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180312 IK Rhetorik und Argumentationstheorie (2010W)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Zusammenfassung

1 Freinschlag
2 Puhl
3 Kastner
4 Posselt
5 König

An/Abmeldung

An/Abmeldeinformationen sind bei der jeweiligen Gruppe verfügbar.

Gruppen

Gruppe 1

Beginn: Fr., 8.10. (12-17) 3D
>
> Blocktermine:
>
> Fr., 8.10. (12-17) 3D
>
> Sa., 9.10. (13-17) 3D
>
> Fr., 25.11. (12-17) 3D
>
> Sa., 26.11. (13-17) 3D
>
> Fr., 14.01. (12-17) 3D
>
> Sa., 15.01. (13-17) 3D

max. 50 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine

Zur Zeit sind keine Termine bekannt.

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Lehrveranstaltung bietet eine profunde Einführung in die Kernthemen und zentralen Probleme der Rhetorik und der Argumentationstheorie.
Die theoretischen Kenntnisse werden in praktischen Übungen erprobt (Anwendung topisch-argumentativer Verfahren, Fallbeispiele).
Programm:
Was ist Rhetorik? Hinführung
Überblick; das Proprium des rhetorischen Ansatzes
Rhetorik und Philosophie
Was bieten uns die Klassiker?
Antike Rhetorik (Aristoteles, Rhetorica ad Herennium, Cicero, Quintilian)
Zentralkonzepte der klassischen Rhetorik
Systematisierungen (officia oratoris, Stil-Lehre, Topik)
Rhetorik und Dialektik im Mittelalter
Rhetoriktheorie im 20. Jahrhundert und der moderne Ansatz
Rede und Vortrag, Kommunikation im Raum: Proxemik, Raumgestaltung; Sprechen
Intention, Persuasion und Argumentation
Einblick in 'Stationen' der Geschichte der antiken Topik (Aristoteles, Stoa, Rhetorica ad Herennium, Cicero, Quintilian)
Statuslehre
Argumentative Formulierungsmuster (Lektüre und Besprechung ausgewählter Texte)
Argumente in der Logik
Argumentation (Syllogismen, Enthymeme, Epicheireme, Präsuppositionen)
Blockveranstaltung; prüfungsimmanent; beschränkte TeilnehmerInnenzahl: max. 50

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die LV hat prüfungsimmanenten Charakter. Gefordert sind:
I. Mitarbeit, Textlektüre, Diskussionsbereitschaft
II. Praktische Übungen
III: Wissensüberprüfung (Klausur über basale Wissenselemente)

Literatur

Ausgewählte Texte werden ab Kursbeginn via Internet zugänglich sein.
Verpflichtend zu besorgen: Knape, Joachim: Was ist Rhetorik? Stuttgart 2000.
Literaturempfehlungen:
I. Allgemeine Rhetorik
Bartsch, Tim/ Hoppmann, Michael/ Rex, Bernd F./ Vergeest, Markus: Trainingsbuch Rhetorik. Paderborn u.a. 2005.
Knape, Joachim: Allgemeine Rhetorik. Stuttgart 2000.
Knape, Joachim: Was ist Rhetorik? Stuttgart 2000.
Lausberg, Heinrich: Handbuch der literarischen Rhetorik. 4. Aufl. Stuttgart 2008 (zuerst 1960).
Ueding, Gert/ Steinbrink, Bernd: Grundriss der Rhetorik. Geschichte - Technik - Methode. 4. Aufl. Stuttgart/ Weimar 2005.
II. Argumentation
Eggs, Ekkehard: Vertextungsmuster Argumentation. Logische Grundlagen. In: HSK 16.1., 2000, S. 397-414.
Kienpointner, Markus: Art. Argument. In: Historisches Wörterbuch der Rhetorik. Hg. von Gert Ueding. Bd. 1. Tübingen 1992, Sp. 889-904.
Kopperschmidt, Josef: Argumentationstheorie zur Einführung. 2. Aufl. Hamburg 2005.
Schirren, Thomas/ Ueding, Gert (Hg.): Topik und Rhetorik. Ein interdisziplinäres Symposium. Tübingen 2000.
Tetens, Holm: Philosophisches Argumentieren. Eine Einführung. München 2004.
Toulmin, Stephen: Der Gebrauch von Argumenten. 2. Aufl. Königstein/Ts. 1996.
Ueding, Gert/ Steinbrink, Bernd: Grundriss der Rhetorik. Geschichte - Technik - Methode. 4. Aufl. Stuttgart/ Weimar 2005, bes. S. 238-258 (Kap. B. Die Beweise und ihre Fundstätten).

