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230010 UE Grundlagen Theorie ("Klassiker lesen") (2019W)

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Zusammenfassung

1 Mataloni , Moodle
2 Antony , Moodle
3 Mayrhofer-Deak , Moodle
4 Weber , Moodle

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").
An/Abmeldeinformationen sind bei der jeweiligen Gruppe verfügbar.

Gruppen

Gruppe 1

max. 40 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lernplattform: Moodle

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 02.10. 13:30 - 16:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Mittwoch 16.10. 13:30 - 16:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Mittwoch 30.10. 13:30 - 16:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Mittwoch 13.11. 13:30 - 16:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Mittwoch 04.12. 13:15 - 16:30 Seminarraum 2, Währinger Straße 29 1.UG
Mittwoch 08.01. 13:30 - 16:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Mittwoch 22.01. 13:30 - 16:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ziel der Lehrveranstaltung ist es sich durch das Lesen von Originalliteratur dem soziologischen Denken einiger Autoren, die als Klassiker gelten, zu nähern. Dabei soll die Fähigkeit geübt werden sich selbstständig mit Originalliteratur auseinandersetzen zu können.

Inhaltlich wird es in der Lehrveranstaltung, um die Beziehung zwischen Struktur und Handlung gehen. Der Fokus wird auf die Grundlagen, welche klassische Autoren zu diesem Thema bieten, gesetzt. Berücksichtigt werden u.a. die Arbeiten von Émile Durkheim (1858-1917), Max Weber (1864-1920) und George H. Mead (1863-1931).

Voraussetzung für die gemeinsame Annäherung an die Texte ist die selbstständige Lektüre. Während den Einheiten wird die Grundidee und mögliche Interpretationen in Form von Diskussionen in Kleingruppen und im Plenum herausgearbeitet.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

> Aktive Mitarbeit und regelmäßige Anwesenheit
> Lektüre der Textausschnitte
> Hausübungen zu den jeweiligen Textausschnitten (als Vorbereitung für die Diskussion)
> Abgabe eines Essays am Ende der Lehrveranstaltung

Hinweis der SPL:
Die Erbringung aller Teilleistungen ist Voraussetzung für eine positive Beurteilung, wenn nicht explizit etwas anderes vermerkt wurde.
Werden einzelne verpflichtende Teilleistungen nicht erbracht, gilt die Lehrveranstaltung als abgebrochen. Falls dem Nichterbringen der Leistung kein wichtiger und unvorhersehbarer Grund seitens des/der Studierenden vorliegt, wird die LV negativ beurteilt.
Bei Vorliegen eines solchen Grundes (zB eine längere Erkrankung) kann der/die Studierende auch nach Ablauf der Frist von der LV abgemeldet werden. Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet die Lehrveranstaltungsleitung. Der Antrag auf Abmeldung ist unverzüglich nach Eintreten des Grundes zu stellen.
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert oder auch Unterschriften auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als "nicht beurteilt" gewertet und mit dem Vermerk "geschummelt/erschlichen" in das Notenerfassungssystem eingetragen.
Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin in Moodle) zur Anwendung kommen: Details werden von den Lehrenden in der Lehrveranstaltung bekanntgeben.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die Note für die Übung setzt sich aus den unten genannten Teilleistungen zusammen:
> Aktive Mitarbeit, Textlektüre und Abgabe der Hausübungen (50%)
> Abgabe eines 5-seitigen Essays zu einem gewählten Thema (50%)
> Es besteht Anwesenheitspflicht. Zweimaliges Fehlen ist gestattet.

