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210128 VO M8: SpezialVO Geschlecht und Politik (2020S)

Geschlecht und Politik:Staat, Herrschaft, Repräsentation

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 21 - Politikwissenschaft

Nicht-prüfungsimmanente (n-pi) Lehrveranstaltung. Eine Anmeldung über u:space ist erforderlich. Mit der Anmeldung werden Sie automatisch für die entsprechende Moodle-Plattform freigeschaltet. Vorlesungen unterliegen keinen Zugangsbeschränkungen.

VO-Prüfungstermine erfordern eine gesonderte Anmeldung.
Schummelversuche und erschlichene Prüfungsleistungen führen zur Nichtbewertung der Lehrveranstaltung (Eintragung eines 'X' im Sammelzeugnis).

An/Abmeldung

Details

Sprache: Deutsch

Prüfungstermine

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 10.03. 16:45 - 18:15 Hörsaal 50 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8
Dienstag 17.03. 16:45 - 18:15 Hörsaal 50 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8
Dienstag 24.03. 16:45 - 18:15 Hörsaal 50 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8
Dienstag 31.03. 16:45 - 18:15 Hörsaal 50 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8
Dienstag 21.04. 16:45 - 18:15 Hörsaal 50 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8
Dienstag 28.04. 16:45 - 18:15 Hörsaal 50 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8
Dienstag 05.05. 16:45 - 18:15 Hörsaal 50 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8
Dienstag 12.05. 16:45 - 18:15 Hörsaal 50 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8
Dienstag 19.05. 16:45 - 18:15 Hörsaal 50 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8
Dienstag 26.05. 16:45 - 18:15 Hörsaal 50 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8
Dienstag 09.06. 16:45 - 18:15 Hörsaal 50 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8
Dienstag 16.06. 16:45 - 18:15 Hörsaal 50 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8
Dienstag 23.06. 16:45 - 18:15 Hörsaal 50 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Spezialvorlesung „Staat, Herrschaft, Repräsentation“ versteht sich als vertiefende Einführung in feministische Staats- und Demokratietheorien. Ausgehend von der Kritik an geschlechtsspezifischer Herrschaft in modernen Gesellschaften werden herrschafts- staats- und demokratietheoretische Konzepte vorgestellt und auf ihre analytischen Stärken und Schwächen hin diskutiert. Die zentralen Begriffe, Herrschaft, Staat und Repräsentation werden je in ihrer historischen Genese, in theoretischen und politischen Kontexten sowie als Gegenstand und Instrumente feministischer Kritik präsentiert.
Die Vorlesung ist in drei Phasen unterteilt: Die erste befasst sich mit unterschiedlichen Konzepten von Herrschaftskritik, beginnend beim Begriff des Patriarchats, über Maskulinismus bis hin zur Problematisierung von Intersektionalität und mündet in der Frage nach den Möglichkeiten von Emanzipation heute. Die zweite Phase leitet von der Herrschafts- zur Staatskritik über und setzt sich mit feministischen Staatstheorien auseinander. Sie führt schließlich zur Frage nach der Staatsgewalt in globalisierten und postkolonialen Verhältnissen. Die dritte Phase stellt das Konzept der Repräsentation ins Zentrum aktueller Debatten zu Geschlecht und Demokratie. Dies soll eine gehaltvolle Diskussion um die vermeintliche Krise der repräsentativen Demokratie aufgrund rechtspopulistischer Parteien einerseits, aufgrund präsentischer Alternativen andererseits ermöglichen.
Ziel der Vorlesung ist es, zentrale Konzepte und deren Anwendungsmöglichkeiten für eigene Forschung zu vermitteln. Jede Vorlesungseinheit beginnt bei einer grundlegenden Begriffsdebatte und mündet in ein aktuelles Beispiel, das die Brauchbarkeit für die eigenen Forschungsinteressen verdeutlichen soll.

Methoden:
Vortrag
Diskussion

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Der zweite, dritte und vierte Prüfungsantritt wird als Digitale Prüfung mit Prüfungsbogen zum Download abgehalten.
Nach Anmeldung zur Prüfung werden Sie für ein eigenes Prüfungs-Moodle freigeschaltet. Sie verfassen die Prüfung offline und laden den Prüfungsbogen bis zum Ende der Prüfungszeit wieder hoch.
Bitte loggen Sie sich ca. 15 Minuten vor Prüfungsbeginn ein. Für die Abgabe haben Sie einen Zeitpuffer von 15 Minuten. Bei technischen Problemen schicken Sie den Bogen per E-Mail an die Prüfungsaufsicht.
Inhaltliche Fragen zur Prüfung können Sie am Prüfungstag in den ersten 15 Minuten der Prüfungszeit direkt mit der LV-Leiterin via Collaborate auf dem Prüfungs-Moodle klären.