Gruppe 2

max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 05.10. 11:00 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 12.10. 11:00 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 19.10. 11:00 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 09.11. 11:00 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 16.11. 11:00 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 23.11. 11:00 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 30.11. 11:00 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 07.12. 11:00 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 14.12. 11:00 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 11.01. 11:00 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 18.01. 11:00 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 25.01. 11:00 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Inhalt der LV sind Eigenheiten und Aufbau philosophischer Argumente und Methoden, philosophische Textformen und die philosophische Relevanz der Rhetorik. Folgende Themen sind geplant: Argumentationsmuster (z.B. transzendentale Argumente, Selbstanwendungsargumente, Gedankenexperimente, nützliche Fiktionen, Analogieargumente, Scheinargumente), Formen philosophischer Kritik und Beurteilung (z. B. reductio ad absurdum, petitio principi); rhetorische Figuren (Metaphern, Metonymien, Allegorien etc.) und ihre Rolle in philosophischen Texten und Argumenten, das Verhältnis von Logik und Rhetorik (z. B. Verhältnis Begriff-Metapher, figurative versus wörtliche Sprache); philosophische Textformen (Dialog, Monographie, Aphorismen, Fragmente etc.). Die verschiedenen Positionen und Argumentformen werden anhand philosophischer Primärtexte, vor allem aus der Philosophiegeschichte, erarbeitet.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Prüfungsmodus: Regelmäßige Anwesenheit, Protokolle, Kurzreferate, Mitarbeit, Lektürekenntnis, schriftliche Prüfung am Semesterende

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die Studierenden erarbeiten sich die wichtigsten historisch-systematischen Ansätze der Argumentationstheorie und sind befähigt, den argumentativ-rhetorischen Aufbau philosophischer Texte zu erkennen und diese Kenntnis auch für das eigene Schreiben fruchtbar zu machen.

Prüfungsstoff

Gemeinsame Analyse von Argumenten am Beispiel philosophischer Primärtexte, Vortrag, Diskussion. Texte werden nach Bedarf auf Fronter zur Verfügung gestellt.

Literatur

Julian Baggini/Peter S. Fosl: The Philosopher's Toolkit. A Compendium of Philosophical Concepts and Methods, Blackwell, 2003.
Holm Tetens: Philosophisches Argumentieren. Eine Einführung. München: Beck, 2004.