Literatur

Die Texte, die für die jeweilige Einheit zu lesen sind, werden über Moodle bekannt gegeben. Die Auswahl wird u.a. Textauszüge aus folgenden Werken umfassen:

Wright Mills, C. (2016). Zum intellektuellen Handwerk. In Soziologische Phantasie (S. 289–332). Wiesbaden: Springer VS.
Durkheim, É. (1995). Die Regeln der soziologischen Methode. Frankfurt am Main: Suhrkamp.
Durkheim, É. (1997). Der Selbstmord. Frankfurt am Main: Suhrkamp.
Weber, M. (1966). Soziologische Grundbegriffe. Tübingen: Mohr.
Weber, M. (2016). Die protestantische Ethik und der „Geist“ des Kapitalismus. Wiesbaden: Springer VS.
Mead, G. H. (2005). Geist, Identität und Gesellschaft aus der Sicht des Sozialbehaviorismus. Frankfurt am Main: Suhrkamp.

Gruppe 2

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lernplattform: Moodle

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 10.10. 15:00 - 18:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Donnerstag 24.10. 15:00 - 18:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Donnerstag 31.10. 15:00 - 18:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Donnerstag 14.11. 15:00 - 18:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Donnerstag 28.11. 17:00 - 18:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Donnerstag 12.12. 15:00 - 18:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Donnerstag 16.01. 15:00 - 18:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

VERSTEHENDE UND INTERPRETATIVE ANSÄTZE - METHODOLOGISCHE ASPEKTE

Ausgehend von Max Webers Grundlegung der verstehenden Soziologie beschäftigen wir uns in der Übung mit ausgewählten Grundlagentexten des sogenannten interpretativen Paradigmas. Dieses geht von der Prämisse aus, dass es die Sozialwissenschaften immer schon mit einem sinnhaft vorstrukturierten ‚Gegenstand‘ zu tun haben und diesem Sachverhalt sowohl theoretisch als auch forschungspraktisch Rechnung zu tragen sei. In Auseinandersetzung mit Autoren wie Max Weber, Alfred Schütz, Herbert Blumer u.a. wollen wir uns zentralen Grundbegriffen interpretativer Ansätze - wie z.B. soziales Handeln, Sinn, Alltag usw. - annähern und insbesondere die methodologischen Implikationen der jeweiligen Positionen diskutieren.

Ein übergeordnetes Ziel der Lehrveranstaltung besteht darin, die Diskussion und systematische Rezeption theoretischer Texte einzuüben und ein grundlegendes Verständnis zentraler Problemstellungen des Faches zu gewinnen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- Regelmäßige Anwesenheit und aktive Mitarbeit
- Lektüre der Textausschnitte und Abgabe von Diskussionsfragen
- Input in Form von Gruppenreferaten (inkl. Präsentation oder Handout)
- Verfassen einer Rezension zu ausgewählten Textausschnitten (während der laufenden Lehrveranstaltung)

Hinweis der SPL:
Die Erbringung aller Teilleistungen ist Voraussetzung für eine positive Beurteilung, wenn nicht explizit etwas anderes vermerkt wurde.
Werden einzelne verpflichtende Teilleistungen nicht erbracht, gilt die Lehrveranstaltung als abgebrochen. Falls dem Nichterbringen der Leistung kein wichtiger und unvorhersehbarer Grund seitens des/der Studierenden vorliegt, wird die LV negativ beurteilt.
Bei Vorliegen eines solchen Grundes (zB eine längere Erkrankung) kann der/die Studierende auch nach Ablauf der Frist von der LV abgemeldet werden. Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet die Lehrveranstaltungsleitung. Der Antrag auf Abmeldung ist unverzüglich nach Eintreten des Grundes zu stellen.
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert oder auch Unterschriften auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als "nicht beurteilt" gewertet und mit dem Vermerk "geschummelt/erschlichen" in das Notenerfassungssystem eingetragen.
Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin in Moodle) zur Anwendung kommen: Details werden von den Lehrenden in der Lehrveranstaltung bekanntgeben.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

- aktive Mitarbeit, Lektüre der Textausschnitte und Vorbereitung von Diskussionsfragen, Gruppenreferat (50 % der Gesamtnote)
- Verfassen einer Rezensionen (50 % der Gesamtnote)
- Es gilt Anwesenheitspflicht. Ein eimaliges unentschuldigtes Fehlen ist gestattet. Danach ist ein ärztliches Attest, eine Bestätigung des Arbeitgebers etc. vorzulegen. Die Regeln wissenschaftlichen Arbeitens sind zu beachten!

