Universität Wien FIND

Bedingt durch die COVID-19-Pandemie können kurzfristige Änderungen bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen (z.B. Absage von Vor-Ort-Lehre und Umstellung auf Online-Prüfungen) erforderlich sein. Melden Sie sich für Lehrveranstaltungen/Prüfungen über u:space an, informieren Sie sich über den aktuellen Stand auf u:find und auf der Lernplattform moodle.

Weitere Informationen zum Lehrbetrieb vor Ort finden Sie unter https://studieren.univie.ac.at/info.

Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

200072 SE Fachliteraturseminar (2020W)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 20 - Psychologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Das Fachliteraturseminar kann zur schriftlichen BA-Arbeit führen (siehe Studienplan BA-Studium neu).

An/Abmeldung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Das Seminar wird in Präsenzform im Hörsaal durchgeführt. Sollte es die Entwicklung der COVID-19-Situation erfordern, werden wir auf digitale Lehre umstellen (Online-Einheiten via BBB zu den angegebenen Terminen und ggf. asynchrone Bearbeitung von Aufgaben mit asynchroner Kontaktmöglichkeit via Forum/Mail).

Zu den Corona-Regelungen für Vor-Ort-Studieren, siehe https://studieren.univie.ac.at/lernen-pruefen/vor-ort-studieren

ACHTUNG: Die Anwesenheit in der ersten Einheit ist Voraussetzung, um den zugeteilten Platz in der Lehrveranstaltung zu behalten. Wenn Sie an der ersten Einheit nicht teilnehmen können, sende Sie unbedingt vor Beginn der Einheit eine E-Mail. Plätze von Studierenden, die unentschuldigt fehlen, werden wir an Studierende, die auf der Warteliste stehen, vergeben.

Donnerstag 08.10. 09:45 - 11:15 Hörsaal D Unicampus Hof 10 Hirnforschungzentrum Spitalgasse 4
Donnerstag 15.10. 09:45 - 11:15 Hörsaal D Unicampus Hof 10 Hirnforschungzentrum Spitalgasse 4
Donnerstag 22.10. 09:45 - 11:15 Hörsaal D Unicampus Hof 10 Hirnforschungzentrum Spitalgasse 4
Donnerstag 29.10. 09:45 - 11:15 Hörsaal D Unicampus Hof 10 Hirnforschungzentrum Spitalgasse 4
Donnerstag 05.11. 09:45 - 11:15 Hörsaal D Unicampus Hof 10 Hirnforschungzentrum Spitalgasse 4
Donnerstag 12.11. 09:45 - 11:15 Hörsaal D Unicampus Hof 10 Hirnforschungzentrum Spitalgasse 4
Donnerstag 19.11. 09:45 - 11:15 Hörsaal D Unicampus Hof 10 Hirnforschungzentrum Spitalgasse 4
Donnerstag 26.11. 09:45 - 11:15 Hörsaal D Unicampus Hof 10 Hirnforschungzentrum Spitalgasse 4
Donnerstag 03.12. 09:45 - 11:15 Hörsaal D Unicampus Hof 10 Hirnforschungzentrum Spitalgasse 4
Donnerstag 10.12. 09:45 - 11:15 Hörsaal D Unicampus Hof 10 Hirnforschungzentrum Spitalgasse 4
Donnerstag 17.12. 09:45 - 11:15 Hörsaal D Unicampus Hof 10 Hirnforschungzentrum Spitalgasse 4
Donnerstag 07.01. 09:45 - 11:15 Hörsaal D Unicampus Hof 10 Hirnforschungzentrum Spitalgasse 4
Donnerstag 14.01. 09:45 - 11:15 Hörsaal D Unicampus Hof 10 Hirnforschungzentrum Spitalgasse 4
Donnerstag 21.01. 09:45 - 11:15 Hörsaal D Unicampus Hof 10 Hirnforschungzentrum Spitalgasse 4
Donnerstag 28.01. 09:45 - 11:15 Hörsaal D Unicampus Hof 10 Hirnforschungzentrum Spitalgasse 4

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ziele und Inhalte:
Die Studierenden vollziehen im Laufe des Semesters eine theoretische und methodologische Annäherung an ein psychologisch relevantes Phänomen aus dem Bereich der digitalen (Jugend)Kultur. Die Auswahl des Phänomens erfolgt im Lauf des Semesters nach Interessenlage der Gesamtgruppe und der Lehrenden sowie auf Basis bestehender Forschungsliteratur. Die Studierenden erarbeiten idR kooperativ eine – im Spektrum qualitativer Verfahren – empirisch oder theoretisch bearbeitbare Fragestellung sowie ein Konzept zur Umsetzung des Forschungsanliegens. Dieses Projekt kann im Folgesemester im Rahmen der Bachelorarbeit durchgeführt und verschriftlich werden.
- Die Studierenden eigenen sich ein grundlegendes Verständnis (meta)theoretischer Perspektiven an, die es erlauben, psychologisch relevante Phänomene in ihrem sozialen, historischen und alltagsweltlichen Kontext sowie in ihrer Prozesshaftigkeit und inneren Logik zu erfassen und zu verstehen (z.B. kulturpsychologische, medientheoretische, kritisch-sozialpsychologische, feministische).
- Sie vertiefen ihre Kenntnisse qualitativer Methodologien und Methoden.
- Sie sind in der Lage, die im Seminar erarbeiteten metatheoretischen Perspektiven und methodologischen Positionen bzw. methodische Herangehensweisen zu verknüpfen.
- Die Studierenden können sich kritisch mit wissenschaftlichen Texten, den dort vorgefundenen »Erkenntniswerkzeugen« (Bourdieu) und den eigenen impliziten Vorannahmen und unhinterfragten Denkgewohnheiten auseinandersetzen.
- Die Studierenden verfassen eine Abschlussarbeit, die die oben genannten Zielsetzungen dokumentiert.

