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210093 SE BAK16: SE Kultur und Politik (2018S)

Text- und Bildmetaphern der Krise Europas

6.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 21 - Politikwissenschaft
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Eine Anmeldung über u:space innerhalb der Anmeldephase ist erforderlich! Eine nachträgliche Anmeldung ist NICHT möglich.
Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung.

Beachten Sie die Standards guter wissenschaftlicher Praxis.

Die Lehrveranstaltungsleitung kann Studierende zu einem notenrelevanten Gespräch über erbrachte Teilleistungen einladen.
Plagiierte und erschlichene Teilleistungen führen zur Nichtbewertung der Lehrveranstaltung (Eintragung eines 'X' im Sammelzeugnis).

Details

max. 50 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Am 23.Mai findet kein Seminar statt.

Mittwoch 07.03. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
Mittwoch 14.03. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
Mittwoch 21.03. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
Mittwoch 11.04. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
Mittwoch 18.04. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
Mittwoch 25.04. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
Mittwoch 02.05. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
Mittwoch 09.05. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
Mittwoch 16.05. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
Mittwoch 23.05. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
Mittwoch 30.05. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
Mittwoch 06.06. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
Mittwoch 13.06. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
Mittwoch 20.06. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
Mittwoch 27.06. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Metaphern vermitteln komplexe Sachverhalte mittels einfach verständlicher, anschaulicher (Sprach)Bilder. Sie sind Stilmittel, die zur Komplexitätsreduktion in der politischen und alltäglichen Kommunikation beitragen indem sie Sinndeutungsmuster symbolisch verdichten. Durch kontinuierliche Reproduktion schreiben sie sich ins kollektive Gedächtnis ein. Insbesondere Bildmetaphern zirkulieren auch über Sprachgrenzen hinweg, prägen transnationale politische Debatten und unterstreichen die Bedeutung visueller Repräsentationen gegenüber der Dominanz sprachlicher Repräsentationen. Sie sind Produzenten von über Medien und visuelle Alltagserfahrungen vermitteltem Wissen und deshalb zentral für die Analyse politischer Kommunikation. Sie bilden nicht nur ab, sondern erzeugen politische Relevanzen und legen damit bestimmte Lesarten und Interpretationen nahe. Politische Metaphern, die massenmedial verbreitet werden, sind aber zugleich immer auch Teil von Diskursen. Dieser Zusammenhang legt einen analytischen Zugang nahe, der diskursive und visuelle Referenzsysteme in den Blick nimmt.
Die inhaltlich und methodisch orientierte Lehrveranstaltung kombiniert davon ausgehend diskursanalytische Verfahren, die Sprache als soziale Praxis zur Konstruktion von Bedeutung betrachten mit Ansätzen aus den Visual Studies und fokussiert auf die Analyse von Text- und Bildmetaphern der Krise Europas.
Als Beispiele fungieren verbale und sprachliche Bilder, die in den letzten Jahren den öffentlichen und politischen Diskurs über europäische Krisenerscheinungen bestimmt haben und weiterhin bestimmen. Im Zentrum des Interesses stehen visuelle und sprachliche Metaphern, die in rezenten und aktuellen Diskussionen über die Finanz- und Wirtschaftskrise, die sogenannte „Flüchtlingskrise“, das Phänomen des Euroskeptizismus, das Brexit-Referendum und dessen Folgen sowie die „Identitätskrise“ Europas zum Einsatz kamen/kommen.
Diskursive Praxis wird als multimodale Praxis rekonstruiert, mit dem Ziel einer integrativen Betrachtung von sprachlichem und visuellem Material und damit einer differenzierteren Beschreibung und Analyse politischer Kommunikation.
Ziel der Lehrveranstaltung ist die differenzierte Diskussion eines medial allgegenwärtigen Begriffs und Phänomens anhand konkreter Beispiele aus der politischen und publizistischen Kommunikation. Zudem sollen methodische Kompetenzen und forschungspraktische Skills der Studierenden gefördert werden.

Methoden der Lehrveranstaltung

Einführende Präsentationen der Lehrveranstaltungsleiterin
Diskussion von Basistexten (auf Basis schriftlicher Reviews) in Arbeitsgruppen und im Plenum
Gruppenarbeiten mit ausgewähltem Text- und Bildmaterial
Präsentation von Konzepten für Seminararbeiten und ersten Arbeitsergebnissen

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Beurteilung erfolgt auf Basis von mehreren Aufgabenstellungen, die im Laufe des Semesters zu erbringen sind und nach angegebener Prozentverteilung insgesamt die Seminarnote ergeben.
Eine detaillierte Beschreibung der Aufgabenstellungen ist aus dem Syllabus ersichtlich, der auf Moodle abrufbar ist und zusätzlich in der ersten Seminareinheit verteilt und besprochen wird.
Die regelmäßige, aktive Teilnahme an der Lehrveranstaltung ist Teil der Bewertung von Punkt 1 und 2.
Zweimaliges unentschuldigtes Fehlen im Semester ist möglich. Weitere unentschuldigte Fehlstunden haben Auswirkungen auf die Gesamtbeurteilung.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

1) Lektüre ausgewählter Texte, verfassen von schriftlichen Reviews und darauf aufbauend Diskussion in Teams und danach im Plenum: 20%
2) Recherche und analytische Bearbeitung von selbst gewählten Text- und Bildmaterialien zum Thema "Krise Europas" sowie deren Präsentation und Diskussion im Plenum (Gruppenarbeiten möglich): 20%
3) Verfassen einer schriftlichen Seminararbeit (10-15 Seiten): 60%

Prüfungsstoff

Da es sich um eine prüfungsimmanente Lehrveranstaltung handelt ist dieser Punkt nicht relevant.

Literatur

Verpflichtende Basistexte sowie ausgewählte weiterführende Literatur werden über Moodle zur Verfügung gestellt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Do 18.10.2018 11:28