Literatur

Zur Vorbereitung empfohlen*:

Joas, Hans; Knöbl, Wolfgang (2004): Was ist Theorie? In: dies.: Sozialtheorie. Zwanzig einführende Vorlesungen. Frankfurt/Main: Suhrkamp, S. 13-38.

Keller, Reiner (2012): Das interpretative Paradigma. Eine Einführung. Wiesbaden: Springer VS.

* Die Primärliteratur wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

Gruppe 3

max. 40 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lernplattform: Moodle

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

25.10.2019: nachmittags Exkursion nach Marienthal

Freitag 04.10. 09:45 - 11:15 Seminarraum 3 UniCampus Hof 7 Eingang 7.1 2H-EG-13
Freitag 25.10. 09:45 - 13:00 Seminarraum 3 UniCampus Hof 7 Eingang 7.1 2H-EG-13
Freitag 25.10. 13:00 - 17:00 extern
Freitag 08.11. 09:45 - 13:00 Seminarraum 3 UniCampus Hof 7 Eingang 7.1 2H-EG-13
Freitag 22.11. 09:45 - 13:00 Seminarraum 3 UniCampus Hof 7 Eingang 7.1 2H-EG-13
Freitag 06.12. 09:45 - 13:00 Seminarraum 3 UniCampus Hof 7 Eingang 7.1 2H-EG-13
Freitag 17.01. 09:45 - 13:00 Seminarraum 3 UniCampus Hof 7 Eingang 7.1 2H-EG-13
Freitag 31.01. 09:45 - 13:00 Seminarraum 3 UniCampus Hof 7 Eingang 7.1 2H-EG-13

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Inhalte: Zentrales Thema der Klassiker der Soziologie war es, die Entstehung der modernen Gesellschaften zu erklären. Der Schwerpunkt der Übung liegt auf der Lektüre der sogenannten Gründerväter der Soziologie wie z.B. Karl Marx, Max Weber, Emile Durkheim, Georg Simmel. Es werden bedeutende soziologischen Problemstellungen und Theorien dieser Autoren vorgestellt und Kontinuitäten und Brüche von Themen soziologischen Denkens bis in die Gegenwart diskutiert. Ein Exkurs führt uns zu Marie Jahoda, Pionierin der Sozialforschung in Österreich (Exkursion nach Marienthal/Gramatneusiedl). Anhand ihrer Forschungen, insbesondere ihrer 2017 veröffentlichten Dissertation nähern wir uns speziell dem Thema soziale Ungleichheit und erarbeiten Bezüge zu den „Klassikern“. In diesem Rahmen erarbeiten wir zudem, welche Rolle Frauen in der Soziologie gespielt haben und ob es auch „Klassikerinnen“ gibt.

Ziele: Verbesserung der eigenen rhetorischen Kompetenzen und der Lesefertigkeiten (historische Fachtexte); Gewinnung eines Überblicks über die soziologischen "Klassiker" und die dazugehörige Sekundärliteratur; sowie eines historisch-soziologischen Zugangs zu den jeweiligen Begriffen und Konzepten; Erhöhung der eigenen diskursiven Kompetenz; Verbesserung der eigenen Schreibfertigkeiten (schriftliche Übungsarbeit);

Methode: interaktiv; Kurzreferat und Vorbereitung auf die Diskussion (Abgabe von Memos), gemeinsame Lektüre und Diskussion (40 %), schriftliche Übungsarbeit (60%).