Diskussionstexte auf Fronter

Gruppe 3

max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Freitag 08.10. 14:00 - 16:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Freitag 15.10. 14:00 - 16:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Freitag 22.10. 14:00 - 16:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Freitag 29.10. 14:00 - 16:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Freitag 05.11. 14:00 - 16:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Freitag 12.11. 14:00 - 16:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Freitag 19.11. 14:00 - 16:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Freitag 26.11. 14:00 - 16:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Freitag 03.12. 14:00 - 16:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Freitag 10.12. 14:00 - 16:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Freitag 17.12. 14:00 - 16:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Freitag 14.01. 14:00 - 16:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Freitag 21.01. 14:00 - 16:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Freitag 28.01. 14:00 - 16:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Mit den Begriffen "Rhetorik" und "Argumentation" ist zweierlei gemeint. Zunächst beziehen sich beide philosophiehistorisch auf die Entstehung der Rhetorik als Disziplin in der antiken Philosophie bei den Sophisten, Platon, Aristoteles und den Stoikern. Bestritt Platon die Wahrheitsbezogenheit und damit Wissenschaftlichkeit der Rhetorik, so grenzte auch Aristoteles gleichsam die Rhetorik von der Logik, als einer wissenschaftlichen, auf Beweisführung ausgerichteten Disziplin, ab. Besonders bei Platon wird der Wahrheitsrelativismus der vorsokratischen Sophisten zurückgewiesen. Auch Aristoteles unterscheidet die Kunst zur Überzeugung von der sophistischen Überredungskunst. Die Stoiker wiederum betonten an der "guten Rede" neben der ästhetischen vor allem die moralische Komponente. Eine Rehabilitierung hat die Rhetorik erst wieder im 19. Jahrhundert bei Nietzsche erfahren. Die Argumentationstheorie wiederum ist eine sehr junge Disziplin, die sich in ihrer heutigen Fassung erst im 20. Jahrhundert entwickelt hat. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Frage, worin die Gültigkeit oder Ungültigkeit von Argumenten besteht und wie sie erwiesen werden kann.
Sodann bezeichnen "Rhetorik" und "Argumentation" eine Weise der philosophischen Praxis. Dies ist die Praxis des argumentativ richtigen und rhetorisch korrekten Denkens, Schließens und Sprechens. Um diese philosophische Praxis durchführen zu können, bedarf es der Antworten auf die Fragen, was ein Argument ist, welche unterschiedlichen Argumentationsformen es gibt, was ein Argument leisten möchte und wie es vermittelt werden kann. Um zu sehen, was ein Argument ist, müssen wir erkennen, wann es vorliegt und wie es erlangt worden ist. Ein Argument kann zunächst über verschiedene Schlussregeln (deduktive, induktive) erreicht werden. Es kann sodann in verschiedenen Mustern vorliegen: es gibt unter anderem transzendentale, modale, normativ-ethische und sprachkritische Argumentationsmuster. Ein Argument liegt weiters immer aus guten oder aus schlechten Gründen vor. Liegt es aus guten Gründen vor, dann ist ein Argument wohlbegründet, liegt es aus schlechten Gründen vor, dann ist ein Argument unbegründet. Die Unterscheidung zwischen wohlbegründeten und schlecht begründeten Argumenten ist für die Philosophie zentral.
Um diese Unterscheidungen bei der Lektüre philosophischer Texte, beim Mitvollzug philosophischer Debatten und beim Schreiben eigener Arbeiten gelingend treffen zu können, sind theoretische Grundkenntnisse der Argumentationstheorie (Schlussregeln, Argumentationsmuster) und der rhetorischen Vermittlung erforderlich. Dieser Kurs richtet sich an Studierende in der Studieneingangsphase, die diese Fähigkeiten erlernen möchten. Um zu sehen, wie unterschiedlich in der Geschichte der Philosophie argumentiert worden ist und welchen Stellenwert die Rhetorik in der Philosophie eingenommen hat, werden repräsentative Texte aus der Geschichte der Philosophie (Platon, Aristoteles, Nietzsche) und der Gegenwartsphilosophie (Toulmin, Derrida, Habermas) herangezogen. Die Lektüre dieser Texte soll gleichermaßen in die Rhetorik und die Argumentationstheorie einführen.

Der Einführungskurs ist auf 45 TeilnehmerInnen beschränkt. Eine Anmeldung ist erforderlich

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

" Regelmäßige, aktive Teilnahme (Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung)
" Kontinuierliche Lektüre der zu lesenden Textabschnitte
" Bereitschaft zur Übernahme eines Referates
" Verfassen eines 3-seitigen Kurzessays: Erläuterung bzw. Diskussion der Grundstruktur der Argumentation eines philosophischen Textes; Abgabe pünktlich zu Semesterende
" Schriftlicher Abschlusstest

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Dieser Kurs baut auf den in der "Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten" erlernten formalen Grundkenntnissen auf. Er zielt darauf ab, in das Schreiben philosophischer Essays einzuüben. Inhaltlich möchte er den Studierenden fundierte Kenntnisse der Argumentationstheorie und der Rhetorik vermitteln.

