Universität Wien FIND

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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

210109 SE M3: Politische Theorien und Theorieforschung (2019W)

Was ist kritisch an der Kritischen Theorie? Die Frankfurter Schule von ihren Anfängen bis zur Gegenwart

9.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 21 - Politikwissenschaft
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Eine Anmeldung über u:space innerhalb der Anmeldephase ist erforderlich! Eine nachträgliche Anmeldung ist NICHT möglich.
Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung.

Beachten Sie die Standards guter wissenschaftlicher Praxis.

Die Lehrveranstaltungsleitung kann Studierende zu einem notenrelevanten Gespräch über erbrachte Teilleistungen einladen.
Plagiierte und erschlichene Teilleistungen führen zur Nichtbewertung der Lehrveranstaltung (Eintragung eines 'X' im Sammelzeugnis). Ab WS 2018 kommt die Plagiatssoftware (‘Turnitin') bei prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen zum Einsatz.

An/Abmeldung

Details

max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Samstag 05.10. 10:00 - 14:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
Samstag 12.10. 10:00 - 14:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
Samstag 18.01. 10:00 - 15:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
Samstag 25.01. 10:00 - 15:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Kritische Theorie der Frankfurter Schule versteht sich seit ihren Anfängen in den 1930er Jahren wesentlich als emanzipative Theorie, die auf die Abschaffung aller Formen von Unterdrückung und Ausbeutung zielt. Den historische Ausgangspunkt der Überlegungen bildet dabei die Frage, warum autoritäre Herrschaftsformen – trotz der Weltwirtschaftskrise und des Aufkommens des Faschismus – justament von jenen mitgetragen wird, die offensichtlich unter diesen Verhältnissen leiden. Das Ausbleiben eines Widerstands gegenüber diesen repressiven Verhältnissen veranlasste den Kreis um Horkheimer am Institut für Sozialforschung die Strukturen und Logiken der spätbürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft zu analysieren und ihrem Zug zur Regression nachzugehen. Ihrer Auffassung nach konnten die sozialen Relationen nur in einer interdisziplinären Forschungsleistung aufgedeckt werden.
Vor dem Hintergrund dieses kollektiven Arbeitsprogramms werden im Seminar unterschiedliche Schwerpunktsetzungen der (frühen) Frankfurter Schule nachgezeichnet, um sozialpsychologische (Fromm), ideologie- und kulturkritische (Adorno, Marcuse) sowie politisch-ökonomische Analysen (Horkheimer, Pollock) zu berücksichtigen und in einem close reading zur Diskussion zu stellen. Dabei wird die Bereitschaft vorausgesetzt, sich auf die umfangreichen und zum Teil komplexen Texte einzulassen und sie im Plenum zu besprechen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

a) Regelmäßige Teilnahme (max. zwei Fehleinheiten) (20%)
b) Schriftliche und termingerechte Beantwortung lektüreleitender Fragen (25%)
c) Abschließende Seminararbeit (ca. 15-20 Seiten) (55%) (Abgabetermin 30.3.2020)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Mindestanforderung für die positive Beurteilung ist die Abfassung einer Seminararbeit sowie die regelmäßige und termingerechte Abgabe von schriftlichen Lektürereflexionen, die sich an vorgegebenen lektüreleitenden Fragen orientieren sollen.

Prüfungsstoff

Programm und Texte werden zu Beginn des Semesters auf Moodle zugänglich gemacht.

Literatur

Zur Vorbereitung unbedingt empfohlen:
Schwandt, Michael (2010): Kritische Theorie. Eine Einführung. 2. Aufl. Stuttgart: Schmetterling.
Gertenbach,, Lars / Rosa, Hartmut (2009): "Kritische Theorie", in: Gertenbach, Lars u.a.: Soziologische Theorien. Paderborn: Fink, 175-254 (https://www.academia.edu/3148772/Kritische_Theorie_zus._mit_Hartmut_Rosa_)

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:21