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Hinweis der SPL:
Die Erbringung aller Teilleistungen ist Voraussetzung für eine positive Beurteilung, wenn nicht explizit etwas anderes vermerkt wurde.
Werden einzelne verpflichtende Teilleistungen nicht erbracht, gilt die Lehrveranstaltung als abgebrochen. Falls dem Nichterbringen der Leistung kein wichtiger und unvorhersehbarer Grund seitens des/der Studierenden vorliegt, wird die LV negativ beurteilt.
Bei Vorliegen eines solchen Grundes (zB eine längere Erkrankung) kann der/die Studierende auch nach Ablauf der Frist von der LV abgemeldet werden. Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet die Lehrveranstaltungsleitung. Der Antrag auf Abmeldung ist unverzüglich nach Eintreten des Grundes zu stellen.
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert oder auch Unterschriften auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als "nicht beurteilt" gewertet und mit dem Vermerk "geschummelt/erschlichen" in das Notenerfassungssystem eingetragen.
Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin in Moodle) zur Anwendung kommen: Details werden von den Lehrenden in der Lehrveranstaltung bekanntgeben.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Anwesenheit (Fehlen in einer Blockeinheit wird toleriert), kontinuierliche Mitarbeit (ein Gruppen-Referat, Vorbereitung der gemeinsam zu lesenden Texte und aktive Teilnahme an den Diskussionen) (Teilleistung 40% mündlich), schriftliche Übungsarbeit (max. 8.000 Zeichen mit Leerzeichen) am Semesterende (Teilleistung 60% schriftlich). Grundlage für das Essay bildet ein Buch aus der Primärliteraturliste, das selbstständig über das Semester zu lesen ist. Die Verwendung von Sekundärliteratur und die Erarbeitung des Textes im Lichte der Gegenwart (aktuelle Bezüge) ist erwünscht.

Prüfungsstoff

Die Literaturliste für die gemeinsame Lektüre und die Bücher, die für die Essays zur Auswahl stehen, werden in der ersten Lehrveranstaltungseinheit bekannt gegeben.

Literatur

Comte, A.: Rede über den Geist des Positivismus. Verlag Meiner, Hamburg, 1994 (1844).
Bacher, J. et al. (Hg.), 2017: Marie Jahoda. Lebensgeschichtliche Protokolle der arbeitenden Klasse. Dissertation 1932. Innsbruck: StudienVerlag.
Dilthey, W.: Weltanschauung und Analyse des Menschen seit Renaissance und Reformation. Abhandlungen zur Geschichte der Philosophie und Religion, 1914.
Dilthey, W.: Der Aufbau der geschichtlichen Welt in den Geisteswissenschaften, 1958.
Durkheim, E.: Der Selbstmord, Frankfurt a. M., Suhrkamp, 1983.
Durkheim, E.: Die Regeln der soziologischen Methode, Frankfurt a. M., Suhrkamp, 1984.
Durkheim, E.: Die elementaren Formen des religiösen Lebens. Frankfurt a. Main, Verlag der Weltreligionen Insel Verlag, 2007.
Jahoda, M., Lazarsfeld, P. F., Zeisel, H.:Die Arbeitslosen von Marienthal. Ein soziographischer Versuch. Suhrkamp, Frankfurt a. M., 1975 (1933).
Joas, H. (Hrsg.): Emile Durkheim. Schriften zur Soziologie der Erkenntnis. Suhrkamp, Frankfurt a. Main, 1987.
Khaldun, Ibn: The Muqaddimah: An Introduction to History. Princeton, Princeton University Press, 2004.
Marx, K., Engels, F.: Gesamtausgabe. B. 3. Akademieverlag, Oldenbourg, 2004.
Michels, R.,: Soziologie des Parteiwesens. Kröner Verlag, München, 1989 (1911).
Mills, C. W.: Die amerikanische Elite. Holsten Verlag, Hamburg, 1962 (1956).
Pareto V.: Allgemeine Soziologie [Trattato di Sociologia Generale] Tübingen, 1955.
Pareto V.: Sociological Writings, Finer, 1966.
Parsons T.: Beiträge zur soziologischen Theorie, Neuwied, 1964.
Parsons T.: The structure of social action, Glencoe, Illinois, 1949.
Parsons T.: Toward a General Theory of Action, Evanston, N. York, 1962.
Schütz A.: Der sinnhafte Aufbau der sozialen Welt. Eine Einleitung in die verstehende Soziologie, Suhrkamp, 1981.
Simmel, G.: Philosophie der Mode. In: derselb., Gesamtausgabe B. 23, Frankfurt a. M., Suhrkamp, 1995.
Simmel, G.: Philosophie des Geldes, Frankfurt a. M., Suhrkamp, 2003.
Weber M.: Über einige Kategorien der verstehenden Soziologie, Logos, 1913, 253-280.
Weber Μ.: “Die drei reinen Typen der legitimen Herrschaft” in J. Winckelmann (hrsg) : Max Weber : Soziologie – wirtschaftliche Analysen – Politik, Stuttgart, 1968 (4).
Weber M.: Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre, Mohr, Tübingen, 1968.
Weber M.:“Soziologische Grundbegriffe“, in Wirtschaft und Gesellschaft (hrsg. J. Winckelmann), Mohr, Tübingen, 1985 (5).
Weitere Literatur wird am Beginn der LV bekannt gegeben.