Modus:
Drei Wissensfragen zu je einem Themenbereich der Vorlesung. Diese sind mit jeweils ca. 150 - 250 Wörtern in ganzen Sätzen zu beantworten (max 20. Punkte pro Frage).
Eine Diskussionsfrage, die die Themenbereiche verbindet, ist in ca. 300 - 500 Wörtern zu beantworten (max. 40 Punkte).
Für eine positive Note sind mindestens 50 Punkte zu erreichen.

Erlaubte Hilfsmittel:
Zur Beantwortung der Prüfungsfragen können Sie die Unterlagen zur Vorlesung (Folien, Basistexte usw.) heranziehen. Diese finden Sie auf der Moodle-Plattform zu Vorlesung (Anmeldung erforderlich). Sie dürfen jedoch auch weitere Literatur/Websites usw. hinzuziehen, müssen diese jedoch auf dem Prüfungsbogen anführen.
Auf keinen Fall dürfen Folien, Texte usw. einfach abgeschrieben werden. Verzichten Sie auf direkte Zitate. Stattdessen bearbeiten Sie die Prüfungsfragen in eigenen Worten und ganzen Sätzen.

Prüfungsstoff:
Inhalte der Vorlesung. Diese stehen zum Nachhören inkl. Folien online auf der Moodle-Plattform der Vorlesung zur Verfügung.
Zu jeder Einheit finden Sie dort ebenso ein bis zwei Basistexte als PDF zum Download (siehe Literatur).

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Schriftliche Onlineprüfung (max. 100 Punkte)

Notenschlüssel:
90-100: Sehr gut
76-89: Gut
60-75: Befriedigend
50-59: Genügend
00-49: Nicht Genügend

Prüfungsstoff

Inhalte der Vorlesung
Ergebnisse der Diskussionen
Folien sind auf Moodle abrufbar

Literatur

Basistexte und weiterführende Literatur stehen auf Moodle zur Verfügung.

Löffler, Marion 2011: Feministische Staatstheorien. Eine Einführung, Frankfurt/M. und New York, [Auszug: S. 142-153]
Löffler, Marion 2016: Kate Millett, in: Rüdiger Voigt (Hg.): Staatsdenken. Zum Stand der Staatstheorie heute, Nomos: Baden-Baden 2016, S. 367-371.
Meuser, Michael 2006: Hegemoniale Männlichkeit – Überlegungen zur Leitkategorie der Men’s Studies, in: Brigitte Aulenbacher/Mechthild Bereswill/Martin Löw/Michael Meuser/Gabriele Mordt/Reinhild Schäfer/Sylka Scholz (Hg.): FauenMännerGeschlechterforschung, Münster, S. 160-171.
Connell, R. W. 2005: The Social Organization of Masculinity, in: Dies.: Masculinities, Cambridge (Orig. 1995), S. 67-86.
Degele, Nina 2008: Gender / Queer Studies. Eine Einführung, Wilhelm Fink: Paderborn. [Auszug aus Kapitel 2, S. 41-55].
Wilde, Gabriele (2001): Gesellschaftsvertrag und Geschlechterdifferenz, in: Dies.: Das Geschlecht des Rechtsstaats, Frankfurt/M. und New York, S. 101-130.
Ludwig, Gundula 2015: Staat und Geschlecht in modernen westlichen Gesellschaften - eine Kontextualisierung, in: Dies.: Geschlecht, Macht, Staat. Feministische staatstheoretische Interventionen, Opladen/Berlin/Toronto, S. 11-30.
Kreisky, Eva/Löffler, Marion 2009: Maskulinismus und Staat: Beharrung und Veränderung, in: Gundula Ludwig/Birgit Sauer/Stefanie Wöhl (hg.): Staat und Geschlecht. Grundlagen und aktuelle Herausforderungen feministischer Staatstheorie, Baden-Baden, S. 75-88.
Haberler, Helga/Hajek, Katharina/Ludwig, Gundula/Paloni, Sara 2012: Que[e]r zum Staat. Heteronormativitätskritische Perspektiven auf Staat, Macht und Gesellschaft. Eine Einleitung, in: Dies.: Que[e]r zum Staat. Heteronormativitätskritische Perspektiven auf Staat, Macht und Gesellschaft, Berlin, S. 7-25.
Sauer, Birgit. "Only Paradoxes to offer?" Feminist Theories of Democracy and Representation in the Era of "Postdemocracy". Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft, 125-138.
Näsström, Sofia 2011: Where is the representative turn going? in: European Journal of political Theory, 10(4), 501-510.
Diehl, Paula 2016: Die Krise der repräsentativen Demokratie verstehen. Ein Beitrag der politischen Theorie, in: Zeitschrift für Politikwissenschaft, 26(3), 327-333.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 05.10.2020 10:10