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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

180385 LPS John Locke: "Versuch über den menschlichen Verstand" (2010W)

5.00 ECTS (3.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

ACHTUNG: Die Veranstaltungszeiten wurden geändert -- 14.30-16.15 Uhr --, so dass der Besuch der VO Einführung in die theoretische Philosophie (Beginn 16.30 Uhr) möglich ist.

Website zur LV: http://homepage.univie.ac.at/gerald.posselt/lehre.htm

Details

max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 05.10. 14:30 - 16:15 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Dienstag 12.10. 14:30 - 16:15 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Dienstag 19.10. 14:30 - 16:15 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Dienstag 09.11. 14:30 - 16:15 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Dienstag 16.11. 14:30 - 16:15 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Dienstag 23.11. 14:30 - 16:15 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Dienstag 30.11. 14:30 - 16:15 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Dienstag 07.12. 14:30 - 16:15 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Dienstag 14.12. 14:30 - 16:15 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Dienstag 11.01. 14:30 - 16:15 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Dienstag 18.01. 14:30 - 16:15 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Dienstag 25.01. 14:30 - 16:15 Hörsaal 3B NIG 3.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Lockes Essay gilt als einer der Hauptwerke des britischen Empirismus. Ausgehend von der Überzeugung, dass all unser Wissen aus der Erfahrung stammt, macht es sich Locke zur Aufgabe, "Ursprung, Gewissheit und Umfang der menschlichen Erkenntnis zu untersuchen". Dabei versteht Locke sein Essay - im Sinne eines kritischen und aufklärenden Unternehmens - als eine Anleitung zum Selbstdenken, deren Ziel es ist, die Grenzen unseres Wissens und Erkenntnisvermögens aufzuzeigen. Zugleich stellt Locke heraus (bereits 200 Jahre vor dem sogenannten linguistic turn der analytischen Sprachphilosophie), dass jede ernsthafte Auseinandersetzung mit erkenntnistheoretischen Fragestellungen eine vorgängige Untersuchung der "Beschaffenheit, Verwendung und Bedeutung der Sprache" verlangt.  In der Folge entwickelt Locke eine nominalistische Sprachtheorie, die sich zum Ziel setzt, die Sprache von all ihren Unvollkommenheiten und Missbräuchen zu befreien, die sich sowohl durch falsche Grundannahmen über die Natur unserer Sprache als auch durch den Dogmatismus der Schulphilosophie eingeschlichen haben.

Die Zielsetzung der Lehrveranstaltung ist folglich eine doppelte: Einerseits soll in der gemeinsamen Lektüre eines der klassischen Hauptwerke der Philosophie erschlossen werden; andererseits soll versucht werden - ausgehend von zeitgenössischen philosophischen Positionen - Lockes Text neu zu lesen und für aktuelle Fragestellungen produktiv anzueignen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- regelmäßige und aktive Mitarbeit
- eigenständige Vorbereitung der Texte anhand eines Lektüreleitfadens und eines Fragenkatalogs
- drei Kurzpapers (Stundenreflexionen) (ca. 5 Seiten)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

- intensive und textnahe Auseinandersetzung mit einem der Hauptwerke der Philosophie
- Einführung in die empiristische Erkenntnistheorie und die Grundfragen der Sprachphilosophie
- Erlernen der Techniken des Close Reading und der rhetorischen Textanalyse
- Vermittlung und Einübung unterschiedlicher Lektürestrategien (logisch-propositional, hermeneutisch, rhetorisch)

Prüfungsstoff

Einführung durch den LV-Leiter in das Themenfeld; gemeinsame Textlektüre und Diskussion

Literatur

Locke, John (1981): Versuch über den menschlichen Verstand. In vier Büchern. Übers. von C. Winckler. 4. durchges. Aufl. Hamburg: Meiner 1981
engl. Ausg.: An Essay concerning Human Understanding. Ed. with a foreword by Peter H. Nidditch. Eight Impression. Oxford: Clarendon Press, 1991.

Der Text ist als Reader (Auswahl) im Facultas-Shop im NIG erhältlich.
Für die gemeinsame Lektüre wird neben der deutschen Übersetzung auch das englische Original herangezogen.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA M 2.3, § 3.2.4

Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:52