Universität Wien

180221 KU Biotechnologie, Körper und Kontrolle (2025W)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

VORAUSSICHTLICHE TERMINE
8.10. 9:45-11:15
15.10. 9:45-14:45
22.10. 9:45-14:45
29.10. 9:45-14:45

  • Mittwoch 08.10. 09:45 - 11:15 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
  • Mittwoch 15.10. 09:45 - 11:15 Hörsaal 5 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Mittwoch 15.10. 11:30 - 13:00 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Mittwoch 15.10. 13:15 - 14:45 Hörsaal 21 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 8
  • Mittwoch 22.10. 09:45 - 11:15 Seminarraum 4 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Mittwoch 22.10. 11:30 - 13:00 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Mittwoch 22.10. 13:15 - 14:45 Hörsaal 6 Franz König Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Mittwoch 29.10. 09:45 - 11:15 Hörsaal 5 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Mittwoch 29.10. 11:30 - 13:00 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Mittwoch 29.10. 13:15 - 14:45 Hörsaal 6 Franz König Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung


WICHTIG: Diese LV ist geblockt. Das bedeutet, dass Studierende die gesamten prüfungsrelevanten Leistungen im Oktober erbringen.
WICHTIG: BA-Arbeiten sind möglich, können aber aufgrund der Mutterschutzbestimmung allerdings erst Anfang März abgegeben und benotet werden. Bei Fragen bitte email an sophie.juliane.veigl@univie.ac.at

Biotechnologie verändert nicht nur unsere Körper, sondern auch die Art und Weise, wie wir über sie nachdenken und sie politisch regulieren. Ziel der Lehrveranstaltung ist es, Studierende mit zentralen philosophischen und ethischen Fragestellungen an der Schnittstelle von Körper, Technologie und Kontrolle vertraut zu machen. Im Zentrum steht die Reflexion darüber, wie biotechnologische Praktiken Konzepte wie Autonomie, Selbstbestimmung, Macht und Normalität herausfordern. Studierende sollen lernen, einschlägige Theorien kritisch zu diskutieren und eigenständig Positionen zu entwickeln.
Die Lehrveranstaltung bietet eine Einführung in philosophische und techniksoziologische Debatten zu Biotechnologie und Körperlichkeit. Behandelt werden Themen wie Biomacht, Reproduktionstechnologien, Gentechnik, Tierzüchtung, human Enhancement, und Self-tracking devices. Ein besonderer Fokus liegt auf Fragen gesellschaftlicher Regulierung und Gouvernementalität: Wer kontrolliert wessen Körper – und mit welchen Mitteln? Die Auseinandersetzung erfolgt über Textlektüre, Diskussion und Analyse aktueller Kontroversen, um die vielfältigen sozialen, politischen und kulturellen Dimensionen biotechnologischer Entwicklungen sichtbar zu machen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Voraussetzung für den Zeugniserwerb ist die regelmäßige und aktive Teilnahme an der Lehrveranstaltung (zwei unentschuldigte Fehlstunden sind möglich), das Verfassen wöchentlicher Lektürereflexionen (3 Essays), das Halten eines Impulsreferats, sowie das Erstellen einer Abschlusspräsentation (Gruppenarbeit).

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Regelmäßige Teilnahme an der Diskussion (40%)
wöchentliche Lektürereflexionen (30%)
Impulsreferat (10%)
Abschlusspräsentation (20%)

Für eine positive Beurteilung der Lehrveranstaltung sind 60 Punkte erforderlich. Alle Teilleistungen müssen erbracht und positiv benotet werden. Bei mehr als 2 Fehlstunden ist eine Kompensationsleistung während des Semesters zu erbringen, alternativ werden 7% von der Gesamtnote pro Fehleinheit zu viel abgezogen.

1 (sehr gut) 100-90 Punkte
2 (gut) 89-81 Punkte
3 (befriedigend) 80-71 Punkte
4 (genügend) 70-60 Punkte
5 (nicht genügend) 59-0 Punkte

Alle Studierende, die einen Lehrveranstaltungsplatz erhalten haben, sind zu beurteilen, sofern sie sich nicht zeitgerecht abgemeldet haben (Abs. 5) oder unverzüglich nach Wegfall des Hindernisses einen wichtigen Grund für die Nichtdurchführung der Abmeldung glaubhaft machen. (§ 10, Abs. 6 der Satzung).

Prüfungsstoff

In diesem KU gibt es keine Prüfung. Notwendige Lektüre für qualitätsreiche Diskussionsteilnahme und für das erfolgreiche Entwickeln einer Abschlusspräsentation findet sich unter "Literatur" und wird auf Moodle zugänglich gemacht.

Literatur

Clarke, A. E., Shim, J. K., Mamo, L., Fosket, J. R., & Fishman, J. R. (2003). Biomedicalization: Technoscientific Transformations of Health, Illness, and U.S. Biomedicine. American Sociological Review, 68(2), 161–194.
Foucault, M. (2003). Society Must Be Defended: Lectures at the Collège de France, 1975–76 (pp. 239–263). New York: Picador.
Hacking, I. (2006). Genetics, Biosocial Groups & the Future of Identity. Daedalus, 135(4), 81–95.
Inhorn, M. C., & Birenbaum-Carmeli, D. (2008). Assisted reproductive technologies and culture change. Annual Review of Anthropology, 37(1), 177-196.
Lupton, D. (2016). The diverse domains of quantified selves: self-tracking modes and dataveillance. Economy and Society, 45(1), 101-122.
Rabinow, P., & Rose, N. (2006). Biopower today. BioSocieties, 1(2), 195-217.
Rose, N. (2001). The Politics of Life Itself. Theory, Culture & Society, 18(6), 1–30.
Sparrow, R., & Mills, C. (2022). Genome editing: From bioethics to biopolitics. BioSocieties, 17(3), 485-505.
Thompson, C. (2005). Making Parents: The Ontological Choreography of Reproductive Technologies. Social Studies of Science, 35(1), 7–41.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Di 16.09.2025 11:06