Universität Wien FIND

Bedingt durch die COVID-19-Pandemie können kurzfristige Änderungen bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen (z.B. Absage von Vor-Ort-Lehre und Umstellung auf Online-Prüfungen) erforderlich sein. Melden Sie sich für Lehrveranstaltungen/Prüfungen über u:space an, informieren Sie sich über den aktuellen Stand auf u:find und auf der Lernplattform moodle.

Regelungen zum Lehrbetrieb vor Ort inkl. Eintrittstests finden Sie unter https://studieren.univie.ac.at/info.

Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

210136 SE M9: Osteuropastudien (2021S)

Demokratische Innovationen und autoritäre Praxis in Zentral- und Osteuropa

9.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 21 - Politikwissenschaft
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
DIGITAL

Die Lehre wird im SoSe 2021 zu Beginn voraussichtlich digital stattfinden. Je nach Lage wird auf hybride oder Vor-Ort-Lehre umgestellt. Die Lehrenden werden die konkrete Organisationsform und Lehrmethodik auf ufind und Moodle bekannt geben, wobei auch mit kurzfristigen Änderungen gerechnet werden muss.

Eine Anmeldung über u:space innerhalb der Anmeldephase ist erforderlich! Eine nachträgliche Anmeldung ist NICHT möglich.
Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung.

Achten Sie auf die Einhaltung der Standards guter wissenschaftlicher Praxis und die korrekte Anwendung der Techniken wissenschaftlichen Arbeitens und Schreibens.
Plagiierte und erschlichene Teilleistungen führen zur Nichtbewertung der Lehrveranstaltung (Eintragung eines 'X' im Sammelzeugnis).
Die Lehrveranstaltungsleitung kann Studierende zu einem notenrelevanten Gespräch über erbrachte Teilleistungen einladen.

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 50 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 09.03. 13:15 - 16:30 Digital
Dienstag 16.03. 16:45 - 20:10 Digital
Dienstag 13.04. 16:45 - 20:10 Digital
Dienstag 27.04. 16:45 - 20:10 Digital
Dienstag 11.05. 13:15 - 16:30 Digital
Dienstag 08.06. 16:45 - 20:10 Digital
Dienstag 22.06. 16:45 - 20:10 Digital

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die politische Entwicklung in vielen Ländern Zentral- und Osteuropas wird in den letzten Jahren von Expert:innen immer kritischer eingeschätzt. Dies gilt vor allem für die Bereiche Rechtsstaat, Pressefreiheit und Minderheitenschutz. Dabei stechen vor allem Ungarn und Polen hervor, die – trotz Mitgliedschaft in der EU seit 2004 - einen „U-Turn“ (Kornai 2015) vollzogen haben. Die Entwicklung in beiden Ländern (Ungarn seit 2010, Polen seit 2015) kam für viele Beobachter:innen überraschend, da sie seit der Transformation 1989 als Vorzeigebeispiele für eine Transition zur liberalen Demokratie galten. Zugleich werden in der Region zunehmend demokratische Innovationen, meist auf lokaler Ebene, implementiert, die das Ziel haben mehr Inklusion und Mitbestimmung der Bürger:innen zu ermöglichen.

Das Ziel des Seminars ist es den Studierenden einen umfassenden Einblick in autoritäre Praxen in der Region zu geben. Hierbei wird das Seminar thematisch und nicht nach Länderbeispielen strukturiert sein. Die Themen, die näher beleuchtet werden, sind Rechtsstaat, Pressefreiheit, Minderheitenschutz, Zivilgesellschaft und Partizipation. Dem gegenüber werden Beispiele von demokratischen Innovationen entgegengesetzt. Dabei geht es um den Bereich E-Governance und institutionelle Reformen der repräsentativen Demokratie.

Das Ziel des Seminars ist es den Studierenden einen umfassenden Einblick in aktuelle Entwicklungen der Demokratie in Zentral- und Osteuropa zu geben und konkret autoritäre Entwicklungen und demokratische Innovationen zu beleuchten. Die Lehrveranstaltung ist in drei Blöcke gegliedert. In einem ersten Schritt soll ein theoretisches Verständnis von zentralen Begriffen und Konzepten entwickelt werden. Anschließend wird die konkrete Situation in Zentral- und Osteuropa diskutiert. Dabei wird hinterfragt, welche Rolle das staatssozialistische Erbe und die Transformationsphase im Hinblick auf die Krise der Demokratie in der Region spielen. In Block zwei ist ein virtueller Study Trip zum e-Estonia Briefing Centre zum Thema e-Governance nach Tallin und der Input einer Vertreterin der Stadt Budapest zum Thema demokratische Innovationen und Inklusion geplant. Die letzte Phase behandelt dann von den Studierenden selbst gewählte Fallbeispiele.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie findet der Kurs digital, sprich in Form von „distance learning“ statt. Die zwei-wöchigen Sitzungen finden über Collaborate (auf Moodle) statt. In den Sitzungen wird es sowohl Gruppenarbeiten, Plenardiskussionen, Podiumsdiskussionen und im letzten Block ein Konferenzformat geben.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Das Seminar sieht vor, dass die Studierenden die Pflichtlektüre vor den Sitzungen lesen und maximal eine der Doppelsitzungen verpassen dürfen. Die Leistungsüberprüfung wird dreigeteilt. Erstens, müssen drei Essays abgeben werden (1500 Wörter/Essay, 50 % der Gesamtnote). Zweitens, müssen Studierende zwei Mal schriftliches Feedback auf die Essays eines anderen Studierenden abgeben (300 Wörter, 10 %). Drittens, wird erwartet, dass die Studierenden im letzten Block einen kurzen mündlichen Input im Kurs geben (40 %), in dem sie ein Fallbeispiel kurz vorstellen. Für das Fallbeispiel wird erwartet, dass die Studierenden selbstständig ein kleines empirisches Forschungsprojekt in Absprache mit der LV-Leitung entwickeln, dies im Verlauf des Semesters durchführen und dann abschließend präsentieren und verschriftlichen (Essay 3).

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Nicht mehr als eine verpasste Doppelsitzung, aktive Mitarbeit, positive Note auf alle Teilleistungen (Essays 50 %, Reviews 10 %, Input 40 %)

Prüfungsstoff

Pflichtlektüre, Folien, Diskussionen im Kurs

Literatur

Wird auf Moodle bereitgestellt

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mi 21.04.2021 11:26