HINWEIS: Das Seminarkonzept setzt die Bereitschaft zur genauen Auseinandersetzung mit teils auch umfangreicheren Texten aus den oben genannten thematischen Feldern und theoretischen bzw. methodologischen Perspektiven voraus. Ebenso wichtig ist uns die Bereitschaft, sich am interaktiven Charakter der LV zu beteiligen und sich auf konsequente kritische Reflexion einzulassen, die für uns immer auch Selbstreflexion meint, z.B. die Reflexion der Standortgebundenheit des eigenen Denkens, Wahrnehmens und (Forschungs-)Handelns.

Methoden:
- Literaturlektüre und Textarbeit im (begleiteten) Selbststudium (zwischen den Einheiten, gelegentlich auch im Seminar).
- Diskussion und kritische Reflexion der Texte und der Forschungsvorhaben der Studierenden inkl. regelmäßige Feedbacks durch die LV-Leitung und die Peers (im Seminar)
- E-learning-Unterstützung (z.B. kollaborative Textarbeit in Wikis o.ä., Foren zum Austausch und Einholen von Feedback)
- Führen eines Forschungs- und Lerntagebuchs (im Selbststudium)

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- Regelmäßige Anwesenheit (vor-Ort oder ggf. digital zu den angegebenen Terminen)
- Aktive Beteiligung an den Diskussionen im Seminar, auch in Form von (mündlichem) Peer-Feedback an die Kolleg*innen
- Kontinuierliches Selbststudium (v.a. Textlektüre und Textarbeit) zwischen den Einheiten
- Schriftliche Abschlussarbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Mindestanforderungen: Regelmäßige Anwesenheit vor Ort bzw. ggf. online (zweimaliges Fehlen ist erlaubt), mündliche Beteiligung im Seminar, verpflichtende Textlektüre zwischen den Einheiten, Abschlussarbeit

Beurteilungsmaßstab:
- 60% inhaltliche und formale Qualität der Arbeit
- 20% mündliche Präsentation(en) des eigenen Projekts
- 20% Mitarbeit, d.h. aktive Beteiligung an den Diskussionen im Seminar (inkl. Vorbereitung der verpflichtenden Lektüre), Peer-Feedback an die Kolleg*innen im Zuge der Projektbesprechungen, ggf. aktive Beteiligung am Austausch und an Peer-Feedback im Moodle-Forum, Beteiligung an gemeinschaftlicher Literaturrecherche und -aufarbeitung (Literatur-Wiki, Ordner mit Exzerpten)

Prüfungsstoff

Inhalt der Lehrveranstaltungseinheiten

Literatur

Zum Einstieg:
Slunecko, Thomas & Wieser, Martin (2012). Cultural Psychology. In Thomas Teo (ed.), Encyclopedia of Critical Psychology. Springer: New York, p. 347-352.
Slunecko, Thomas (2002). Rede an eine Wissenschaft, die als Kulturpsychologie wird auftreten wollen. In ders., Von der Konstruktion zur dynamischen Konstitution. Beobachtungen auf der eigenen Spur. Wien: WUV.
Riegler, Julia (2019). Die Erkenntniswerkzeuge zum Erkenntnisgegenstand machen.
Ein Impuls zum Umgang mit gegenstandsbezogener Literatur im Kontext qualitativer Forschungsarbeiten. Journal für Psychologie.
Ruck, Nora, Slunecko, Thomas & Riegler, Julia (2010). Kritik und Psychologie – ein verschlungenes Verhältnis. Psychologie und Gesellschaftskritik, 132/133, 45-67.

Zum Themenschwerpunkt:
Burgess, Jean & Baym, Nancy (2020). Twitter - a biography. New York: New York University Press.
Light, Ben, Burgess, Jean, & Duguay, Stefanie (2018) The walkthrough method: An approach to the study of apps. New Media and Society, 20(3), 881-900.
Lupton, Deborah (2016). The quantified Self. A sociology of self-tracking. Polity Press.
Meister, Moritz (2020). Sich verbiegen, ohne zu brechen. Dispositivanalyse der Resilienz-App „SuperBetter“. [Unpublished master thesis]. University of Vienna.
Nosthoff, Anna-Verena & Maschewski, Felix (2019). Die Gesellschaft der Wearables. Digitale Verführung und soziale Kontrolle. Berlin: Nicolai Publishing & Intelligence.
Rosa, Hartmut (2005) Beschleunigunug. Die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne. Frankfurt: Suhrkamp.

Weitere Literatur wird in der Lehrveranstaltung bekannt gegeben bzw. von den Studierenden recherchiert.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Di 06.10.2020 12:10