Universität Wien FIND

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180460 PS Die Welt als Wille und Vorstellung - Schopenhauer im Licht seiner Fichte- und Spinoza-Rezeption (2008S)

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first serve").

Details

max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 06.03. 15:00 - 17:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Donnerstag 13.03. 15:00 - 17:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Donnerstag 20.03. 15:00 - 17:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Donnerstag 27.03. 15:00 - 17:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Donnerstag 03.04. 15:00 - 17:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Donnerstag 10.04. 15:00 - 17:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Donnerstag 17.04. 15:00 - 17:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Donnerstag 24.04. 15:00 - 17:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Donnerstag 08.05. 15:00 - 17:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Donnerstag 15.05. 15:00 - 17:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Donnerstag 29.05. 15:00 - 17:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Donnerstag 05.06. 15:00 - 17:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Donnerstag 12.06. 15:00 - 17:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Donnerstag 19.06. 15:00 - 17:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Donnerstag 26.06. 15:00 - 17:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Es handelt sich bei der in diesem Proseminar behandelten Hauptschrift Schopenhauers, Die Welt als Wille und Vorstellung, um ein Werk, die sich in sehr erschließender und spannender Weise in Bezug auf Fichte und Spinoza aufklären läßt. Schopenhauer hat 1811 Fichte in Berlin gehört. Daß er Fichte nicht gerade hymnisch lobt, ist bekannt. Trotz aller Absetzbewegungen gegen den ungeliebten Fichte sind dies Negationsbewegungen, die allerst von Fichtes System profitieren, um dann eigene und philosophisch neue Wege zu gehen. Nicht zuletzt dürfte Schopenhauer es zudem Fichte verdanken, daß seine duale Ordnung von Vorstellung und Wille auf Spinozas Dualität von Erkenntnis und Konatus aufruht. Den konativen, sinnlichen Charakter des Willens in Anbindung an Spinoza hat zuerst Fichte herausgestellt und zwar schon in der frühen Wissenschaftslehre von 1794/95 und im System der Sittenlehre von 1798. Überdies hat Schopenhauers nihilistisches Quietiv aller Willensverneinung ein überraschendes Vorbild in Fichte und Spinoza: die intellektuelle Anschauung in der Wissenschaftslehre und den amor dei intellectualis in Spinozas Ethik. Diesen Aspekten soll im Seminar näher nachgegangen werden.

Didaktik:
Es handelt sich um eine prüfungsimmanente Lehrveranstaltung mit Anwesenheitspflicht. Geplant ist ein lektüreintensiver und systematisch kritischer Durchgang durch Schopenhauers Hauptschrift Die Welt als Wille und Vorstellung im Blick auf die thematischen Ressourcen, die Schopenhauer aus Fichtes Wissenschaftslehre und aus Spinoza Ethik bezieht. Es ist von Vorteil aber nicht Voraussetzung, mein SE zu Fichtes Wissenschaftslehre 1811 zu besuchen, da Schopenhauer diese Wissenschaftslehre Fichtes wenigstens teilweise gehört haben muß.
Das Seminar wird von einem Tutorium begleitet: Mittwoch, 18-20 Uhr, HS 3 A
Der Besuch des Tutoriums ist freiwillig, wird jedoch sehr zur Vertiefung der Stoffs und zur Vorbereitung der Referate empfohlen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur

Arthur Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung, 2 Bände. Frankfurt (Suhrkamp) 1986
Baruch de Spinoza: Ethik. Hrsg. von Wolfgang Bartuschat, Hamburg (Philosophische Bibliothek Meiner) 1999
Johann Gottlieb Fichte: Wissenschaftslehre 1811, in: J.G.Fichte, Späte wissenschaftliche Vorlesungen II, frommann-holzboog Studientexte, Stuttgart Bad Cannstatt 2003, 1-234.

Zeugniserwerb, Prüfungsmodalitäten:
Regelmäßige aktive Teilnahme am Unterrichtsgespräch, Kurzreferate von Quellentexten und Forschungskommentaren, schriftliche Hausarbeit von ca. 10 Seiten.


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

§ 3.2.2, BA M 5.1, PP § 57.2.6

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:36