesellschaftlichen Diskurs zu bewerten und einzuordnen.
Neben der biomedizinischen Forschung ist der Gebrauch von Steroid Hormonen der zweite zentrale Fokus. Studierende setzen sich mit der Verwendung von Steroid Hormonen im Kontext von Hormon-Ersatz-Therapien, Verhütung, Bodybuilding und Gender-Affirming Care auseinander. Zentral ist hier die Frage, inwiefern sich Konzeptionen und Vorannahmen über "Sexualhormone" ändern, wenn sie zu verschreibbaren "messengers of sex" werden. Besprochene Themen umfassen: Geschichte der "sex" hormones, Verhütung, IVF, Meno-/Andropause & Anti-Aging, Genderhacking, Bodybuilding & Gender.

Studierende Arbeiten mit drei Arten von Texten:

- Texte aus der Geschichte, Soziologie, und Philosophie der Biomedizin
- Texte aus den trans* und Queer studies
- Primärliteratur aus der Endokrinologie

Ziel des Kurses ist es Studierende zu befähigen, Begriffe wie "Sexualhormone," "männliches Hormon," "weibliches Hormon," und deren Vorkommen in wissenschaftlichen sowie populären Texten kritisch zu hinterfragen und einzuordnen. Studierende erlenen Perspektiven zu Steroid-Hormonen wie Testosteron, Östrogen und Progesteron abseits von gesellschaftlichen Stereotypen. Das während des Kurses erworbene Wissen wird am Ende des Semester in die Praxis umgesetzt, in dem Studierende ihr eigene selbstgewählte Fallstudie entwickeln in der sie sich mit Forschung zu Steroid-Hormonen auseinandersetzen. Ergebnisse werden in der letzten Einheit des Semesters vorgestellt.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Voraussetzung für den Zeugniserwerb ist die regelmäßige und aktive Teilnahme an der Lehrveranstaltung (zwei unentschuldigte Fehlstunden sind möglich), das Verfassen wöchentlicher Lektürereflexionen (3 Essays), das Halten eines Impulsreferats, sowie das Erstellen einer Abschlusspräsentation (Gruppenarbeit).

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Regelmäßige Teilnahme an der Diskussion (40%)
wöchentliche Lektürereflexionen (30%)
Impulsreferat (10%)
Abschlusspräsentation (20%)

Für eine positive Beurteilung der Lehrveranstaltung sind 60 Punkte erforderlich. Alle Teilleistungen müssen erbracht und positiv benotet werden. Bei mehr als 2 Fehlstunden ist eine Kompensationsleistung während des Semesters zu erbringen, alternativ werden 7% von der Gesamtnote pro Fehleinheit zu viel abgezogen.

1 (sehr gut) 100-90 Punkte
2 (gut) 89-81 Punkte
3 (befriedigend) 80-71 Punkte
4 (genügend) 70-60 Punkte
5 (nicht genügend) 59-0 Punkte

Alle Studierende, die einen Lehrveranstaltungsplatz erhalten haben, sind zu beurteilen, sofern sie sich nicht zeitgerecht abgemeldet haben (Abs. 5) oder unverzüglich nach Wegfall des Hindernisses einen wichtigen Grund für die Nichtdurchführung der Abmeldung glaubhaft machen. (§ 10, Abs. 6 der Satzung).

Prüfungsstoff

In diesem KU gibt es keine Prüfung. Notwendige Lektüre für qualitätsreiche Diskussionsteilnahme und für das erfolgreiche Entwickeln einer Abschlusspräsentation findet sich unter "Literatur" und wird auf Moodle zugänglich gemacht.

Literatur

Bell, S. E. (1987). Changing ideas: The medicalization of menopause. Social science & medicine, 24(6), 535-542.
Borell, M. (1985). Organotherapy and the emergence of reproductive endocrinology. Journal of the History of Biology 18(1): 1-30
Cussins, C. (1996). Ontological choreography: Agency through objectification in infertility clinics. Social studies of science, 26(3), 575-610.
Fausto-Sterling, A. (2000). Sexing the body: Gender politics and the construction of sexuality. Basic books.
Oudshoorn, N. (1994). Beyond the natural body: An archaeology of sex hormones. Routledge.
Preciado, B. (2013). Testo junkie: Sex, drugs, and biopolitics in the pharmacopornographic era. The Feminist Press at CUNY.
.Sanabria, E. (2016). Plastic bodies: Sex hormones and menstrual suppression in Brazil. Duke University Press.
Shilling, C., & Bunsell, T. (2009). The female bodybuilder as a gender outlaw. Qualitative research in sport and exercise, 1(2), 141-159.
St. Martin, L. S., & Gavey, N. (1996). Women's bodybuilding: feminist resistance and/or femininity's recuperation?. Body & Society, 2(4), 45-57.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Fr 12.09.2025 12:46