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200072 SE Fachliteraturseminar (2019W)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 20 - Psychologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Das Fachliteraturseminar kann zur schriftlichen BA-Arbeit führen (siehe Studienplan BA-Studium neu).

An/Abmeldung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 10.10. 11:30 - 13:00 Hörsaal E Psychologie, Liebiggasse 5 1. Stock
Donnerstag 17.10. 11:30 - 13:00 Hörsaal E Psychologie, Liebiggasse 5 1. Stock
Donnerstag 24.10. 11:30 - 13:00 Hörsaal E Psychologie, Liebiggasse 5 1. Stock
Donnerstag 31.10. 11:30 - 13:00 Hörsaal E Psychologie, Liebiggasse 5 1. Stock
Donnerstag 07.11. 11:30 - 13:00 Hörsaal E Psychologie, Liebiggasse 5 1. Stock
Donnerstag 14.11. 11:30 - 13:00 Hörsaal E Psychologie, Liebiggasse 5 1. Stock
Donnerstag 21.11. 11:30 - 13:00 Hörsaal E Psychologie, Liebiggasse 5 1. Stock
Donnerstag 28.11. 11:30 - 13:00 Hörsaal E Psychologie, Liebiggasse 5 1. Stock
Donnerstag 05.12. 11:30 - 13:00 Hörsaal E Psychologie, Liebiggasse 5 1. Stock
Donnerstag 09.01. 11:30 - 13:00 Hörsaal E Psychologie, Liebiggasse 5 1. Stock
Donnerstag 16.01. 11:30 - 13:00 Hörsaal E Psychologie, Liebiggasse 5 1. Stock
Donnerstag 23.01. 11:30 - 13:00 Hörsaal E Psychologie, Liebiggasse 5 1. Stock
Donnerstag 30.01. 11:30 - 13:00 Hörsaal E Psychologie, Liebiggasse 5 1. Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ziele und Inhalte:
- Die Studierenden vollziehen im Laufe des Semesters eine theoretische und methodologische Annäherung an ein psychologisch relevantes Phänomen. Sie erarbeiten kooperativ (zu zweit oder dritt) eine – im Spektrum qualitativer Verfahren – empirisch oder theoretisch bearbeitbare Fragestellung sowie ein Konzept zur Umsetzung des Forschungsanliegens. Dieses Projekt kann im Folgesemester im Rahmen der Bachelorarbeit durchgeführt und verschriftlich werden. Die thematischen Schwerpunkte des Seminars liegen im Bereich der Medienpsychologie, der kritischen Geschlechterforschung und der Hochschulforschung, z.B. neue Formen der Vergemeinschaftung durch neue Medien, die Bedeutung der Kategorie »Geschlecht« für erwerbstätige Frauen, der Niederschlag der Bologna-Reform in der Hochschullehre.
- Die Studierenden eigenen sich ein grundlegendes Verständnis (meta)theoretischer Perspektiven an, die es erlauben, psychologisch relevante Phänomene in ihrem sozialen, historischen und alltagsweltlichen Kontext sowie in ihrer Prozesshaftigkeit und inneren Logik zu erfassen und zu verstehen (z.B. kulturpsychologische, medientheoretische, kritisch-sozialpsychologische, feministische).
- Sie vertiefen ihre Kenntnisse qualitativer Methodologien und Methoden.
- Sie sind in der Lage, die im Seminar erarbeiteten metatheoretischen Perspektiven und methodologischen Positionen bzw. methodische Herangehensweisen zu verknüpfen.
- Die Studierenden können sich kritisch mit wissenschaftlichen Texten, den dort vorgefundenen »Erkenntniswerkzeugen« (Bourdieu) und den eigenen impliziten Vorannahmen und unhinterfragten Denkgewohnheiten auseinandersetzen.
- Die Studierenden verfassen eine Abschlussarbeit, die die oben genannten Zielsetzungen dokumentiert.

Hinweis: Das Seminarkonzept setzt die Bereitschaft zur genauen Auseinandersetzung mit teils auch umfangreicheren Texten aus den oben genannten thematischen Feldern und theoretischen bzw. methodologischen Perspektiven voraus. Ebenso wichtig ist uns die Bereitschaft, sich am interaktiven Charakter der LV zu beteiligen und sich auf konsequente kritische Reflexion einzulassen, die für uns immer auch Selbstreflexion meint, z.B. die Reflexion der Standortgebundenheit des eigenen Denkens, Wahrnehmens und (Forschungs-)Handelns.

Methoden
- Literaturlektüre und Textarbeit im (begleiteten) Selbststudium (zwischen den Einheiten, gelegentlich auch im Seminar).
- Diskussion und kritische Reflexion der Texte und der Forschungsvorhaben der Studierenden inkl. regelmäßige Feedbacks durch die LV-Leitung und die Peers (im Seminar)
- E-learning-Unterstützung (z.B. kollaborative Textarbeit in Wikis, Foren zum Austausch und Einholen von Feedback)
- Führen eines Forschungs- und Lerntagebuchs (im Selbststudium)

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- Regelmäßige Anwesenheit
- Aktive Beteiligung an den Diskussionen im Seminar, auch in Form von (mündlichem) Peer-Feedback an die Kolleg*innen
- Textlektüre und Textarbeit zwischen den Einheiten
- Schriftliche Abschlussarbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Mindestanforderungen: Regelmäßige Anwesenheit (zweimaliges Fehlen ist erlaubt) mündliche Beteiligung im Seminar, verpflichtende Textlektüre zwischen den Einheiten, Abschlussarbeit
Beurteilungsmaßstab:
- 60% inhaltliche und formale Qualität der Arbeit
- 20% mündliche Präsentation(en) des eigenen Projekts
- 20% Mitarbeit, d.h. aktive Beteiligung an den Diskussionen im Seminar (inkl. Vorbereitung der verpflichtenden Lektüre), Peer-Feedback an die Kolleg_innen im Zuge der Projektbesprechungen

Prüfungsstoff

Immanenter Prüfungscharakter

Literatur

Zum Einstieg:

Slunecko, Thomas & Wieser, Martin (2012). Cultural Psychology. In Thomas Teo (ed.), Encyclopedia of Critical Psychology. Springer: New York, p. 347-352.

Slunecko, Thomas (2002). Rede an eine Wissenschaft, die als Kulturpsychologie wird auftreten wollen. In ders., Von der Konstruktion zur dynamischen Konstitution. Beobachtungen auf der eigenen Spur. Wien: WUV.

Riegler, Julia (2019). Die Erkenntniswerkzeuge zum Erkenntnisgegenstand machen.
Ein Impuls zum Umgang mit gegenstandsbezogener Literatur im Kontext qualitativer Forschungsarbeiten. Journal für Psychologie.

Ruck, Nora, Slunecko, Thomas & Riegler, Julia (2010). Kritik und Psychologie – ein verschlungenes Verhältnis. Psychologie und Gesellschaftskritik, 132/133, 45-67.

Weitere Literatur wird in der Lehrveranstaltung bekannt gegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Do 26.09.2019 13:48