Gruppe 4

max. 40 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lernplattform: Moodle

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 01.10. 12:00 - 13:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 08.10. 12:00 - 13:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 15.10. 12:00 - 13:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 22.10. 12:00 - 13:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 29.10. 12:00 - 13:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 05.11. 12:00 - 13:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 12.11. 12:00 - 13:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 19.11. 12:00 - 13:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 26.11. 12:00 - 13:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 03.12. 12:00 - 13:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 10.12. 12:00 - 13:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 17.12. 12:00 - 13:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 14.01. 12:00 - 13:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 21.01. 12:00 - 13:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 28.01. 12:00 - 13:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Der Übergang von der ständisch differenzierten zur funktional differenzierten Gesellschaft war mit drei folgenreichen Revolutionen verbunden: der naturwissenschaftlichen, der politischen und der industriellen. Mit der kognitiven Verarbeitung dieses Übergangs ging die neuartige Erkenntnis einher, dass Gesellschaften mit ihren historisch differenten Organisationsformen Konstruktionen sind, die Subjekte durch Handlungen und Kommunikationen bilden. Diese Erkenntnis war auch politisch bedeutsam, ließ sie doch die Utopie einer von Menschen für Menschen, also "menschlich", gestalteten Gesellschaft zum ersten Mal in der Geschichte realisierbar erscheinen.

Es war Marx, der die politischen Weiterungen eines konstruktivistischen Gesellschaftsverständnisses gezogen hat, wobei ihm spätestens nach seiner Auseinandersetzung mit Max Stirners "Der Einzige und sein Eigentum" klar war, an einem normativistischen Geschichtsverständnis nicht länger festhalten zu können. Dass sich in der Zeit von Marx die Entstehung der Arbeiterbewegung als politische Klasse vollzogen hat, war ein wichtiger Grund, weshalb die konzeptionellen Probleme einer soziologischen Gesellschaftstheorie als Kritische Theorie im 19. Jahrhundert in der Latenz blieben. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden sie jedoch zusehends manifest, wie anhand der soziologischen Analysen von Max Weber und der frühen Kritischen Theorie, namentlich von Theodor W. Adorno und Max Horkheimer nachvollzogen werden kann. Die Analysen der sozialen, kulturellen und in Ansätzen auch ökologischen Destruktivität der modernen Gesellschaft mit der kapitalistischen Wirtschaft als Leitsystem wurden sowohl bei Max Weber wie bei den Protagonisten der Kritischen Theorie um neue Dimensionen erweitert, gleichzeitig aber sind mit dem fortschreitenden Bewusstsein der Konstruktivität aller Erkenntnis die normativen Grundlagen kritischer Gesellschaftsreflexion immer unsicherer geworden. In der Dialektik der Aufklärung von Adorno/Horkheimer wird diese Paradoxie auf die Spitze getrieben.