Prüfungsstoff

Die Lehrveranstaltung gliedert sich didaktisch in drei Schritte:
1. Theoretische Einführung in die Grundlagen der Argumentationstheorie und der Rhetorik: Erläuterung wichtiger Schlussregeln und Argumentationsmuster, Einführung in die Geschichte der Rhetorik, Vorstellen wichtiger rhetorischer Figuren und Tropen.
2. Praktische Übung der Grundkenntnisse der Argumentationstheorie anhand der gemeinsamen Lektüre und Diskussion ausgewählter Abschnitte aus klassischen philosophischen Texte, Referate (mit Thesenpapieren), Diskussion der in den Referaten angesprochenen Punkte, Erläuterung der argumentativen Grundmuster der gelesenen Texte, Handreichungen zum jeweils durchgenommenen Stoff.
3. Anleitung und Hilfestellung beim Erstellen der Referate und der Kurzessays (Handreichungen und mündliche Rückmeldung). Die inhaltliche und formale Rückmeldung zu den Referaten erfolgt im Kurs. Die Rückmeldung zu den Kurzessays (mit Annotationen zum Text) erfolgt in der Sprechstunde. Der Kursleiter schlägt geeignete Sekundärliteratur für die Referate und Kurzessays vor.

Literatur

Ein Handapparat mit den im Kurs behandelten Texten wird zur Verfügung gestellt. Zur begleitenden Lektüre wird empfohlen:
" Richard Heinrich, Helmuth Vetter (Hg.): Die Wiederkehr der Rhetorik. Wien, Berlin: Akademie, Oldenbourg 1999 (=Wiener Reihe. Themen der Philosophie. Bd. 8).
" Jay F. Rosenberg: Philosophieren. Ein Handbuch für Anfänger. Aus dem Englischen von B. Flickinger. Frankfurt/Main: Klostermann 2006.
" Holm Tetens: Philosophisches Argumentieren. Eine Einführung. München: Beck 2004.
" Stephen Toulmin: Der Gebrauch von Argumenten. 2. Aufl. Königstein/Ts: Athenäum 1996.

Gruppe 4

max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 06.10. 13:00 - 15:00 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 13.10. 13:00 - 15:00 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 20.10. 13:00 - 15:00 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 27.10. 13:00 - 15:00 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 03.11. 13:00 - 15:00 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 10.11. 13:00 - 15:00 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 17.11. 13:00 - 15:00 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 24.11. 13:00 - 15:00 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 01.12. 13:00 - 15:00 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 15.12. 13:00 - 15:00 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 12.01. 13:00 - 15:00 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 19.01. 13:00 - 15:00 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Mittwoch 26.01. 13:00 - 15:00 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Argumentationstheorie ist eine relativ junge Disziplin der Philosophie. Sie beschäftigt sich, allgemein gesagt, mit der Frage, welche Argumentationsformen geeignet sind, einen Standpunkt auf korrekte und überzeugende Weise zu begründen, ohne dabei in Widersprüche oder Argumentationsfehler zu geraten. Ihre historischen Wurzeln hat die Argumentationstheorie in der Rhetorik, die von Aristoteles erstmals wissenschaftlich begründet und mit der Logik (Dialektik) auf eine Stufe gestellt wird. Während jedoch die Logik auf universal gültige und streng formalisierbare Schlussformen abzielt, gilt die Rhetorik als eine Kunst, eine Entscheidung oder einen Konsens in all jenen Fragen herbeizuführen, die nicht mit zwingender Beweisführung entschieden werden können.
Was ist aber überhaupt ein gutes, ein plausibles, stichhaltiges oder überzeugendes Argument? Welche Gründe können angeführt werden, um Argumente zu stützen oder zu schwächen? Wie identifiziert man Fehlschlüsse und Scheinargumente in Texten und Diskussionen? Wie macht man die typischen Muster und unausgesprochen Voraussetzungen von Argumentationen explizit? Was sind die Besonderheiten und die Grundmuster philosophischen Argumentierens? Und wer oder was bestimmt überhaupt, welche Argumente innerhalb spezifischer diskursiver und disziplinärer Felder Anspruch auf Geltung erheben dürfen und welche nicht?
Diese Fragen sollen in der Lehrveranstaltung anhand zahlreicher Beispiele expliziert und die eigenen Fähigkeiten zur Analyse und Anwendung philosophischen Argumentierens praktisch eingeübt werden.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- regelmäßige und aktive Mitarbeit
- eigenständige Vorbereitung der zu diskutierenden Texte
- rhetorisch-argumentative Textanalyse + Beispielsammlung philosophischer Argumentationsmuster
- Zwischentest und Abschlussprüfung

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

- Einführung in das klassische System der Rhetorik und die Tropen und Figurenlehre
- Struktur und Aufbau logischer und rhetorischer Argumentationsschemata
- Einführung in die rhetorische Textanalyse
- Analyse philosophischer Argumentationsmuster und -strategien

Prüfungsstoff

Vortrag durch den LV-Leiter, Übungen und gemeinsame Diskussion der Texte im Plenum

Literatur

Die für das Seminar zu lesenden Text werden als Reader zur Verfügung gestellt - erhältlich Anfang Oktober in der NIG Facultas-Buchhandlung)

Weitere Literaturhinweise:
Tetens, Holm: Philosophisches Argumentieren. München: Beck 2004.
Rosenberg, Jay F.: Philosophieren. Ein Handbuch für Anfänger. Frankfurt/M.: Klostermann 1986.

Gruppe 5

max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 05.10. 17:00 - 19:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Dienstag 12.10. 17:00 - 19:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Dienstag 19.10. 17:00 - 19:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Dienstag 09.11. 17:00 - 19:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Dienstag 16.11. 17:00 - 19:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Dienstag 23.11. 17:00 - 19:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Dienstag 30.11. 17:00 - 19:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Dienstag 07.12. 17:00 - 19:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Dienstag 14.12. 17:00 - 19:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Dienstag 11.01. 17:00 - 19:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Dienstag 18.01. 17:00 - 19:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Dienstag 25.01. 17:00 - 19:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Rhetorik und Argumentationstheorie soll die Studierenden in den komplexen Zusammenhang und die Wechselbeziehung wissenschaftlichen Argumentierens und vermeintlich unwissenschaftlicher Rhetorik einführen. Die Relation von Argument und Sophisma, Begründung und Überredung, Bekräftigung/Widerlegung und Scheinreden soll dabei nicht nur als Ausschlussverhältnis, sondern ebenso als bedeutsame Korrelation erschlossen werden können. Innerlichkeit und Äußerlichkeit wissenschaftlichen, pseudowissenschaftlichen, nichtwissenschaftlichen und unwissenschaftlichen Sprechens stehen dabei in ihrer Verknüpfung und Trennung im Zentrum der Lehrveranstaltung. Dabei geht sie im Laufe des Semesters schwerpunktmäßig auf verschiedene historische Angebote ein, Rhetorik und Argumentation in einer und als Philosophie miteinander zu verbinden oder voneinander auszuschließen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Anwesenheitspflicht; Referate; kurze Hausarbeiten.

Prüfungsstoff

In der Lehrveranstaltung werden Textbeispiele verschiedener Philosophen nach Lektüre gemeinsam diskutiert und von den Studierenden anhand von Referaten dargestellt werden können. Der Fokus dieser Auseinandersetzungen liegt darauf, herauszuarbeiten, was der jeweilige Text als Argument entwickelt und wie er dabei vorgeht. Andererseits soll auch die kritische Beschäftigung mit den herausgearbeiteten Vorgangsweisen verschiedener PhilosophInnen forciert werden.
Einen zweiten Hauptpunkt stellt die Erschließung der äußerlichen Beschaffenheit (sozusagen der Rhetorik) jener Texte dar. Welche Bedeutung hat die Form einer philosophischen Argumentation für ihren Inhalt und vice versa, oder fallen diese beiden Aspekte ohnehin als gleichgültig auseinander? Lassen sich durch verschiedene Formen (z.B. Dialogform, Anrede, Meditation, Dialektik, Metapher etc.) auch Argumente in anderer Weise zum Ausdruck bringen, oder spielt die rhetorische Seite keine Rolle hierfür?
Zuletzt werden die Studierenden in der Lehrveranstaltung ermutigt, selbstständig diese bunte Wechselbeziehung von Form und Inhalt philosophischer Gedanken zu erforschen, indem sie in kurzen Hausarbeiten formal verschiedene Arten des Argumentierens einüben sollen.

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA M 3.3

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:36