Ziel dieses Seminares ist, die Entstehung und Entwicklung soziologischen Denkens als kritische Theorie der modernen Gesellschaft anhand der intensiven Lektüre und Diskussion einiger ausgewählter Arbeiten von Karl Marx, Max Weber und Adorno/Horkheimer zu untersuchen. Von besonderem Interesse wird dabei sein, einerseits die kognitiven Ermöglichungsbedingungen eines kritischen Denkens in der modernen Gesellschaft verstehen zu lernen, andererseits sich klar darüber zu werden, die normativen Implikationen von Kritik nicht mehr absolutistisch begründen zu können. Das bedeutet nicht, auf Kritik verzichten zu müssen, macht es aber notwendig, die Bedingung ihrer Möglichkeit zu präzisieren. Dies soll im Anschluss an die Auseinandersetzung mit den genannten klassischen Theorien, die im Zentrum dieser Lehrveranstaltung stehen wird, anhand neuer gesellschaftstheoretischer Konzeptionen, die das Programm der soziologischen Aufklärung fortführen, in den letzten Seminareinheiten geleistet werden.

Methoden: Textlektüre, Referate (20 Minuten), Arbeit in Kleingruppen, Diskussionen im Plenum, kleinere schriftliche Arbeiten, aktive Teilnahme und Anwesenheit

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Kleinere Schriftliche Arbeiten: 1. Ausarbeitung von Fragenkatalog zu verschiedenen Theorien (Notenanteil: 60 %), 2. Ausarbeitung von Fragen zum Thema "Kritik" (Notenanteil: 20 %), 3. Kurzreferat in Kleingruppen (20 Min.) + Handout (Notenanteil: 20 %), aktive Mitarbeit, Anwesenheitspflicht
Hinweis der SPL:
Die Erbringung aller Teilleistungen ist Voraussetzung für eine positive Beurteilung, wenn nicht explizit etwas anderes vermerkt wurde.
Werden einzelne verpflichtende Teilleistungen nicht erbracht, gilt die Lehrveranstaltung als abgebrochen. Falls dem Nichterbringen der Leistung kein wichtiger und unvorhersehbarer Grund seitens des/der Studierenden vorliegt, wird die LV negativ beurteilt.
Bei Vorliegen eines solchen Grundes (zB eine längere Erkrankung) kann der/die Studierende auch nach Ablauf der Frist von der LV abgemeldet werden. Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet die Lehrveranstaltungsleitung. Der Antrag auf Abmeldung ist unverzüglich nach Eintreten des Grundes zu stellen.
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert oder auch Unterschriften auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als "nicht beurteilt" gewertet und mit dem Vermerk "geschummelt/erschlichen" in das Notenerfassungssystem eingetragen.
Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin in Moodle) zur Anwendung kommen: Details werden von den Lehrenden in der Lehrveranstaltung bekanntgeben.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Verständnis der kognitiven und gesellschaftlichen Entstehungsbedingungen soziologischer Theorie - Reflexion des Bedingungsverhältnisses der kognitiven und normativen Dimension von Kritik - Verständnis der Problematisierung der kognitiven Grundlagen kritischer Gesellschaftstheorie im 20. Jahrhundert und Analyse der Problemlösungsstrategien in neueren soziologischen Theorien.

Prüfungsstoff

Der Prüfungsstoff basiert auf den im Seminar behandelte Materialien.

Literatur

Die Literaturliste wird zu Beginn der Lehrveranstaltung mit dem Seminarprogramm bekannt gegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

in 505: BA T1 UE Klassiker lesen

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:21